Bad Bocklet
Ehrung

Landkreis Bad Kissingen ist "Bildungsregion"

Der Bildungsminister hat den Landkreis Bad Kissingen mit dem Qualitätssiegel "Bildungsregion in Bayern" ausgezeichnet.
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Bei den Feierlichkeiten zum Erhalt des Qualitätssiegels "Bundesregion" spielten die Schüler der Q11 des Jack-Steinberger-Gymnasiums Bad Kissingen eine "Klassenzimmer-Rama-Samba".  Foto: Robert Huger
Bei den Feierlichkeiten zum Erhalt des Qualitätssiegels "Bundesregion" spielten die Schüler der Q11 des Jack-Steinberger-Gymnasiums Bad Kissingen eine "Klassenzimmer-Rama-Samba". Foto: Robert Huger
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Aktive Teilnahme heißt das Stichwort der Bildungspolitik. Schulen und außerschulische Organisationen sollen entscheidend bei der Entwicklung der Bildungsqualität mitwirken. Im Landkreis Bad Kissingen wurde seit 2012 an einem entsprechenden Konzept gearbeitet. Mit Erfolg: Das Kultusministerium vergab dafür das Qualitätssiegel "Bildungsregion". "Ich bin beeindruckt, was hier zu Stande gekommen ist", sagt Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU) bei der feierlichen Übergabe in Bad Bocklet.

Gemeint sind die zahlreichen Kooperationen und Projekte. Zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit dem fränkischen Theater Schloss Maßbach, dem Wild-park Klaushof und verschiedene Trainings mit Fachkräften aus dem Gesundheitswesen und der Finanzwirtschaft. Seit November 2012 ist der Landkreis Bad Kissingen Teilnehmer der Initiative "Bildungsregionen in Bayern". Seither haben die Verantwortlichen viele Expertenteams gegründet und ein Bildungskonzept für die Zukunft ausgearbeitet.

"Wir haben die Initiative gerne genutzt", sagt Landrat Thomas Bold (CSU), "denn Bildung ist heute wichtiger denn je." Im Fokus des Konzeptes stehen fünf Säulen (siehe Infokasten). Im Landkreis Bad Kissingen wurden unter anderem Arbeitskreise von Lehrkräften gebildet, die sich besonders um die erste Säule, die Übergänge zwischen Schulen und weiterführenden Schulen kümmern. Ein gutes Beispiel für die Vernetzung ist das Berufsorientierungsnetzwerk "BON". Dort erhalten die Schüler Einblick in verschiedene Berufe und realistische Arbeitsabläufe.

Ein Projekt, das den Gedanken "Hilfe für junge Menschen in besonderen Lebenslagen" aufgreift, ist eine Clearingstelle. Dort soll Hinweisen zu sexuellem Missbrauch, körperlicher und emotionaler Gewalt sowie Vernachlässigung von Kindern nachgegangen werden. Hierzu wurden bereits ein Profil, die Struktur und der Geschäftsgang konzipiert. Zur Stärkung der Bürgergesellschaft entstand ein neu entwickeltes musikpraktisches Unterrichtsmodell für Grundschulen.

Das Projekt ist so angelegt, dass alle Kinder, die das erste oder zweite Schuljahr besuchen, kostenlosen musikpraktischen Unterricht erhalten. Eine wesentliche Aufgabe der Region ist zudem die Sicherung der vorhandenen Bildungsangebote. Die Aufmerksamkeit gilt insbesondere der Gesundheitswirtschaft. Dafür werden zur Zeit neue Ideen entwickelt, die Pflegeberufe attraktiver machen und die regionalen Kompetenzen in den Vordergrund stellen.



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