Vergleicht man die Strompreise aus dem öffentlichen Stromnetz mit dem umgerechneten Preis, den dich der Strom vom eigenen Dach kostet, so steht fest: Mit einer eigenen Solaranlage fährst du auf Dauer günstiger. Der Strom aus dem öffentlichen Netz liegt laut Verivox im Dezember 2022 bei durchschnittlich 43,3 Cent je Kilowattstunde (kurz kWh). Auf der anderen Seite schlagen die umgerechneten Kosten einer kleinen bis mittelgroßen Solaranlage (von bis zu 30 Kilowattpeak, kurz kWp) derzeit mit 5,9 bis 11 Cent je kWh zu Buche (Quelle: Aroundhome.de). Der Preisunterschied von bis zu 37 Cent ist an diesem Beispiel deutlich zu sehen. In Zukunft wird die Differenz noch größer sein, schließlich wird der Strompreis laut Expertinnen & Experten noch weiter steigen. 

Natürlich schlägt eine Solaranlag erstmal mit hohen Anschaffungskosten zu Buche, im laufenden Betrieb entstehen außerdem immer wieder Wartungskosten. Daher stellt sich die Frage, ab wann eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich ist und womöglich sogar eine Rendite abwirft. Dies hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, die wir dir im Folgenden vorstellen: 

PV-Anlage planen: Diese Faktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit & Rendite 

Die Wirtschaftlichkeit deiner Solaranlage hängt von mehreren Faktoren ab, die nicht alle zu 100 % vorherzusagen sind. Daher kommen mitunter Prognosen zum Einsatz, die mit Vorsicht zu betrachten sind. Allgemein lässt sich allerdings festhalten, dass je teurer die Stromkosten des öffentlichen Netzes sind und je höher der Eigenverbrauchsanteil ist, desto eher rentiert sich die Anschaffung einer Solaranlage. Damit einher geht auch: Je früher sich die Kosten der Solaranlage amortisieren, desto besser ist die Wirtschaftlichkeit/Rendite. Die Amortisationsdauer ist wiederum abhängig vom Ertrag deiner Solaranlage.

Dank des PV-Vergleichs von Aroundhome* findest du den passenden regionalen Anbieter, welcher dich bei deinem PV-Projekt unterstützt. Bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit deiner Solaranlage solltest du folgende Faktoren betrachten:

#1: Solaranlage mieten vs. kaufen, mit oder ohne Finanzierung: Diese Modelle gibt es

Die hohen Anschaffungskosten für eine Solaranlage können vermieden werden, wenn man die Solaranlage mietet. So zahlt man nur eine monatliche Rate und profitiert je nach Anbieter von bestimmten Service-Leistungen (wie Inklusiv-Wartung o. Ä.). 

Wenn du dich allerdings dazu entschieden hast, deine Solaranlage zu kaufen, kannst du einen Solarkredit aufnehmen. Dabei solltest du beachten, dass der Zinsaufwand deinen Gewinn mindert. Neben einer neuen Solaranlage gibt es auch die Möglichkeit, eine gebrauchte Solaranlage zu erwerben.

Wie schlägt sich meine Entscheidung auf die Wirtschaftlichkeit der PV nieder? Beim Kauf  ist die Rendite üblicherweise höher. Denn hier muss der Anbieter die Solaranlage nicht für dich zwischenfinanzieren - zusätzliche Kosten für Kredite, die sich in der monatlichen Miete niederschlagen und die Rentabilität drücken entfallen. Aber die Miet-Solaranlage hat unbestritten viele Vorteile  - in unserem großen Artikel zu "Solaranlage für 0 Euro Anschaffungskosten: Jetzt unabhängig von Preissteigerungen machen" stellen wir die Lösung von Enpal vor. Miet-PV in deiner Region verfügbar? Hier geht's zum Schnell-Check von Enpal.*

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 #2: Die Höhe der Anschaffungskosten

In den vergangenen 10 bis 15 Jahren konnte man beobachten, dass die Investitionskosten einer Solaranlage stetig gesunken sind. Steigende Rohstoffpreise, Störungen in den Lieferketten und Produktionsprobleme aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs haben die Preise in den letzten zwei Jahren allerdings wieder zum Steigen gebracht. Am Ende bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis - und die Nachfrage ist seit Anfang 2022 durch die Decke gegangen. 

Welchen Einfluss habe ich auf die Anschaffungskosten, um so die Rentabilität meiner PV zu erhöhen? Die Antwort ist einfach: Vergleichen lohnt sich immer! Angefangen bei der Frage, ob ich die Solaranlage kaufe oder mich gegebenenfalls für ein Miet-Modell entscheide. Unabhängig vom Modell lohnt es sich immer, Angebote mehrerer Anbieter einzuholen und diese miteinander zu vergleichen. So kommst du am Ende an das PV-Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Tipp: Vergleichsplattformen wie Aroundhome oder Solaranlagen-Portal.com helfen dir dabei, die Solaranlage zugeschnitten auf deine Anforderungen und/oder zum besten Preis zu finden: 

Aktuell kann man mit Anschaffungskosten von 13.000 bis 19.000 Euro  für eine PV-Anlage mit einer Leistung von 10 kWp rechnen. Und mit 6.000 bis 8.000 Euro für eine Leistung von 4 kWp (Quelle: Aroundhome). Wird die Solaranlage durch einen Stromspeicher erweitert, entstehen entsprechend höhere Kosten. Es liegt auf der Hand, dass steigende Investitionskosten eine längere Amortisationsdauer nach sich ziehen und die Rendite so drücken. So oder so kannst du diese mit den folgenden Faktoren positiv beeinflussen.

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 #3: Der zu erwartende Stromertrag

Je mehr Strom deine Solaranlage produzieren kann, desto wirtschaftlicher ist diese. Um den Ertrag zu erhöhen, solltest du bei der Planung die Ausrichtung deiner PV-Anlage beachten. Den maximalen Ertrag erzielst du, wenn die Solarmodule Richtung Süden ausgerichtet sind. Außerdem muss bei der Ertragsrechnung auch die Neigung des Daches einbezogen werden.

In unserem Artikel zur Optimierung von Photovoltaikanlagen findest du eine Neigungswinkeltabelle, die dir bei der Planung hilft. In dem Artikel "Solaranlage: Das musst du vor dem Kauf wissen" stellen wir die Formel zur Errechnung der zur Verfügung stehenden Montagefläche - hier thematisieren wir Einschränkungen wie Verschattungen oder Asbestbefall. 

Vor der Frage des PV-Ertrags gilt es also zunächst zu klären, ob das Hausdach oder Lage für eine Solaranalage geeignet sind. Wenn Ausrichtung und Neigung optimal sind und keine sonstigen Einschränkungen vorliegen, steht dem PV-Projekt nichts im Wege. Neben der o. g. Südausrichtung ist auch die Ost-West-Ausrichtung gut geeignet, um Erträge zu erhöhen. Bei der Dachneigung sind 30 bis 55 Grad optimal. Wer diese Parameter insbesondere bei der Planung eines Neubaus mit einbezieht, hat zukünftig viel Freude an der PV.

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#4: Der Eigenverbrauchsanteil mit der Frage nach dem Stromspeicher

Gerade Haushalte mit hohen Stromverbräuchen (z. B. Familien, Haushalte mit E-Auto) setzen auf Eigenverbrauch, um so die Kosten für zugekauften Strom aus dem Netz zu minimieren. Ein Stromspeicher macht deinen PV-Strom auch in Dunkelflauten (also z. B. am späten Abend) nutzbar - damit erhöhst du den Autarkiegrad. Besitzt du keinen Stromspeicher, wird der überschüssig produzierte Strom in das öffentliche Netz eingespeist, hierfür erhältst du eine Vergütung (die EEG-Sätze für Teil- oder Volleinspeiser kannst du hier nachlesen).

PV-Anlagen mit Solarspeicher bringen einen Autarkiegrad von 60 bis 80 %. Ohne Energiespeicher kannst du von einem Eigenverbrauchsanteil von 20 % ausgehen. Grundsätzlich gilt: Mit Speicher musst du weniger Strom zukaufen, was sich erstmal positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt. Aber natürlich muss man die Kosten für die Anschaffung des Speichers in die Rechnung mit einbeziehen - der PV-Fachbetrieb deines Vertrauens berät dich dabei, ob sich ein Speicher für dich lohnt oder nicht (via Solaranlagen-Portal.com bis zu 5 Angebote inkl. Solarberatung anfragen*).   

Welchen Effekt hat der Eigenverbrauchsanteil also? Mit Blick auf die steigenden Stromkosten und die derzeitige Einspeisevergütung macht sich ein hoher Eigenverbrauchsanteil für dich und die Rendite der PV-Anlage bezahlt. Der Preis von Solarstrom ist deutlich günstiger als der des öffentlichen Netzes, weshalb sich in vielen Fällen die Speicherung von Strom zum Eigenverbrauch langfristig gesehen mehr lohnt.

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#5: Die zukünftige Strompreisentwicklung

Auch äußere Faktoren wie die Entwicklung des Strompreises beeinflussen, ob eine Solaranlage rentabel ist oder nicht. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG) steigt die Einspeisevergütung, wodurch PV-Anlagen attraktiver werden. Zudem erhältst du eine staatliche garantierte Vergütung von 20 Jahren für die Einspeisung deines selbsterzeugten Stroms in das öffentliche Netz. Welche Neuerungen das EEG 2023 noch bringt, erfährst du in dem Artikel "Photovoltaik-Förderung steigt 2023: Was Eigenheimbesitzer jetzt wissen müssen".

Daneben stellt sich die große Frage, wo sich der Strompreis hin entwickelt. Klar ist, je höher der Strompreis klettert, desto mehr lohnt sich eine Solaranlage. In den letzten fünf Jahren ist der durchschnittliche Strompreis für Haushalte kräftig gestiegen, das zeigt die Strompreisanalyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.:

  • 2018: 29,47 Ct/kWh
  • 2019: 30,46 Ct/kWh
  • 2020: 31,81 Ct/kWh  
  • 2021: 32,16 Ct/kWh
  • 2022: 43,30 Ct/kWh (Stand Dezember 2022)

In der Sendung 'plusminus' vom 12. Oktober 2022 interviewt Das Erste den Gründer der Stromberaterfirma First Energy, Markus Barella, welche eine erste Prognose für die Strompreise 2023 aufstellt. Barella prognostiziert: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Preise für Verbraucher perspektivisch auf dem doppelten Niveau von heute liegen werden". Unser Tipp: Mit dem Photovoltaikrechner von Stiftung Warentest kannst du die Rendite deiner Solaranlage berechnen lassen. Bei der Bestimmung der Wirtschaftlichkeit werden u. a. auch Faktoren wie die Strompreisentwicklung herangezogen. Das Ergebnis des Rechners dient nur als Richtwert, nichtsdestotrotz kannst du dir hiermit ein gutes Bild machen. 

Welche Rolle spielen steigende Strompreise also bei zukünftigen PV-Projekten? Wie bereits eingangs bei den Anschaffungskosten ausgeführt, sind die Preise für PV-Anlagen in den letzten zwei Jahren gestiegen. Nachfrage bestimmt den Preis. Solange die PV-Preise aber nicht im gleichen Maße steigen wie der Strompreis, wird sich das immer positiv auf die Wirtschaftlichkeitsrechnung deiner PV auswirken. Strompreise von 70, 80 Cent oder mehr spielen PV-Besitzern zukünftig also in die Karten.

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#6: Möglichkeiten der staatlichen Förderung & Steuervorteile

Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten, Fördergelder vom Staat zu erhalten. Die unterschiedlichen Förderungen durch den Bund oder die Länder variieren je nach Bauprojekt. Da die Anschaffung einer Solaranlage allerdings einen großen Beitrag zur Energiewende beiträgt, lohnt es sich, eine passende Förderung in Anspruch zu nehmen. In unserem beliebten Serviceartikel erfährst du mehr über das Förderpaket 2022.

Nicht nur bei der Anschaffung kannst du sparen, sondern auch bei deiner Steuererklärung. Wie du die Anschaffungskosten abschreiben kannst, ob sich ein Investitionsabzug realisieren lässt und wie du verschiedene Steuersparmodelle kombinieren kannst, erfährst du bei deinem Steuerberater oder deiner Steuerberaterin.

Welche Steuervorteile gibt es, um die Rendite meiner PV zu erhöhen? Hier hat die Bundesregierung für 2023 einige Erleichterungen auf den Weg gebracht: So sind zukünftig die Einnahmen von Anlagen bis 30 kWp von der Einkommens- und Gewerbesteuer befreit. Bis Ende 2022  lag die Grenze bei 10 kWp, bis zu der Solaranlagen auf Antrag bei den Finanzämtern als sogenannte 'Einkünfte aus Liebhaberei' steuerfrei zu stellen sind. In unserem großen Artikel zum Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG) kannst du alles Wissenswerte dazu nachlesen. Außerdem hat die Ampel beschlossen, dass in 2023 bei Lieferung, Erwerb, Einfuhr und auch Installation von Solaranlagen die Umsatzsteuer entfällt - bei einer PV mit einem Bruttopreis von heute 20.000 Euro würdest zu nun also über 3.000 Euro sparen. Faktoren, die deine PV noch wirtschaftlicher machen.

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Solaranlage anschaffen - Jetzt sparen mit dem Anbietervergleich

Der erste Schritte zu einer Photovoltaikanlage mit einer hohen Rendite ist ein Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Anbietervergleiche erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Diese bieten wir die Möglichkeit, aus gleich mehreren Angeboten von verschiedenen regionalen PV-Anbietern das für dich passende auszuwählen. Zudem kannst du dich darüber informieren, ob sich ein Stromspeicher für dich lohnt, welche Förderungen greifen uvm.

Um dir gleich mehrere Solaranlagenangebote von Fachbetrieben einzuholen (viele davon in deiner Nähe) sind nur wenige Klicks nötig. So einfach geht's:

  1. Öffne die Website des Online-Vergleichs deiner Wahl (Aroundhome*, Solaranlagen-Portal.com*, Solaranbietercheck*, Selfmade Energy*)
  2. Nutzungsart wählen (z. B. Einspeisung oder Eigenverbrauch)
  3. Formular ausfüllen (u. a. Personen im Haushalt, Dachform, Miete vs. Kauf...)
  4. Postleitzahl hinterlegen, um Angebote aus deiner Region zu erhalten
  5. Name & Kontaktmöglichkeiten hinterlegen
  6. Absenden, um Angebote zu erhalten (ggf. muss noch Email-Adresse bestätigt werden)
  7. PV-Angebote vergleichen, Favoriten auswählen & dauerhaft Stromkosten sparen
Weiter zum kostenlosen Service von Aroundhome* Jetzt Service von Solaranlagen-Portal.com nutzen* Bis zu 30 % sparen mit Anbietervergleich von Solaranbietercheck.de* PV-Angebote mit Selfmade Energy in Echtzeit vergleichen*

Fazit: So wird die Wirtschaftlichkeit deiner PV beeinflusst

Faktoren wie die Anschaffungskosten deiner Solaranlage kannst du durch Vergleichen stark beeinflussen. Auf andere Faktoren wie die Strompreisentwicklung hast du keinen Einfluss. Zu der Frage nach der Nutzung deines Solarstroms (Eigenverbrauch vs. Teil- oder Volleinspeisung) berät dich ein Solarteur unter Berücksichtigung des Bedarfs (z. B. nur Haushaltsstrom vs. Haushalt und E-Auto).

So oder so solltest du für eine seriöse Wirtschaftlichkeitsrechnung einen PV-Fachbetrieb deines Vertrauens aufsuchen - nur dieser kann eine Einschätzung abgeben, ob und wie viel Rendite die geplante PV abwirft. Die Anbietervergleiche von Aroundhome*, Solaranlagen-Portal.com* und Selfmade Energy* helfen dir dabei, den passenden Betrieb für dein PV-Projekt zu finden. 

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