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Hellingen bei Hildburghausen
Weihnachten

Scheune mit 500 Weihnachtsmännern: Thüringens bunteste Weihnachtswelt

Jedes Jahr lockt Ernst Langert Weihnachtsfans aus ganz Deutschland in seine Holzscheune. Dort leuchten und rattern unzählige Figuren um die Wette.
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Seit 2005 bringt der 67-jährige Ernst Langert aus Hellingen (Südthüringen) seine Scheune zum Leuchten.  Fotos: Matthias Hoch
Seit 2005 bringt der 67-jährige Ernst Langert aus Hellingen (Südthüringen) seine Scheune zum Leuchten. Fotos: Matthias Hoch
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Selbst am Polarkreis im finnischen Rovaniemi kennt man die Weihnachtsscheune von Ernst Langert. Im Vorjahr stattete der Thüringer in Begleitung seiner Ehefrau "dem Chef höchstpersönlich" einen Besuch ab. Knapp zwei Minuten plauderte er mit dem berühmtesten Weihnachtsmann. Erzählte ihm - teils auf Deutsch, teils auf Englisch - von seiner Scheune und versuchte zu erklären, wo sein Heimatort Hellingen genau liegt. Der weißbärtige Gastgeber wirkte leicht irritiert, wünschte Langert aber viel Erfolg für die Zukunft.

Dass es den Rauschebart vom Polarkreis nach Hellingen verschlägt, ist eher unwahrscheinlich. Doch das dürfte Ernst Langert nicht allzu sehr stören. Sobald sich die Pforten seiner Weihnachtsscheune öffnen, reisen die Schaulustigen ohnehin wieder in Scharen an - und das nicht nur aus Thüringen. "Sie kommen von überall.
Ich habe viele Stammgäste."


Blinkende Hexen, weiße Engel

Zu sehen gibt es eine Menge. Unter anderem hat Langert knapp 500 Weihnachtsmänner aufgestellt. Die winken und wippen um die Wette und bewohnen sogar einen grünen Trabi. In der 170 Quadratmeter großen Scheune sind zudem Märchen der Gebrüder Grimm zu sehen. Und man entdeckt blinkende Hexen, weiße Engel und Eisbären, Puppen und bunten Weihnachtsschmuck. "Das alles ist mein Hobby und macht mir Spaß", sagt der gelernte Elektriker.



Seit 2005 gibt es die Weihnachtsscheune. Und Jahr für Jahr kommt mehr dazu. Soweit es Ehefrau Jutta und der Geldbeutel zulassen, nutzt der 67-Jährige seine Kontakte zu Floh- und Baumärkten, um neue "Bewohner" zu finden.


Sechs Wochen dauert es, bis alles leuchtet

Der Thüringer lässt sich jedes Jahr viel Zeit für die Vorbereitung: Sechs Wochen braucht Langert immer, um seinen Schuppen komplett zum Leuchten zu bringen. Eintritt verlangt er aber nicht - obwohl es bei einem Blick auf die winterliche Stromrechnung durchaus verständlich wäre. Wer trotzdem etwas spenden will, findet am Eingang einen roten Nikolaus-Stiefel mit Geldschlitz und der Aufschrift: "Futter für die Weihnachtmänner".

Wenn am morgigen Sonntag die ersten Gästen kommen, schaut Langerts Ehefrau sicherlich auch mal vorbei. Sie akzeptiert das Hobby ihres Mannes, obwohl es in Scheune und Garage langsam recht eng wird. "So lange er sich nicht ständig in der Scheune aufhält, ist das okay."
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