Bamberg
Gebietsreform

Früher war Franken anders: Was die Gebietsreform veränderte (interaktiv)

Oberbayern, die einst Mittelfranken waren; Mittelfranken, die früher Oberfranken waren: Die Gebietsreform der 70er Jahre verschob regionale Identitäten.
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Diese Karte zeigt den Stand von 1970 - im Text unten gibt's eine interaktive Variante mit Beispielen für Besonderheiten, die sich durch die Gebietsreform ergeben haben. Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik
Diese Karte zeigt den Stand von 1970 - im Text unten gibt's eine interaktive Variante mit Beispielen für Besonderheiten, die sich durch die Gebietsreform ergeben haben. Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik
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Die Geburt des heutigen Frankens mit seinen Bezirks-, Kreis-, und Gemeindegrenzen war teils kurios. Und manchmal schmerzhaft. Die große Karte zeigt die Landkreise vor der Reform (die kleine Karte den heutigen Stand). Dabei sind beispielhaft einige Besonderheiten herausgestellt, die sich vor allem durch die Reduzierung der Gemeinden in Bayern von 7000 auf 2000 ergeben haben und die es so auch in vielen weiteren Orten gab.


Besonderheiten der Gebietsreform in Franken: Klicken Sie auf die Punkte in der Karte!


Dieser zweite Schritt der Reform wurde 1978 vollzogen und verursachte viel Ärger in Frankens Gemeinden. Es gab freiwillige Zusammenschlüsse, Zwangsehen und handfesten Protest bei der Gebietsreform.


Schritt 1: Halb so viele Landkreise und kreisfreie Städte

Bereits 1972 war die Zahl der bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte im ersten Schritt der Reform halbiert worden. Dabei wurden die alten Landkreise nicht immer komplett einem neuen zugeschlagen.


Plötzlich ein anderer Regierungsbezirk

Manche Gemeinde wechselte nicht nur den Kreis, sondern auch den Regierungsbezirk. Wer damals im oberfränkischen Herzogenaurach oder Höchstadt an der Aisch lebte, wurde durch die Reform zum Mittelfranken.

Als die unterfränkischen Landkreise Ebern, Haßfurt und Hofheim zum Kreis "Haßberge" verschmolzen wurden, schlossen sich die Baunacher dem Landkreis Bamberg an - und wurden oberfränkisch. Und in der Kitzinger Gegend landeten vormals mittelfränkische Gemeinden wie Geiselwind plötzlich in Unterfranken.
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