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Erste eTanks für Wohnhäuser

Mit Langzeitspeichern die Energiewende vorantreiben - Infotag am 11. März in Burghaslach
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Foto: Pixabay
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Premiere in Burghaslach: Erstmals wird in Bayern ein Wohnhaus mit einem "eTank" ausgestattet. Im Rahmen eines Baustellen-Info-Tages informieren Experten am Mittwoch, 11. März, über diese zukunftsweisende Wärmeversorgung. Im Musterhaus der Firma Holzbau Schorr wird hierzu eine Kombination aus innovativem Wärmespeicher, Sonnenkollektoren und Wärmepumpenanlage realisiert. Das System rund um den besonderen Energiespeicher ist für den Neubau wie auch den sanierten Altbau interessant. Von 11 bis 15 Uhr kann man sich im Asternweg 22 in Burghaslach informieren.


Ganzheitlich regenerativ

Das Musterhaus wird vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt. Der eTank dient dabei als Langzeitwärmespeicher. Alle Wärmeüberschüsse, vor allem die aus der Solarwärmeanlage, können im Winter wieder entnommen werden. Mit geringen Verlusten wird vor allem das sommerliche Überangebot bevorratet, mithilfe einer Wärmepumpenanlage das Haus im Winter mit Wärme versorgt. Diese Kombination ermöglicht eine extrem hohe Effizienz, die sich bei den zukünftigen Heizkosten und auch in den Berechnungen für den Energieausweis des Hauses sehr positiv bemerkbar macht. Es werden Jahresarbeitszahlen mit einer Erdwärmepumpe von über 7 erreicht.


Information vor Ort

Experten des eTank-Herstellers deematrix, der Firmen Pröls und Schorr sowie des Solar- und Heiztechnik-Herstellers Solvis informieren Sie über diese hochinteressante und nachhaltige Möglichkeit, Gebäude hocheffizient und mit minimalen Heizkosten zu beheizen. Selbstverständlich ist auch eine Besichtigung des Schorr-Musterhauses möglich.


Hintergrundinformationen zum eTank

Der eTank ist ein innovativer Wärmespeicher. Er liegt in der Erde - beim Neubau direkt unter der Bodenplatte, beim Altbau zum Beispiel neben dem Gebäude. Er besteht bis zu einer Tiefe von etwa 1,5 Metern aus mehreren Schichten Erdreich, in denen Polyethylen-Leitungen verlegt sind. Das gesamte Erdreich wird über die mit Sole gefüllten Leitungen erwärmt: Solarwärme gelangt direkt in den "Erdtank", aber er kann auch Wärmeerträge mit niedriger Temperatur aufnehmen, etwa Wärme aus einer Abluftanlage. Im Sommer ist das System zur Kühlung einsetzbar. Eine intelligente Leitungsführung und das offene System verhindern Überhitzen oder Auskühlung. Mit Hilfe eines Energiemanagers werden Heizwärme- und Trinkwasser-Erwärmung wie auch die unterschiedlichsten Energiebereitstellungsarten überwacht. Die hydraulische Optimierung, Optimierung der Regelung, Optimierung der Erdreich-Wärmeübertrager sind im eTank-System bereits integriert.


Wärmewende

Allzu häufig wird die Energie-Diskussion einseitig mit Blick auf den Strom geführt. Meist wird Energie mit Strom gleichgesetzt und der Begriff Solarenergie allgemein mit Stromerzeugung bzw. Photovoltaik assoziiert. Wenn wir jedoch unseren Energiebedarf etwas genauer betrachten, ist mancher überrascht, dass der Strom nur eine recht kleine Rolle im Gesamtenergiebedarf spielt. Der größte Sektor ist vielmehr die Raumheizung. Nimmt man die Warmwasserbereitung wie auch die Prozesswärme hinzu, so macht die Wärme fast 60 Prozent unseres Energiebedarfes aus, der Stromsektor nimmt sich mit 16 Prozent dagegen recht bescheiden aus. Wer also eine Energiewende will, darf die Bemühungen nicht einseitig auf den Stromverbrauch fokussieren.

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