Thann
Tierquälerei

Mehrere Katzen in Franken vergiftet - wurden Hackfleischbällchen präpariert?

Die Polizeiinspektion Feuchtwangen sucht nach Zeugen. Mehrere Katzen wiesen zuletzt Vergiftungserscheinungen auf. Möglicherweise wurden Hackfleischbällchen als Giftköder präpariert.
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Ist ein Katzenhasser im Kreis Ansbach unterwegs. Mehrere Katzen wurden offenbar vergiftet. Symbolfoto: pixabay.com/Quangpraha
Ist ein Katzenhasser im Kreis Ansbach unterwegs. Mehrere Katzen wurden offenbar vergiftet. Symbolfoto: pixabay.com/Quangpraha

Treibt ein Katzenhasser im mittelfränkischen Landkreis Ansbach sein Unwesen? Diese Vermutung steht im Raum, seitdem am Freitag (6. September 2019) ein Mann aus dem Bechhofener Ortsteil Thann die Polizei rief. Eine seiner Katzen sei verendet, die andere schwer erkrankt. Auch in einem anderen Teil Frankens wurden erst in dieser Woche Giftköder gefunden. Eine Katze musste bereits eingeschläfert werden. Es wurde ein mit Fleischstücken präpariertes Holzbrett gefunden. Und das sind offenbar nicht die einzigen Katzen.

Wurden drei Katzen vergiftet?

Die Polizei aus Feuchtwangen fand heraus, dass auch die Katze eines Nachbarn im gleichen Zeitraum, die Polizei spricht von Wochenanfang bis Wochenmitte, schwer erkrankt ist. Ein behandelnder Tierarzt vermutet eine Vergiftung der schwer erkrankten Tiere, weshalb die betroffenen Katzenbesitzer davon ausgehen, dass auch die dritte Katze unter einer Vergiftung litt, bevor sie starb.

"Untermauern konnte einer der beiden Katzenhalter diese Vermutung, dass er noch am 1. September seine später erkrankte Katze beim Fressen eines Hackfleischbällchens beobachtete", wie die Polizei berichtet. Deshalb vermutet der Katzenbesitzer, dass es sich um einen präparierten Köder gehandelt haben könnte.

Warnung vor Giftködern - Zeugen gesucht

Hinweise auf einen eventuellen Täter gibt es derzeit noch nicht. Die Polizei warnt nun aber auch andere Katzen- oder Hundebesitzer vor möglicherweise ausgelegten Giftködern. Auch Eltern sollten vorsichtig sein, dass nicht im schlimmsten Fall Kinder diese unbedacht zu sich nehmen.

Jetzt sucht die Polizei Zeugen und nimmt Hinweise auf einen möglichen Tierquäler an. Auch die beiden betroffenen Katzenhalter haben eine Belohnung auf Hinweise zu einem möglichen Täter "in nicht unerheblicher Höhe" in Aussicht gestellt, wie die Polizei weiter berichtet.

 

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