Ansbach
Wirtschaft

Bosch kündigt weiteren großen Stellenabbau an - auch Standort in Franken betroffen

Beim Autozulieferer Bosch gehen die Stellenstreichungen weiter. Weitere 600 Stellen sollen bis Ende 2022 abgebaut werden, teilt eine Sprecherin am Donnerstag mit. Mitarbeiter in Franken sind ebenfalls betroffen.
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Nächste Hiobsbotschaft in der Automobilzulieferer-Branche: Bei Bosch sollen weitere 600 Arbeitsplätze gestrichen werden.  Symbolfoto: David-Wolfgang Ebener/dpa
Nächste Hiobsbotschaft in der Automobilzulieferer-Branche: Bei Bosch sollen weitere 600 Arbeitsplätze gestrichen werden. Symbolfoto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Bosch will bis Ende 2022 rund 600 Stellen abbauen, erklärt der Autozulieferer am Donnerstag (28. November 2019). Das Unternehmen reagiere damit auf den rückläufigen Automarkt, hieß es.

"Bosch erwartet bei der weltweiten Automobilproduktion 2019 ein Minus von sechs Prozent auf rund 91 Millionen Fahrzeuge", sagte Bereichsvorstand Andreas Fischer. "Diese Entwicklungen wirken sich auch auf unser Geschäft aus."

Bosch: Stellenabbau soll sozialverträglich ablaufen

Betroffen ist vor allem der Standort Reutlingen mit 500 Stellen. Die übrigen verteilen sich vor allem auf das fränkische Ansbach und Salzgitter in Niedersachsen. Ziel sei nun ein sozialverträglicher Abbau der Stellen über Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen und Abfindungen auf freiwilliger Basis. Darüber solle nun mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind in Reutlingen bis 2025 ausgeschlossen.

Für den Bosch-Standort in Bamberg wurde eine Vereinbarung getroffen, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2026 ausschließt. Vor drei Wochen hatte es an dem Standort auch noch einen verheerenden Brand gegeben.

Stellenstreichungen: Insgesamt 3500 Arbeitsplätze betroffen

Die IG Metall warf Bosch dennoch Wortbruch vor. Trotz der vereinbarten Beschäftigungssicherung habe das Unternehmen nun einen gravierenden Personalabbau angekündigt. Bosch hat in den vergangenen Wochen immer wieder neue Stellenabbaupläne für einzelne Standorte aus dem Automobilbereich angekündigt. Mit der jüngsten Ankündigung geht es nun insgesamt bereits um rund 3500 Arbeitsplätze.

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