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Eckel-Alarm! Jetzt ziehen sich Wanzen in Wohnungen zurück - wie kannst du sie fernhalten?

In den kalten Monaten suchen Wanzen Zuflucht in unseren Kellern und Wohnungen. Du solltest die Wanzen auf keinen Fall töten - besser ist es, sie direkt aus deiner Wohnung fernzuhalten.

Es ist wieder die Zeit, in der die Wanzen in unserer Keller, Häuser und Wohnungen kommen: Draußen wird es immer kälter und ungemütlicher. Nicht nur die Menschen versuchen, der Kälte durch heißen Tee, dicke Wolldecken und aufgedrehte Heizungen zu entfliehen. Auch Wanzen kommen in unsere Wohnungen, um sich vor dem Wetter zu schützen.

Doch sind die Insekten für den Menschen gefährlich? Nein! Von den Wanzen geht weder für uns, noch für unsere Wohnungen Gefahr aus. Sie beißen nicht, stechen nicht und übertragen auch keine Krankheiten. Das einzige, was man "Stinkwanzen" ankreiden kann, ist ein übel riechendes Sekret, das sie absondern, wenn sie sich bedroht fühlen oder zerquetscht werden. Nur ein weiterer Grund, die Tiere am besten nicht zu töten.

Eine Wanze kann bis zu 450 Eier legen

In den meisten Fällen dringen Wanzen beim Lüften, über Jalousiekästen oder offene Türen ein. Wenn du eine Wanze bei dir vorfindest, musst du keine Angst vor dem Tierchen haben. Du solltest es jedoch trotzdem so schnell wie möglich wieder vor die Tür befördern, da eine Wanze alleine in kürzestem Zeitraum bis zu 450 Eier legen und sich damit äußerst schnell vermehren kann. Um eine Wanzenplage zu vermeiden, heißt es also schnell handeln!

Zudem musst du dir keine Sorgen um die Sauberkeit bei dir zuhause machen. Die Wanzen in der Wohnung sind kein Zeichen von mangelnder Hygiene. Die Tiere werden durch Licht und Wärme angezogen und lassen Essensreste oder Schmutz links liegen.

Um den unerwünschten Besuch zu vermeiden, kannst du darauf achten, beim abendlichen Lüften das Licht auszulassen. Wenn das Licht wegfällt, ist deine Wohnung für die Tierchen schon nur noch halb so interessant.

Wie kann ich verhindern, dass die Wanzen ins Haus kommen?

Auch solltest du deine Fenster weitestgehend geschlossen lassen. Wenn du das nicht möchtest, dann kannst du die Fenster mit einem Fliegengitter ausrüsten, um eine physische Barriere zu schaffen.

Mehr Informationen und Kaufen

Achte darauf, dass die Ritzen deiner Fenster und Türen gut abgedichtet sind. Die Stinkwanze wird zum Beispiel nur 12 bis 13 Millimeter groß und kann dadurch auch durch kleinste Lücken und Löcher schlüpfen. Sollten es doch ein paar der Tierchen durch die Abwehr geschafft haben, gilt es Folgendes zu beachten:

Das Töten der Wanzen solltest du nach Möglichkeit vermeiden. Natürlich möchte niemand das Bett mit einer Stinkwanze teilen, den Tod hat das Tier aber nicht verdient. Weiterhin sondern die Wanzen beim Zerdrücken ein übelriechendes und klebriges Sekret ab, das vermutlich mehr Ärger und Ekel hervorrufen dürfte, als das Tier an sich.

Die Wanzen sind schon im Haus - was jetzt?

Natürlich gibt es die Möglichkeit, die Tierchen mit dem Staubsauger einzusaugen - auch davon wird aber abgeraten. Die Wanzen verenden elendig im Staubsaugerbeutel, und es breitet sich ein unangenehmer Geruch im Beutel aus.  Um die Wanzen schnell und einfach zu entfernen, nutze am besten ein Glas und ein stabiles Stück Papier. Fang die Wanze mit dem Glas ein und schiebe das Papier einfach unter die Glasöffnung. So kannst du das Tier aus der Wohnung tragen und freilassen, ohne es tatsächlich berühren zu müssen.

Weltweit gibt es über 40.000 Wanzenarten - davon sind ungefähr 1000 in Deutschland heimisch. Es ist jedoch eine zunehmende Tendenz zu verzeichnen, welche sich auf den Klimawandel zurückführen lässt: Immer mehr Wanzenarten siedeln sich in Deutschland an.

Ein Beispiel sind die mediterranen Randwanzen, welche ihr Lebensgebiet immer weiter in den Norden ausdehnen. Es kann also sein, dass wir in den nächsten Jahren im Herbst immer mehr Besucher in unseren Wohnungen auffinden werden.

Bettwanzen: Der gefährliche Namensvetter

Auch wenn sich die Bettwanze den Nachnamen mit Stinkwanzen, Kiefernwanzen, Feuerwanzen & Co. teilt, hat sie mit ihren Namensvettern wenig zu tun. Denn im Gegenteil zu diesen ist sie alles andere als harmlos. Die Bettwanze ernährt sich nicht von Obst oder Früchten - sondern von Blut. Sie beißt uns und hinterlässt juckende Quaddeln auf der Haut. Das Schlimmste aber ist, dass man sie kaum wieder loswird, wenn sie einmal den Weg ins Haus beziehungsweise Bett gefunden hat. Da hilft meist nur noch der Kammerjäger. Die gute Nachricht: In Deutschland ist die Bettwanze so gut wie ausgerottet. Es besteht aber immer die Chance, sie aus anderen Ländern als blinder Passagier einzuschleppen. 

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Vorschaubild: © Jan Ebert