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Winterzeit

Zeitumstellung in Deutschland: Ab dem 27. Oktober stehen die Uhren wieder auf Winterzeit

Am 27. Oktober ist es wieder soweit: Die Uhren werden auf Winterzeit umgestellt! Doch werden Sie vor oder zurückgestellt? Wir haben Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Zeitumstellung.
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Bald werden in Deutschland wieder die Uhren umgestellt. Die Umstellung auf Sommerzeit und Winterzeit sorgt in Deutschland für Diskussionen. Symbolbild: pixabay.com/JESHOOTS-com
Bald werden in Deutschland wieder die Uhren umgestellt. Die Umstellung auf Sommerzeit und Winterzeit sorgt in Deutschland für Diskussionen. Symbolbild: pixabay.com/JESHOOTS-com

Zeitumstellung auf Winterzeit: Wann werden die Uhren umgestellt?

 

  • Am Sonntag (27. Oktober 2019) ist es soweit - die Uhren werden in Deutschland umgestellt.
  • In der Nacht von Samstag auf Sonntag, um 03.00 Uhr nachts, wird die Uhr auf 02.00 Uhr zurückgestellt - das bedeutet eine Stunde mehr Schlaf.
  • Die EU-Kommission hatte geplant, die Zeitumstellung bereits 2019 abzuschaffen.
  • Derzeitiger Stand ist jedoch, dass die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit erst im März 2021 abgeschafft wird.

 

 

Zeitumstellung 2019: Alles Wichtige zur Umstellung auf Winterzeit

 

  • Im Gegensatz zur Umstellung auf die Sommerzeit wird bei der Umstellung auf die Winterzeit die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Das bedeutet: In dieser Nacht bekommen wir eine Stunde mehr Schlaf ab.
  • Nach der Zeitumstellung am 27. Oktober wird es früher am Morgen hell - und früher am Abend dunkel.
  • Um sich merken zu können, wie die Uhren umgestellt werden, existiert eine Eselsbrücke: "Im Frühling stellt man die Gartenmöbel vor die Türe, im Herbst räumt man sie wieder zurück in den Schuppen." Oder noch einfacher: "Sommer vor, Winter hinter".

 

Am letzten Sonntag im Oktober beginnt um 03.00 Uhr die Winterzeit in allen EU-Ländern. Sie endet am letzten Sonntag im März um 03.00 Uhr. Diese Regelung gilt ebenfalls für die Schweiz: Obwohl die Alpenrepublik kein EU-Land ist, wird dort zeitgleich wie in Deutschland, Italien oder Österreich die Uhr auf Winterzeit umgestellt.

Zeitumstellung in Deutschland: Stellt sich meine Uhr von alleine auf Winterzeit um?

 

  • Funkuhren auf dem Nachttisch stellen sich von selbst um. Bei Fernsehern gilt das ebenfalls. Die Umstellung auf Sommer- beziehungsweise Winterzeit erfolgt durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) im niedersächsischen Braunschweig. Durch die Wissenschaftler des Instituts wird das entscheidende Signal übermittelt.
  • Bei Armbanduhren sowie Wanduhren gilt dies nicht: Die Umstellung auf die Winterzeit muss also von Hand gemacht werden.
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Zeitumstellung auf Handys und Smartphones: Was muss ich beachten?

 

  • Egal ob iPhone oder Android-Handy - die Umstellung der Zeit erfolgt automatisch. Dabei ist jedoch wichtig, dass die entsprechende Funktion aktiviert ist.
  • Um die Funktion bei iPhones zu aktivieren, klickt man auf "Einstellungen". In diesem Ordner findet man unter "Allgemein" die Option "Datum & Uhrzeit". Darin muss der Punkt "Automatisch einstellen" aktiviert werden.
  • Bei Android-Smartphones muss man ebenfalls unter "Einstellungen" auf "Datum & Uhrzeit" klicken und dort "Autom. Datum/Uhrzeit" aktivieren.

 

Abschaffung der Zeitumstellung: Das sind die Pläne der EU

Die Europäer sind sich weitestgehend einig: Die Zeitumstellung soll abgeschafft werden. Dies ergab eine Umfrage im Herbst 2018. Demnach sprechen sich 84 Prozent für die Abschaffung der Zeitumstellung aus. Unter den 4,6 Millionen Teilnehmern der Studie waren rund drei Millionen Deutsche. Dies berichtet die Deutsche-Presse-Agentur.

Die eigentlich für 2019 geplante Abschaffung der Zeitumstellung musste die EU-Kommission jedoch verschieben. Die Pläne der Kommission hätten vorgesehen, dass die Umstellung auf Sommerzeit im März 2019 das letzte Mal vorgenommen worden wäre. In Staaten mit Winterzeit wäre die letzte Umstellung im Herbst erfolgt. Mitgliedsstaaten der EU forderten jedoch mehr Vorlaufzeit, um eine Entscheidung zu treffen. Als Kompromiss schlug Österreich deshalb im vergangenen Jahr vor, 2021 die Zeitumstellung abzuschaffen. Laut der Deutschen-Presse-Agentur liegt für diesen Vorschlag eine breite Zustimmung vor.

Unabhängig von den Plänen der EU, liegt die Festlegung welche Zeit ganzjährig gelten soll, im Ermessen des jeweiligen EU-Staates. Legen also alle Staaten ihre eigene Zeit fest, könnte es zu einem europäischen Flickenteppich aus Zeitzonen kommen.

"Frühestens 2021 ist es soweit": Abschaffung Zeitumstellung in Europa verschiebt sich

"Frühestens 2021 ist es soweit, dass die Zeitumstellung beendet wird, sagte Norbert Hofer, Verkehrsminister Österreichs und Vorsitzender der EU-Länder, laut dpa. Peter Altmeier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, positionierte sich hingegen klar: Die Mehrheit der Deutschen habe eine eindeutige Präferenz. Deshalb plädiere er für eine Abschaffung der Zeitumstellung und eine dauerhafte Sommerzeit, so Altmaier im Interview mit der Funke Mediengruppe.

Derzeit existieren drei Zeitzonen in der EU:

 

  • In Deutschland sowie 16 weiteren Staaten herrscht die gleiche Uhrzeit - die "MEZ", die sogenannte "Mitteleuropäische Zeit". Zur "MEZ"-Zone zählen Spanien, Polen, Kroatien, Italien, Dänemark, Frankreich, Belgien, Österreich und die Niederlande.
  • Auf Zypern, in Finnland, Rumänien, Litauen, Estland, Lettland, Griechenland und Bulgarien gilt die sogenannte "OEZ" - die "Osteruopäische Zeit". Diese Länder sind eine der "MEZ" eine Stunde voraus.
  • Zudem gibt es eine dritte Zeitzone - die "WEZ", das ist die "Westeuropäische Zeit". Irland, Portugal und Goßbritannien sind davon betroffen.

 

Peter Liese (CDU), Abgeordneter im EU-Parlament sieht kein Problem darin, dass EU-Staaten unterschiedliche Sommer- beziehungsweise Winterzeit-Modelle anwenden: "Portugal hat eine andere Zeit als Spanien, und Finnland hat eine andere Zeit als Schweden. Daher wäre es kein Problem, wenn sie einige Mitgliedsstaaten für die ständige Winterzeit und andere für die ständige Sommerzeit aussprechen". Der CDU-Politiker betonte jedoch, dass es eine einheitliche Entscheidung bezüglich der Abschaffung der Zeitumstellung geben müsse, insbesondere vor dem Hintergrund eine EU-weiten Binnenmarktes.

Winterzeit 2019: 10 Fakten zur Zeitumstellung, die Sie noch nicht wussten

Winterzeit: Die Zeitumstellung senkt nicht den deutschen Stromverbrauch

Das Umweltbundesamt gab bekannt, dass senkt die Zeitumstellung nicht den Stromverbrauch. Im Sommer schaltet man am Abend zwar weniger das Licht an, dafür werde aber im Frühjahr und Herbst deutlich mehr geheizt. "Durch das Vor- und Zurückstellen der Uhren sparen wir keine Energie", heißt in der Stellungnahme. Auch aus der Wirtschaft hagelt es Kritik an der Zeitumstellung. Der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft kritisierte die Zeitumstellung in der Pressemitteilung: "Die deutsche Energiewirtschaft kann seit Jahren keine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen." Der Verband fordert stattdessen den Hebel bei der Energieeffizienz anzusetzen. Wer etwas für die Umwelt tun möchte, könne bei Geräten wie Heizungen ansetzen. Oftmals seien Heizungen älter als 20 Jahre. Diese Geräte entsprächen nicht dem Stand der Technik und produzieren hohe CO2-Emissionen, so der BDEW.

Lesen sie passend dazu auf inFranken.de: Winterzeit 2019 - diese Nachteile bringt die Zeitumstellung

tu/ans/ry

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