Poppenbach
Agrar-Protest

Franke fährt mit Traktor nach Berlin: Fritz Haspel auf dem Weg zur Landwirtschaftsdemo

Am Samstag findet in Berlin eine Demonstration gegen die Zustände in der Agrarpolitik statt. Mit dabei: Landwirt Fritz Haspel aus Mittelfranken. Er fährt mit seinem Traktor in die Hauptstadt.
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Fritz Haspel aus Poppenbach bei Ansbach fährt mit seinem Traktor nach Berlin. Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa
Fritz Haspel aus Poppenbach bei Ansbach fährt mit seinem Traktor nach Berlin. Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa

Franke fährt zu Demonstration in Berlin - mit seinem Traktor: Fritz Haspel macht sich am Donnerstagmorgen (17. Januar 2019) auf dem Weg zur "Bauernhöfe statt Agrarfabriken"-Demo in Berlin. Der Landwirt nimmt die 520 Kilometer vom mittelfränkischen Poppenbach im Landkreis Ansbach in die Hauptstadt auf sich, um sein Unbehagen gegenüber der deutschen Agrarpolitik zu äußern. Laut dem Bayerischen Rundfunk möchte Haspel gegen Freitagnachmittag in Berlin ankommen. Die Demonstration vor dem Brandenburger Tor findet am Samstag (19. Januar 2019) statt und will für ungerechte Zustände in der Agrarpolitik sensibilisieren.

Protest in Berlin: Fränkischer Landwirt unzufrieden mit Agrarförderung

Zur angekündigten Demonstration sollen Landwirte aus ganz Deutschland anreisen. Fritz Haspel gesellt sich mit seinem Traktor in eine Kolonne, die den Weg bis nach Berlin gemeinsam auf sich nehmen will. Dem Bericht zu folge ist Fritz Haspel, der einzige bayerische Landwirt, der mit dem Traktor zur Demo fährt.

Am Samstagnachmittag geht es laut Veranstalter insbesondere um die Bodenpreise, die Verteilung von Fördergelder von der Europäischen Union und die Exportorientierung in der Landwirtschaft.

Die "Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft" kritisiert, dass die aktuellen Bodenpreise mit guter Landwirtschaft nicht zu bezahlen seien. Laut BR geht es Haspel insbesondere darum, dass in der Agrarförderung kein Unterschied gemacht werde, ob ein Landwirt besonders gewässer-, tier- oder bodenschonend arbeite oder nicht. Die Förderung sei pauschal. Beim mittelfränkischen Bauer sind das bei einer Fläche von 25 Hektar rund 7000 Euro Förderung aufs Jahr gerechnet. Dabei kritisiert er, dass vor allem Großbetriebe durch diese Pauschalregelungen profitieren würden, da der Hauptfaktor für die Verteilung die Fläche sei. Haspels Forderung ist eindeutig: Alle Agrarsubventionen streichen! Seiner Meinung nach, würden dadurch zwar die Lebensmittelpreise in die Höhe schnellen, die Verbraucher würden dies allerdings akzeptieren. tu

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