Bamberg

Das war 1979

Die Fronten des Kalten Krieges verhärten sich. In Oberfranken landet ein Heißluftballon mit DDR-Flüchtlingen. In Großbritannien regiert eine Eiserne Lady.
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7. Januar:
Truppen des wiedervereinigten Vietnam nehmen Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh ein, stürzen das Pol-Pot-Regime und vertreiben die Roten Khmer.
1. Februar:
Der Schiitenführer Ayatollah Chomeini kehrt nach 15 Jahren im Exil in den Iran zurück.
12.-23. Februar:
Erste Weltklimakonferenz in Genf.
19. Februar:
Im Iran gründen die Gefolgsleute Chomeinis die Islamisch Republikanische Partei.
5. März:
Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 liefert Fotos vom Jupiter und seinen Monden.
13. März:
Das Europäische Währungssystem (EWS) tritt in Kraft.
26. März:
In Washington wird ein israelisch-ägyptischer Friedensvertrag unterzeichnet.
28. März:
Schwerer Störfall im US-Atomkraftwerk Harrisburg. Beim Reaktorunfall kommt es zu einer partiellen Kernschmelze.
31. März:
Nach knapp einer Woche Demonstrationszug kommt der "Gorleben-Treck" zu einer Abschlusskundgebung in Hannover an. 100 000 Atomkraftgegner protestieren gegen Kernenergie und gegen den Bau geplanter Kernenergieanlagen.
1. April:
Im Iran wird die Monarchie abgeschafft und durch einen schiitischen Gottesstaat ersetzt: Ruhollah Chomeini ruft die Islamische Republik Iran aus. In der Folge kommt es zur Zweiten Ölkrise und dem Ersten Golfkrieg.
23. April:
Abba bringt das Album "Voulez-Vous heraus - es verkörpert in großen Zügen den Disco-Stil der späten 1970er.
3. Mai:
Bei den britischen Unterhauswahlen gehen die Konservativen als stärkste Partei hervor, Margaret Thatcher wird neue Premierministerin.
21. Mai:
Elton John reist als erster westlicher Popstar zu Konzerten in die Sowjetunion.
23. Mai:
Karl Carstens wird zum fünften deutschen Bundespräsidenten gewählt.
7. Juni:
Über mehrere Tage hinweg wählen Bürger der damals neun EG-Mitgliedstaaten erstmals ihre Abgeordneten fürs Europaparlament.
11. Juni:
John Wayne stirbt im Alter von 72 Jahren nach fünfzehnjähriger Krankengeschichte an Magenkrebs.
25. Juni:
Die zweite Generation der RAF verübt einen Bombenanschlag auf den Wagen des Nato-Oberbefehlshabers in Europa, Alexander Haig. Haig und sein Fahrer bleiben unverletzt.
1. Juli:
Das japanische Unternehmen Sony bringt den weltweit ersten Walkman TPS-L2 auf den Markt.
11. Juli:
Saddam Hussein kommt innerhalb der im Irak regierenden Baath-Partei an die Macht und wird am 16. Juli Regierungschef.
27. Juli:
Die australische Hard-Rock-Band AC/DC hat ihren großen Durchbruch mit dem Album "Highway to Hell" - der letzten Scheibe mit Sänger Bon Scott, der wenige Monate später stirbt.
16. September:
Zwei Familien aus Thüringen gelingt eine spektakuläre Flucht aus der DDR. Sie landen mit einem selbstgebauten Heißluftballon im Landkreis Hof.
7. Oktober:
In Bremen ziehen erstmals Abgeordnete der Grünen in ein Landesparlament ein.
12. Dezember:
Der Nato-Doppelbeschluss beendet die Entspannungsphase des Kalten Krieges: Die Forderung nach Abrüstungsverhandlungen mit den UdSSR und die damit verbundene Drohung der Stationierung weiterer Nuklearraketen in Westeuropa führen zu beidseitigem "Wettrüsten".
22. Dezember:
Die spanische Regierung gewährt dem Baskenland weitreichende Autonomie - damit endet der zehnjährige Bürgerkrieg.
24. Dezember:
Rudi Dutschke, Wortführer der Studentenbewegung der 1960er Jahre, stirbt im Alter von 39 Jahren in Dänemark an den Spätfolgen des Attentats auf ihn im April 1968.
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