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Photovoltaik

Versicherung für Photovoltaik-Anlagen: Welche benötigt man - und worauf kommt es an?

Mit einer Photovoltaikanlage kann Strom durch Sonnenenergie produziert werden. Beim Einrichten einer solchen Anlage solltest du überlegen, ob du eine Versicherung abschließen möchtest.
Photovoltaik boomt in Deutschland.
Photovoltaik boomt in Deutschland. Foto: CC0 / Pixabay / Solarimo
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  • Photovoltaik: Ein kurzer Überblick
  • Alles über den Versicherungsschutz
  • Fazit

Wer umweltfreundlichen Solarstrom produzieren möchte und unabhängiger von den Strompreisen sein will, kann dies über eine Photovoltaikanlage tun. Bevor die Anlage auf deinem Dach angebracht wird, müssen einige Dinge wie die Wirtschaftlichkeitsberechnung und die Größe der Module bedacht werden. Wichtig ist auch, dass du dir überlegst, ob du eine Versicherung abschließen möchtest.

Kurzüberblick Photovoltaik

Im März 2022 waren nach Angabe des Statistischen Bundesamtes in Deutschland 2,2 Millionen Photovoltaikanlagen installiert. Diese hatten insgesamt eine Nennleistung von 58.400 Megawatt. Des Weiteren macht das Statistische Bundesamt darauf aufmerksam, dass die Stromeinspeisung aus Photovoltaik im 1. Quartal 2022 gegenüber dem 1. Quartal 2021 um ganze 34,7 % gestiegen ist. Es wird klar: Solarstrom wird immer beliebter.

Spielst du mit dem Gedanken, eine Photovoltaikanlage bei dir anbringen zu lassen, ist die vorausgehende Planung wichtig. Ein erster Schritt ist in der Regel, einen groben Richtwert für die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu berechnen. Dies kannst du einfach online über einen Photovoltaik-Rechner tun. Werte wie die Investitionskosten, der Stromertrag und die Rendite werden hierbei mit einberechnet.

Photovoltaikanlagen sind zum einen eine lohnende Investition, wenn du möglichst viel von dem selbsterzeugten Strom selbst nutzt. Den Strom, den du nicht verbrauchst, kannst du ins Stromnetz einspeisen lassen. Eine alternative Variante, die mit dem EEG 2023 ebenfalls attraktiv wird, ist, eine Anlage mit vollständiger Einspeisung zu bauen. Nimmst du jetzt eine Photovoltaikanlage in Betrieb, erhältst du bereits eine höhere Einspeisevergütung pro Kilowattstunde, als es vorher der Fall war. Die Vergütung steigt, wenn du dich entscheidest, deinen Strom vollständig ins Stromnetz einspeisen zu lassen. Hast du Fördermittel bei der bundeseigenen Förderbank KfW für die Photovoltaikanlage beantragt, solltest du mit dem Unterschreiben eines Vertrages abwarten, bis diese bewilligt wurden. 

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Versicherungsschutz für Photovoltaik: Sinnvoll oder nicht?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass es keinesfalls verpflichtend ist, eine Versicherung für die eigene Photovoltaikanlage abzuschließen. Aus verschiedenen Gründen kann es dennoch sinnvoll sein, wenn du dies tust. Am besten fragst du beim Neubau der Anlage direkt bei deinem Wohngebäudeversicherer nach, was eine Versicherung der Anlage kosten würde und was in der Versicherung mit eingeschlossen ist. Grundsätzlich muss eine Photovoltaikanlage bei dem Wohngebäudeversicherer angegeben werden, da die Anlage den Hauswert erhöht und durch letzteren die Versicherungssumme bestimmt wird. Kleinere Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 600 Watt sind in der Regel bereits in der Hausratversicherung enthalten. Auch in einigen Privathaftpflichtversicherungen sind die kleineren Anlagen bereits abgesichert. Hier lohnt es sich, wenn du dich bei deiner Versicherung erkundigst.

Planst du, eine größere und kostspieligere Anlage zu bauen, ist eine spezielle Photovoltaik-Versicherung sinnvoll. Aufgrund des Photovoltaik-Booms gibt es mittlerweile verschiedene Versicherungen, die reagiert haben und eine spezielle Versicherung für die Anlagen anbieten. Entsprechende Versicherungen kannst du beispielsweise auf der Website des Vergleichsrechners photovoltaikversicherung-vergleichen.de finden. Bei einer neuen Anlage mit einem Wert von 20.000 Euro und einer Leistung von 20 Kilowattstunden belaufen sich die Jahresbeiträge etwa um die 50 Euro bis 250 Euro.

Eine solche Versicherung ist aus dem Grund sinnvoll, dass beispielsweise Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Feuer die Anlage beschädigten könnten. Zudem fehlen dir im Falle der Lahmlegung der Photovoltaikanlage Einkünfte, die du durch eine Versicherung ebenfalls abdecken kannst. Eine eigenständige Versicherung für den Ertragsausfall gibt es nicht. Es besteht nur die Möglichkeit, das Risiko innerhalb der Pho­to­vol­ta­ik­-Ver­si­che­rung abzuschließen. Außerdem könnte eine sogenannte Zusatzdeckung für Photovoltaikanlagen, die eventuelle Schäden an der Elektronik durch Tierbisse oder Bedienfehler sinnvoll sein. Wird die Anlage gegen Schäden aller Art versichert, spricht man auch von einer Allgefahrenversicherung.

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Fazit

Zusammengefasst ist es wichtig, im Versicherungsbereich immer den Einzelfall zu betrachten. Bei kleineren Anlagen ist es beispielsweise gut möglich, dass sie bereits durch die Hausratversicherung oder die Privathaftpflicht versichert sind. Bei größeren Anlagen lohnt es sich, wenn du dich über eine spezielle Photovoltaik-Versicherung informierst. Wichtig ist, dass du dir überlegst, was genau in dieser enthalten sein soll und bei Unsicherheiten bei der Versicherung nachfragst.

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