Wenn es um die clevere Nutzung von Energie und mehr Unabhängigkeit von Öl und Gas geht, denken viele Hausbesitzer zunächst an Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung, Solarkollektoren oder Wärmepumpen zur Nutzung von Umweltwärme. Dabei lässt sich bereits durch den intelligenten Einsatz von Sonne, Schatten und Wärmedämmung an den Fenstern der Energieverbrauch eines Hauses optimieren. Rollläden, die an vielen Eigenheimen zur Grundausstattung gehören, bieten dafür sehr gute Möglichkeiten. Im Winter helfen sie bei der Reduzierung der Heizkosten, im Sommer sorgen sie für angenehm kühle Räume.

Wärmedämmen im Winter

Um die Energiesparpotenziale von Rollläden voll zu nutzen, müssen sie optimal steuerbar sein. Das gelingt beispielsweise mit Antrieben und Hausautomationssystemen. Dabei können Lichtsensoren etwa im Winter den Einbruch der Dunkelheit erkennen und den Läden über die Haussteuerung den Befehl zum Schließen übermitteln. Durch das Luftpolster, das sich zwischen geschlossenem Laden und Fenster bildet, entsteht ein zusätzlicher Wärmeschutz an den Hausöffnungen. Bis zu 44 Prozent der eingesetzten Heizenergie lassen sich auf diese Weise einsparen. Tagsüber, wenn die Sonne scheint, werden die Läden automatisch geöffnet und sorgen für solare Wärmegewinne, indem sie die energiereichen Sonnenstrahlen ins Haus einlassen.

Kühlen im Sommer

Im Sommer lässt sich das Verfahren umkehren - eine Erwärmung der Räume durch die Sonne ist jetzt unerwünscht. Innensensoren schließen die Läden, wenn die Sonne in die Räume gelangt. So sorgen sie für kühle Innenraumtemperaturen und machen Kühlgeräte überflüssig. Durch die individuelle Steuerungsmöglichkeit über Funk-Handsender bleiben die Hausbewohner jederzeit Herr der Lage und können die Rollläden unabhängig von der automatischen Steuerung öffnen oder schließen. djd/pt