Es habe zum Teil schon die Arbeit im Zentrum für Telemedizin (ZTM) aufgenommen. Dazu gehören Marion Meder als Verwaltungsfachfrau und Igor Jakob als Systemingenieur. Sie sind in ihrem jeweiligen Bereich zum Teil mehrfach hoch qualifiziert.

Sebastian Dresbach war zuletzt stellvertretender Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbandes. Der Rettungssanitäter und Betriebswirt hat telemedizinische Kenntnisse. Marion Meder ist Kauffrau im Gesundheitswesen sowie Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie war zuletzt Sekretärin der Geschäftsführung im St.-Elisabeth-Krankenhaus.Igor Jakob stammt aus Russland, hat dort Medizin studiert und war als Facharzt für Anästhesie tätig. Nach der Übersiedlung nach Deutschland ließ er sich zum Systemingenieur ausbilden, arbeitete als Systemverwalter und hat zudem Erfahrungen in telemedizinisch tätigen Unternehmen gesammelt.

Bezogen wurden die Räume des ZTM im Rhön-Saale-Gründerzentrum (RSG), das die Möbel verliehen hat. Sebastian Dresbach sagte, die eigene Ausstattung sei derzeit in Planung. Zur Verfügung stehen drei EDV-Arbeitsplätze. Das RSG habe das ZTM-Team "hervorragend" unterstützt. Man könne jetzt die Arbeit aufnehmen.

Bei der jüngsten Vorstandssitzung ging es um die neun geplanten Projekte in den nächsten vier Jahren. So sollen - Telekonsil - elektronische Patientenakten zur Vernetzung von Praxen und Kliniken erstellt werden. Vita-Mentor soll Hotel- und Kurgästen erlauben, Gesundheitsleistungen zu buchen. Stroke und Cardio Angel haben schon viele Menschen gerettet. Hierbei werden überlebenswichtige Patientendaten aus dem Rettungswagen an die Klinik gesandt, um das Notfallmanagement zu optimieren. Weiter sind vorgesehen Reha-Maßnahmen für Fettleibige und Telemedizin-Schulungen. Via Dialyse-Manager können Zuckerkranke daheim fernbetreut werden. COPD-Coach soll Menschen mit Lungenproblemen das Leben erleichtern. MS- und Parkinson-Patienten werden mit MS-/Parkinson-Monitor begleitet.