Nach Angaben von Herbert Loose werde von der Unternehmensberatung, die im Auftrag der Staatsbad GmbH tätig geworden ist, nur "ein Konzept vorgegaukelt, das nicht funktioniert". Wenn einerseits weitere 11,8 Stellen gestrichen werden sollen und die Qualität darunter nicht leiden dürfe, so sei das absolut unmöglich. Herbert Loose: "Wie soll das denn gehen?"
Er habe den Eindruck, dass der "schwarze Peter" zwischen Beratern, der Staatsbad GmbH und deren Gesellschaftern - Stadt und Freistaat Bayern - hin- und hergeschoben werde.
Matthias Dürr sei mit der undankbaren Aufgabe betraut worden, mit reduziertem und weiter sinkendem Mitarbeiterstand das zu halten - zu retten? - "was noch machbar ist".
Schon in den "staatlichen Zeiten" und erst recht nach der Privatisierung sei "immer wieder optimiert worden, da ist keine Luft mehr drin". Viele Weichen wurden in den vergangenen Jahren gestellt, die Auswirkungen zeigten sich immer erst eine Weile später, so Herbert Loose.
Die Belegschaft sei froh, dass betriebsbedingte Kündigungen weitestgehend ausgeschlossen worden sind. Aber alleine durch Fluktuation seien acht Vollzeitstellen abgebaut worden. Herbert Loose: "Wie soll es mit Bad Kissingen weitergehen? Können wir noch ,Premium'?"
Die Vergabe von Leistungen könne vielleicht in bestimmten Fällen preisgünstiger sein. Herbert Loose bezweifelt aber, dass auch nur ansatzweise die gleiche Qualität erreicht wird wie von seinen Kollegen, die sich seit langem "liebevoll" und "überdurchschnittlich" einsetzten.
Auch ein gutes Unternehmen sei schnell heruntergewirtschaftet. Einen guten Ruf dann wieder aufzubauen, koste ein Vielfaches an Aufwand und Arbeit, "wenn es überhaupt gelingt".
Herbert Loose und Kollegen sehen zwar ein, dass die Gesellschafter "verantwortlich mit Steuergeldern" umgehen müssen. Aber, darüber müssten sich alle Beteiligten klar sein: "Ohne klare, tragfähige und vor allem erfüllbare Konzeptvorgaben, an deren erster Stelle eine herausragende Qualität stehen muss, können wir keinen Blumentopf mehr gewinnen."