Weibersbrunn
Verkehrsdelikt

Geisterfahrer auf A3 - offenbar mehrfach gewendet

Am Samstagnachmittag war auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Weibersbrunn und Marktheidenfeld ein Geisterfahrer unterwegs, der offenbar mehrfach gewendet hat. Der Fahrer, der erheblich unter Alkoholeinfluss stand, hielt schließlich auf einem Rastplatz an, wo ihn die Polizei schlafend in seinem Auto entdeckte.
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Symbolfoto: FT
Symbolfoto: FT
Laut Polizeiangaben war gegen 18 Uhr die erste Meldung über den Geisterfahrer eingegangen. Demnach war ein roter Opel Zafira auf der Fahrbahn in Richtung Aschaffenburg zwischen den Anschlussstellen Weibersbrunn und Marktheidenfeld als Geisterfahrer in Richtung Würzburg unterwegs. In der Folge kamen dann immer wieder Mitteilungen, aus denen geschlossen werden konnte, dass der Geisterfahrer offenbar mehrfach auf der Autobahn gewendet hatte.

Gegen 18:20 Uhr entdeckten Beamte der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach das gesuchte Auto auf einem Parkplatz nach der Anschlussstelle Marktheidenfeld. Zu diesem Zeitpunkt saß der 41-Jährige aus dem Main-Tauber-Kreis schlafend hinter dem Steuer.

Bei seiner vorläufigen Festnahme leistete der Beschuldigte massiven Widerstand. Ihm mussten sogar Fesseln angelegt werden. Zwei Beamtinnen wurden bei der Auseinandersetzung leicht an der Hand verletzt.
Außerdem waren die Einsatzkräfte Spuckattacken des Mannes ausgesetzt.

Der 41-Jährige wurde zur Dienststelle der Polizeiinspektion Marktheidenfeld gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde, nachdem ein Alkotest einen Wert von knapp zwei Promille ergeben hatte. Der Führerschein des Autofahrers wurde sichergestellt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann, der zuvor jemanden zum Flughafen Frankfurt gebracht hatte, wegen eines sehr hohen Zuckerwertes zur Behandlung in das Krankenhaus Marktheidenfeld eingeliefert.

Zu dem Geisterfahrer sind im Laufe des Samstags bereits mehrere Mitteilungen bei der Polizei eingegangen. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass weitere Verkehrsteilnehmer von dem roten Opel Zafira eventuell sogar gefährdet wurden. Sollte dies der Fall sein, so bittet die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach unter der Telefon 06021/857-2530 um entsprechende Mitteilungen. pol

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