Ansbach
Kriminalität

Betrüger zocken als Computerfachmänner ab

Am Dienstag rief ein bislang Unbekannter bei einem Mann in Sachsen bei Ansbach an und gab vor, dass dessen Computer defekt sei. Durch eine "Fernwartung" gab der Unbekannte an, das Gerät zu reparieren. Stattdessen hat er den Computer gesperrt, was nur durch eine Überweisung von 99 Euro rückgängig gemacht werden kann.
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Symbolfoto: Matthias Hoch
Symbolfoto: Matthias Hoch
Am Dienstagnachmittag erhielt der Rentner von dem Gesuchten einen unaufgeforderten Telefonanruf. Laut Polizeiangaben gab sich der Täter hierbei als Mitarbeiter eines namhaften Betriebssystemherstellers aus. Angeblich sei dem Unternehmen mit Sitz in den USA der PC aus Westmittelfranken aufgefallen. Dieser müsse nun unbedingt gewartet werden. Hierzu leitete der Englisch sprechende Mann den Computerbenutzer mehrmals an, diverse Befehle einzugeben, um so Zugriff auf dessen PC zu erlangen. Durch diese "Fernwartung" wollte er dann das "schadhafte" Gerät reparieren.

So die komplette Kontrolle über den Computer erlangt, der Täter konnte sogar den Mauszeiger auf dem Bildschirm bewegen, installierte er tatsächlich ein Programm, das jedoch nur dazu diente, den PC für den Nutzer zu sperren und so unbrauchbar zu machen.
Den "Reparaturrechnungsbetrag" in Höhe von 99 Euro sollte der Rentner dann via eines Direktbezahlsystems nach Katar überweisen.

Am Mittwoch erhielt der Mann aus Sachsen erneut einen Anruf. Hierbei mahnte der Täter den geforderten Geldbetrag an. Als der Angerufene sich weigerte, das Geld zu überweisen, stellte der Anrufer ihn in Aussicht, dass er so nie mehr an seine Daten herankäme.

Die Beamten der Kriminalpolizei Ansbach warnen eindringlich vor dieser neuen Masche. Erlauben Sie keinen fremden Personen Zugriff auf Ihren Computer zu erlangen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall vorher an Ihre Polizei. pol
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