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Ansbach
Initiative

Corona-Mundschutz: Kinderhaus-Mitarbeiter nähen Atemschutzmasken für Senioren

Derzeit werden nicht alle Mitarbeiter des "Kinderhauses Kunterbunt" in Ansbach für die Kinderbetreuung benötigt. Die restlichen Angestellten machen es sich nun zur Aufgabe, Atemschutzmasken für das örtliche Seniorenheim zu nähen.
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Welcher Mundschutz bietet tatsächlich Schutz vor dem Coronavirus? Und brauche ich überhaupt einen? Symbolfoto: Frank Augstein/AP/dpa
Ein Mundschutz kann helfen, das Coronavirus einzudämmen. Symbolfoto: Frank Augstein/AP/dpa

Die Mitarbeiter des städtischen "Kinderhauses Kunterbunt" und dessen Außenstelle "TIZ-Kids" kümmern sich derzeit nur um Kinder, deren Eltern sogenannte systemrelevante Berufe ausüben. Das restliche Personal, das für diese Aufgabe nicht eingesetzt ist, hat nun beschlossen, während der Dienstzeit Atemschutzmasken zu nähen, teilte die Stadt Ansbach mit.

"Das ist wirklich eine hervorragende Initiative und ich bedanke mich herzlich bei den Beschäftigten für den Einsatz", sagt Oberbürgermeisterin Carda Seidel. "In dieser schwierigen Situation ist Zusammenhalt wichtiger denn je." Die fertigen Atemschutzmasken spenden sie dem Ansbacher Seniorenheim.

 Mundschutz selbstgemacht: Mitarbeiter bringen Material von zu Hause mit 

"In den Räumen des Kinderhauses wird nun eine Art Produktionsstraße entstehen, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bringen die entsprechenden Nähmaschinen und so weiter von zu Hause mit", berichtet Martina Weidner-Scheeler, die Leiterin des Kinderhauses. Laut Stadt Ansbach wurden bereits mehrere Einrichtungen angefragt, die sofort dringenden Bedarf gemeldet haben.

Nach dem Hamsterkauf-Verhalten vieler Deutscher werden derzeit in Krankenhäusern Desinfektionsmittel und Schutzmasken geklaut - mit schwerwiegenden Folgen für Ärzte und Personal. Der Ansbacher Chirurg Daniel Schölz hat sich dazu auf Facebook geäußert und Gehör gefunden.

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