Die Energie der Sonne nutzen – das kann inzwischen jeder Hausbesitzer. Photovoltaik- und Solaranlagen machen es möglich, die Sonnenstrahlen für sich zu nutzen. Wer darüber nachdenkt, sein Dach mit Sonnenzellen auszustatten sollte sich jedoch erst Gedanken machen, welches Ziel er damit verfolgen will. Solaranlage ist nämlich nicht gleich Photovoltaikanlage.

Photovoltaik und Solar - die Unterschiede
Durch eine Solaranlage wird nämlich durch die absorbierte Wärme etwas anderes – in der Regel Wasser – erwärmt, das dann wiederum genutzt werden kann, entweder als Heizungs- oder Trinkwasser. Eine Photovoltaikanlage macht dagegen aus der Sonnenenergie elektrische Energie: Strom. Auch der Wohnort sollte bei der Entscheidungsfindung durchaus eine Rolle spielen. Denn der Süden Deutschlands bekommt mehr Sonne ab und dortige Photovoltaikanlagen erzielen dementsprechend höhere Erträge als Anlagen im Norden der Republik.

Wenn es an die Finanzierung der gewünschten Anlage geht, gibt es ebenfalls verschiedene Möglichkeiten. In der Regel verlangen Banken für einen Kredit etwa 25 Prozent Eigenkapital. Eine mögliche Hilfe hierbei können Förderkredite der KfW, sowie eventuell in der Kommune geführte Förderprogramme sein. Auch das Marktanreizprogramm „Erneuerbare Energien“ des Bundes stellt eine weitere Förderungsmöglichkeit dar. 

Ist mein Haus in Schuss?
Vor Beginn etwaiger Bauarbeiten sollte außerdem geklärt werden, ob das Haus, dessen Dach mit Solarzellen ausgestattet werden soll, denkmalgeschützt ist und ob das Dach schwache Stellen hat, die auf jeden Fall vor der Installation repariert werden sollten. Für diese müssen nämlich von der Anlage auf dem Dach bis zum Zählerschränk neue Stromkabel verlegt werden. Dies kann entweder über bereits vorhandene Leerrohre geschehen oder unter dem Hausputz. Ein neuer Stromzähler wird für die Einspeisevergütung ebenfalls nötig, falls der Solarstrom auch im eigenen Haus genutzt werden soll auch noch ein zweiter.

Auch drei wichtige Versicherungsaspekte sind vor Inbetriebnahme einer Anlage zu klären. Über eine Wohngebäudeversicherung kann die Solaranlage ebenfalls versichert werden wenn dies mit der Versicherungsgesellschaft ausdrücklich geklärt ist. Wenn die Anlage durch eine Beschädigung ausfällt und keinen Strom erzeugt, kann eine Ausfallversicherung für die entgangenen Erträge aufkommen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass etwa bei einem Unwetter Fußgänger von Teilen der Anlage verletzt werden, kann eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden