Neuendettelsau
Verbrechen

Nach tödlichem Beziehungsdrama in Neuendettelsau: Ist der Täter schuldunfähig?

Ein Mann aus dem Landkreis Ansbach hat seine 15 Jahre jüngere Freundin gewaltsam im Streit zu Tode gewürgt. Er rief daraufhin selbst die Polizei.
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Symbolfoto: Maurizio Gambarini/dpa
Symbolfoto: Maurizio Gambarini/dpa
Am Montagabend ereignete sich ein folgenschwerer Beziehungsstreit in Neuendettelsau im Landkreis Ansbach. Eine 21-jährige Frau kam hierbei zu Tode. Gegen 23:00 Uhr verständigte ein 36-jähriger Mann die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken und teilte mit, dass er einen Streit mit seiner Freundin gehabt hätte. Diese sei nicht mehr ansprechbar und befinde sich in der gemeinsamen Wohnung.

Beim Eintreffen einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Heilsbronn wurde die Frau bereits von Rettungskräften reanimiert, was jedoch erfolglos blieb. Der verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.


Der 36-Jährige wurde vorläufig festgenommen

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm die ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen vor Ort. Hierbei wurde festgestellt, dass die 21-Jährige vermutlich durch körperliche Gewalt zu Tode kam. Im Rahmen der durchgeführten Obduktion wurde festgestellt, dass die 21-Jährige durch Gewalt gegen den Hals getötet wurde.

Die Hintergründe des Streits und der Tathergang sind noch Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen der Ansbacher Kriminalpolizei.

Der 36-jährige Freund der Getöteten wurde als dringend Tatverdächtiger festgenommen und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden. Er könnte aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig sein, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Vor der Ermittlungsrichterin habe sich der Mann nicht zu den Vorwürfen geäußert.


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