Seit 2022 kennen den Strompreise nur noch einen Weg: nach oben. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage (kurz: PV) machst du dich unabhängiger vom Markt und damit auch von Inflation und Preissteigerungen. Besonders rentabel ist die Investition dann, wenn du nur noch wenig teuren Strom aus dem Netz dazu kaufen musst. In unserem Artikel zeigen wir fünf Wege auf, wie du den Eigenverbrauchsanteil ankurbelst - und damit auf die Wirtschaftlichkeit deiner Solaranlage einzahlst: 

Photovoltaikanlage: Faktoren für Wirtschaftlichkeit mit Rechenbeispiel

Die Wirtschaftlichkeit deiner Solaranlage hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben den Investitionskosten oder den Kosten für Reparatur und Wartung spielt die Höhe des Eigenverbrauchs dabei eine entscheidende Rolle. Denn kräftig sparen kannst du mit einer PV-Anlage nur, wenn die Kosten für den eigens erzeugten Strom deutlich geringer ausfallen, als die für Strom aus dem Netz. Da die Strompreise aktuell immens steigen, lohnt sich die Investition also umso mehr. Diese Faktoren spielen in die Rendite deiner Solaranlage: 

  • Anschaffungskosten
  • Betriebskosten (Reparatur und Wartung, aber auch Versicherung)
  • Ertrag deiner Solaranlage
  • Kosten für den zugekauften Strom aus dem Netz
  • Höhe der Einspeisevergütung
  • Lebensdauer der Anlage (Schätzwert)
  • ggf. Zinsen bei der Aufnahme eines Kredites
  • Besteuerung bei Anschaffung & Betrieb
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Der mit einer PV-Anlage selbst erzeugte Strom kostet rund 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Der Strom aus dem Netz kostet aktuell durchschnittlich 43 Cent (Stromvergleich bei Verivox) - Tendenz steigend. Bei hundert Prozent Eigenversorgung würdest du also zwischen 31 und 35 Cent pro Kilowattstunde sparen. Und je höher die Stromkosten steigen, desto schneller amortisiert sich deine PV-Anlage. Der kostenlose Online-Vergleich von Aroundhome* hilft dir bei der Suche nach passenden Fachbetrieben aus deiner Region.

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Stromkosten sparen durch Solaranlage: Kleiner vs. hoher Eigenverbrauch

Die Ersparnis durch einen höheren Eigenverbrauch lässt sich relativ einfach berechnen, indem du den Strompreis deines Energieversorgers mit der Solarstrommenge, die du tatsächlich selbst verbrauchst, multiplizierst. 

Hier ein Rechenbeispiel für eine vierköpfige Familie, für das wir von einem Netzstrompreis von 43 Cent pro kWh und dem Betrieb einer Solaranlage mit 6 Kilowatt-Peak (kWp) ausgehen. Die Beispiel-Solaranlage produziert insgesamt etwa 5.400 kWh Solarstrom pro Jahr - hier die Ersparnis in Verbindung mit einem Eigenverbrauchsanteil von 30 versus 70 Prozent:  

  • 43 Cent Netzstromkosten pro kWh
  • * 1.620 kWh Solarstromverbrauch (entspricht 30 Prozent von 5.400 kWh)
  • = ca. 700 Euro Ersparnis pro Jahr
  • 43 Cent Netzstromkosten pro kWh
  • * 3.780 kWh Solarstromverbrauch (entspricht 70 Prozent von 5.400 kWh)
  • = ca. 1.650 Euro Ersparnis pro Jahr

In beiden Fällen kommt zur Ersparnis bei den Stromkosten zusätzlich noch die EEG-Vergütung für die Einspeisung des überschüssigen Stroms hinzu. Wie die Beispiel-Rechnung zeigt, lohnt sich eine Solaranlage also umso mehr, desto höher der Eigenverbrauch ausfällt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die du teilweise bereits bei der Planung deiner PV-Anlage berücksichtigen solltest.

Ganz ohne hohe Anschaffungskosten kommst du an eine eigene Solaranlage, die PV zur "Miete" - zum Beispiel beim beliebten Anbieter DZ4, wo ein Rundum-Sorglos-Paket inbegriffen ist. Außerdem kannst du wählen, ob du ein Energiemanagementsystem und/oder einen Stromspeicher dazu mieten möchtest (hier mir wenigen Klicks Verfügbarkeits-Check für deine Region machen*).

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Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen: 5 Tipps, die auf die Rendite einzahlen

Um deinen Eigenverbrauch zu erhöhen, hast du mehrere Möglichkeiten. Ziel ist, möglichst wenig Energie aus dem Stromnetz beziehen zu müssen. Darauf kommt es bei Anschaffung & Betrieb an:

1. Entscheidend für hohen Eigenverbrauch: Solaranlage mit Stromspeicher ausstatten

In der Nacht oder bei bewölktem Wetter, wenn deine PV-Anlage keinen oder weniger Strom produziert, werden deine Elektroinstallationen und Elektrogeräte automatisch mit Strom aus dem Netz versorgt. Um das zu umgehen, ist ein Batteriespeicher die beste Möglichkeit. Stromüberschuss wird gespeichert und versorgt dich in Zeiten, in denen deine Solaranlage nicht produziert. Du hast auch die Möglichkeit, deine PV-Anlage mit einem Stromspeicher nachzurüsten.

Zum Thema Solarstromspeicher erfährst du mehr in diesem Artikel: Wie sinnvoll ist eine Solaranlage mit Speicher? Kosten für Anschaffung & Betrieb - was dir 2023 in die Karten spielt 

2. Optimale Ausrichtung & Neigung für maximalen Ertrag

Auch die richtige Ausrichtung deiner PV-Anlage ist wichtig für einen möglichst hohen Eigenverbrauchsanteil. Allerdings solltest dich mit dieser Option schon vor der Installation auseinandersetzen.  Inwiefern du die Anlage optimal ausrichten kannst, hängt bei bestehenden Häusern von der Lage, möglicher Verschattung und der Beschaffenheit des Daches ab. Wenn du dein Haus neu baust, hast du die Möglichkeit, die Ausrichtung bereits in die Planung mit einzubeziehen. Maximale Erträge erreichst du mit einer Süd-Ausrichtung, aber auch eine Ost-West-Ausrichtung ist lohnenswert.

Mehr zur optimalen Ausrichtung deiner Solaranlage erfährst du in diesem Artikel: Tabelle verrät, welcher Ertrag möglich ist - 5 Optimierungs-Tipps

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3. Eigenverbrauch durch E-Auto oder Wärmepumpe erhöhen

Wärmepumpen nutzen die Energie aus der Umwelt und wandeln diese in Wärme um, die du dann zum Heizen nutzen kannst. Dazu benötigen sie Strom. Wenn das mit Strom aus dem Netz von statten geht, ist das natürlich eine teure Angelegenheit. Die Verbindung mit deiner Solaranlage allerdings ist eine gute Gelegenheit, den Eigenverbrauch der Solarenergie zu erhöhen und so gleichzeitig beim Heizen zu sparen. Tipp: Die Expertinnen & Experten von heizungsfinder.de bieten eine Angebotsanfrage für Wärmepumpen an. Auch ein E-Auto oder die Warmwasserproduktion sind dafür geeignet, den Eigenverbrauchsanteil zu steigern.

Sieh dir zum Thema Wärmepumpe und PV auch diesen Artikel an: Solaranlage mit Wärmepumpe kombinieren: Diese Komponente komplettiert das Erfolgs-Team!

4. Gezielte Nutzung & Steuerung von Elektrogeräten: Strom dann nutzen, wenn er produziert wird 

Wenn du Haushaltsgeräte gezielt nutzt, kannst du ebenfalls den Eigenbedarf erhöhen.  Am besten gelingt das, wenn du zum Beispiel die Waschmaschine, den Wäschetrockner oder den Geschirrspüler laufen lässt, wenn die PV-Anlage Strom produziert - also untertags. Wenn du zum Beispiel vor Sonnenaufgang zur Arbeit gehst und erst spät heimkommst, hast du die Möglichkeit, die Geräte mit einer Zeitschaltuhr in Gang zu setzen.

Falls dein Haus mit einem entsprechenden Smart Home-System ausgestattet ist, kannst du das auch über eine App erledigen. Wenn es um wasserverbrauchende Geräte geht, solltest du dich vorher mit deiner Versicherung absprechen, ob sie eventuelle Wasserschäden übernimmt, wenn du etwa während Wäschewaschens nicht zuhause bist.

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5. SmartHome und Energiemanagementsysteme für optimale Auslastung

In ein Smart Home-System kannst du auch ein Energiemanagementsystem implementieren. Damit kannst du die genauen Zeitpunkte der Nutzung der Geräte einstellen und während des Jahresverlaufes auch ändern. Waschmaschine, Geschirrspüler und Co. setzen sich dann in Gang, wenn die PV-Anlage Strom produziert. Aber nicht nur das: Solche Systeme holen sich Daten aus dem Internet, zum Beispiel das Wetter an deinem Standort. Wenn etwa innerhalb eines Tages unterschiedliche Wetterlagen vorherrschen - vormittags bewölkt, nachmittags Sonnenschein - setzen sich die Geräte zum richtigen  Zeitpunkt in Gang. 

Mehr zum Thema Energiesparen mit SmartHome haben wir hier für dich zusammengefasst: Energie sparen mit Smart Home: Wie kann das funktionieren - lohnt es sich, nachzurüsten?

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Eigenverbrauch steigern: Unser Fazit

Bei den steigenden Strompreisen ist die Erhöhung des Eigenverbrauchs deines erzeugten Solarstromes von großer Bedeutung. Der Eigenverbrauch hat großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit deiner PV-Anlage.  Um diesen zu erhöhen, hast du verschiedene Möglichkeiten, die leicht umzusetzen sind, sofern sie bereits in die Planung der Solaranlage einbezogen werden. 

Ein weiterer Vorteil eines möglichst hohen Eigenverbraus ist die Netzstabilität. Rund ein Viertel im  des deutschen Energiemix stammt aus Windkraft. Die Stärke des Windes kann man nicht beeinflussen.  An Tagen, an dem großflächig starker Wind weht, speisen Windkraftanlagen eine größere Strommenge in das Netz ein. Dadurch kann es zur Überlastung oder zum Ausfall kommen. Das betrifft dich als Betreiber*in einer PV-Anlage nicht oder nur bis zu einem gewissen Ausmaß . Die Gefahr einer Netzüberlastung wird mit erhöhtem Eigenverbrauch geringer.

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