Ansbach

Ärztemangel abgewendet: Fränkische Klinik kündigt lückenlose Versorgung auf Geburtshilfestation an

Der Ärztemangel am Klinikum in Ansbach ist abgewendet: In einer Pressemitteilung kündigen das ANregiomed Klinikum neues Personal und mehr Komfort für die Geburtshilfe an.
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Im Jahr 2019 erblickten in der Ansbacher Frauenklinik mehr als 1300 Kinder das Licht der Welt. Foto: Sina Schuldt/dpa
Im Jahr 2019 erblickten in der Ansbacher Frauenklinik mehr als 1300 Kinder das Licht der Welt. Foto: Sina Schuldt/dpa

Die ärztliche Versorgung der Geburtshilfe am Ansbacher ANregiomed Klinikum ist lückenlos gewährleistet. Das teilte die Klinik am Montag (17. Februar 2020) in einer Pressemitteilung mit.

Darin heißt es, dass der lückenlose Weiterbetrieb der Geburtshilfe am Klinikum Ansbach von ärztlicher Seite gesichert sei. Dr. Martin C. Koch übernimmt zum 1. April 2020 die Chefarztposition der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Update vom 17. Februar: Frauenklinik Ansbach - Neuer Chefarzt kommt zum 1. April

Gemeinsam mit Koch trete eine weitere Kollegin den Dienst als Oberärztin in Festanstellung an. "Weitere vier bestens qualifizierte Fachärzte unterstützen das Team in den nächsten Monaten in Oberarztfunktion und gewährleisten den Betrieb über den 31. März hinaus." Bis zum 31. März sei die fachärztliche Versorgung durch das bisherige Team der Frauenklinik ohne jede Unterbrechung sichergestellt.

Darüber hinaus sei die Geburtshilfe umgezogen: Auf der ehemaligen Wahlleistungsstation im Altbau stehen den Wöchnerinnen ab sofort mehr Betten und eine ruhigere Atmosphäre zur Verfügung."Auf der Ebene 6 befindet sich nun ausschließlich die Geburtshilfe", erläutert Stationsleitung Jutta Nauroth. Für die Patientinnen sei die Ruhe dort ein großer Vorteil. "Gerade für Wöchnerinnen ist eine entspannte Atmosphäre sehr wichtig. Darüber hinaus profitieren unsere Patientinnen von der gemütlicheren Atmosphäre mit hochwertiger Ausstattung." In acht Doppelzimmern und vier Einzelzimmern stehen insgesamt 20 Betten zur Verfügung - zwei mehr als auf der alten Station.

Die Erstmeldung vom 6. Februar: Ärztemangel in Ansbach - Klinikum sucht dringend nach Gynäkologen für Geburtshilfestation

Der Chefarzt sowie weitere Ärzte haben am Klinikum in Ansbach gekündigt. Das hinterlässt eine große Lücke, die schnell geschlossen werden muss.

Die Frauenklinik im mittelfränkischen Ansbach steht vor einem Umbruch. Zum 31. März verlässt Chefarzt Bernd Hornbacher das Krankenhaus auf eigenen Wunsch. Mit ihm kehren "mehrere Oberärztinnen der Gynäkologie und Geburtshilfe dem Klinikum den Rücken", heißt es von Seiten der Frauenklinik. "Der Weggang weiterer Ärztinnen ist für uns ein besonders herber Verlust", bedauert Gerhard Sontheimer, Vorstand von "ANregionmed".

Klinikum Ansbach: Mehr als 1300 Geburten im Jahr 2019

Die genauen Gründe für die zahlreichen Kündigungen in Ansbach sind unklar. Allerdings erklärt die Frauenklinik: Der gemeinsame Wechsel gleich mehrerer Ärzte sei möglich, da im aufnehmenden Krankenhaus eine ähnliche Situation herrsche. Dort sei ebenfalls eine komplette Abteilung zu besetzen. Um welches Krankenhaus es sich dabei handelt, ist nicht bekannt.

Die Ansbacher Klinik führt aktuell Gespräche und ist auf der Suche nach Nachfolgern. Sontheimer hofft auf einen "lückenlosen Weiterbetrieb". In der 40.000-Einwohner-Stadt machen sich mehrere Geburtshilfestationen Sorgen, wie es weitergeht. Eine Praxis hat beispielsweise einen Zettel an der Eingangstür aufgehängt, auf dem Folgendes zu lesen ist: "Wir wissen nicht in wie weit eine adäquate Versorgung unserer Patienten und Schwangeren ab April 2020 gesichert ist."

Die Klinikleitung um Vorstand Sontheimer gibt sich optimistisch, bis zum 1. April geeignete Nachfolger zu finden.

tu

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