Beim Ansetzen eines neuen Komposthaufens empfehlen Experten, gesammeltes Grünzeug aus dem Sommer im Herbst als Grundstock für den neuen Komposthaufen zu benutzen. Im Idealfall wird auch noch ein bisschen Kompost aus dem Vorjahr mit beigemischt, um den Zersetzungsprozess zu beschleunigen. Gesteinsmehl und Algen- oder Hüttenkalk werden ebenfalls empfohlen, damit die Geruchsbildung unterbunden wird und der Kompost mineralienhaltiger wird.

Nicht zu viel Rasen und Laub
Für den üblen Geruch einiger Komposthaufen ist oft zu viel mit beigemischter Rasenschnitt verantwortlich. Da das frisch gemähte Gras oft nass ist, steigt die Feuchte im Komposthaufen und er neigt dazu zu Faulen und sogar zu Kippen. Deshalb am Besten das Gras zuerst getrennt trocknen lassen und dann beimischen. Das Gleiche gilt für Laub. Mehr als 20 Prozent sollte dies nicht am gesamten Komposthaufen ausmachen. Da das Laub mancher Bäume nur langsam verrottet, sollte dieses Laub gänzlich im Kompost vermieden werden. Dazu gehören die Blätter von Eichen, Platanen und auch Walnussbäumen

Viel Unterschiedliches hilft viel
Ein Komposthaufen gelingt vor allem dann, wenn er verschiedene „Nahrungsquellen“ hat. Dazu gehören natürlich der klassische Gemüse- und Obstabfall aus der Küche, aber auch klein geschnittene Äste, Strauchreste und das bereits angesprochene Gras und Laub machen sich gut. Es sollte dabei allerdings stets darauf geachtet werden, dass zu große Mengen eines bestimmten Materials nur schwer zu zersetzen sind und den Kompostprozess beeinträchtigen. Hier kann es helfen, für große Mengen neben dem Komposthaufen ein Behältnis anzulegen und zum Beispiel Holzabfälle nach und nach dazu zu geben. Die Zerkleinerung der Kompostabfälle ist generelle ein Expertentipp, der die Geschwindigkeit des Verrottungsprozesses beschleunigen soll.

Was zu vermeiden ist
Einige Abfälle sollten nie auf dem Komposthaufen landen. Dazu gehören Schalen von Zitrusfrüchten und Bananen. Diese sind meist behandelt und das hiesige Ökosystem ist nicht auf deren Zersetzung eingestellt. Auch gekochte Abfälle sollten vermieden werden, da sie leicht Ratten anlocken. Dies gilt in gesteigertem Maße für Fleischreste, die auf keinen Fall in den Kompost gehören.