Ansbach

Nach Anschlag in Ansbach: Mehr Sicherheitskräfte im Flüchtlingsheim

Nach dem Bombenanschlag in Ansbach setzt die Stadt in ihrer größten Flüchtlingsunterkunft mehr Sicherheitspersonal ein.
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Der Anschlagsort in Ansbach, aufgenommen am 26. Juli. Bei dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag sind zwei Tage zuvor bei einer Explosion insgesamt 15 Menschen verletzt worden. Der Täter, ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien, kam dabei ums Leben. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Anschlagsort in Ansbach, aufgenommen am 26. Juli. Bei dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag sind zwei Tage zuvor bei einer Explosion insgesamt 15 Menschen verletzt worden. Der Täter, ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien, kam dabei ums Leben. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Wachleute sollen von dort aus auch die anderen Unterkünfte in unregelmäßigen Abständen kontrollieren, wie Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos) sagte. Ansonsten habe eine Kommune nicht so viele Möglichkeiten, um frühzeitig auf potenzielle Attentäter unter Flüchtlingen aufmerksam zu werden.

"Auch bei Flüchtlingen ist die Privatsphäre geschützt", sagte Seidel. "Die Räume, in denen die Flüchtlinge leben, dürfen gegen den Willen der Bewohner nur von der Polizei mit richterlichem Beschluss betreten werden. Hier haben wir also wenig Handlungsmöglichkeiten."

Vor knapp einem Monat hatte ein 27 Jahre alter Flüchtling in der Nähe eines Musikfestes in Ansbach das erste mutmaßlich islamistisch motivierte Selbstmordattentat in Deutschland verübt. Fünfzehn Menschen wurden verletzt; der Attentäter kam ums Leben. In seinem Zimmer in einer Flüchtlingsunterkunft fand die Polizei danach eine Menge von Materialen, die zum Bau weiterer Bomben geeignet gewesen wären.

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