Ansbach
Gas-Benzin-Gemisch

Explosion in Franken: Bewohner hat Haus vermutlich absichtlich in die Luft gejagt

In Ansbach hat sich am Donnerstagnachmittag eine Explosion in einem zweistöckigen Wohnhaus ereignet. Dabei kam ein Mann ums Leben, der die Explosion vermutlich absichtlich herbeigeführt hat.
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Explosion in Ansbach: In der Humboldstraße in Ansbach ist es am Donnerstagnachmittag (7. November 2019) gegen 13.30 Uhr zu einer Explosion in einem Wohnhaus und anschließend zu einem Brand gekommen. Nach neuesten Ermittlungen der Spurensicherung, führte der Bewohner des Hauses die Explosion selbst herbei. Er kam in der Folge ums Leben.

Ansbach: Explosion in Wohnhaus

Ein Großaufgebot der umliegenden Feuerwehren war am Nachmittag vor Ort, um den Brand in dem zweistöckigen Reiheneckhaus zu löschen. Die Löscharbeiten waren gegen 16 Uhr schließlich beendet. Zwei Feuerwehrmänner wurden dabei leicht verletzt. Anschließend konnten Einsatzkräfte das Wohnhaus betreten. Dabei wurde ein Mann gefunden, der bei dem Brand ums Leben kam. Es handelt sich um einen 58-jährigen Bewohner des Hauses. I

Am Freitag war schließlich ein Team der Spurensicherung in dem erheblich beschädigten Gebäude. Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr gelang es über Nacht die Statik des Gebäudes zu stabilisieren, sodass ein gefahrloses Betreten gewährleistet war, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt.

Bewohner soll Gebäude vorsätzlich zur Explosion gebracht haben

Ersten Ermittlungen zufolge gehen die Spezialisten davon aus, dass die Explosion vorsätzlich herbeigeführt wurde. Und zwar von dem 58-jährigen Bewohner des Hauses, der in der Folge der Explosion gestorben ist. Der 58-Jährige befand sich zum Zeitpunkt der Explosion allein in dem Gebäude und brachte vermutlich ein Benzin-Gas-Gemisch zur Explosion.

Derzeit wird geprüft, ob die Herbeiführung der Explosion mit einer öffentlich bekannt gemachten anberaumten Zwangsversteigerung des Objekts in Zusammenhang zu bringen ist. Das Haus hätte demnach am 12. November 2019 zwangsversteigert werden sollen.

Kripo Ansbach und LKA ermitteln weiter - Obduktion steht aus

Hinweise, dass sich unbekannte Personen im Gebäude aufgehalten haben könnten, liegen den Ermittlern bislang nicht vor. Die weiteren Ermittlungen führt die Ansbacher Kripo unter Einbindung des Bayerischen Landeskriminalamtes.

Eine Obduktion des Verstorbenen steht noch aus. Den Schaden schätzt die Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro.

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ak/tu/dn

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