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Brennholz

Das ist beim Heizen mit Holz zu beachten

Steigende Gas- und Heizölpreise bringen immer mehr Menschen dazu, im heimischen Kachelofen mit Holz zu heizen. Wir erklären Ihnen, was dabei zu beachten ist.
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Wer sein Heim mit Holz heizen möchte, hat dafür verschiedene Möglichkeiten. Symbolbild: Björn Hein
Wer sein Heim mit Holz heizen möchte, hat dafür verschiedene Möglichkeiten. Symbolbild: Björn Hein
Nachdem die Energiepreise davon galoppieren, überlegen immer mehr Menschen, wie früher mit Holz zu heizen. Dieser Brennstoff belastet die Umwelt weniger als Öl und Gas. Es entstehen bei der Verbrennung weder Schwefeldioxid noch Kohlenmonoxid oder das Treibhausgas Methan. Was zurückbleibt, ist lediglich Asche, Wasserdampf und Kohlendioxid.

So lange, wie nur so viel verbrannt wird, wie Holz nachwachsen kann, wird das Kohlendioxid wieder zum Aufbau der neuen Bäume benötigt. Auch die Holzasche kann als Dünger für die Pflanzen verwendet werden. Somit entsteht ein geschlossener Kreislauf.

Holz, das in einem Ofen fachgerecht verbrannt wird, sorgt für eine behagliche Wärme. Diese ist am ehesten mit der Sonnenwärme zu vergleichen und nicht nur oberflächlich wie bei fossilen Brennstoffen in Heizungsanlagen. Übrigens, ein Raummeter trockenes Laubholz hat den Heizwert von etwa 210 Liter Heizöl oder von 2100 Kilowattstunden Strom. Wer seine Zentralheizung nur in den Wintermonaten einschaltet und für die Übergangszeiten den Kachel- oder Kaminofen einsetzt, spart allein schon damit 30 Prozent an fossilen Brennstoffen. Wer sich aber einmal an den behaglichen Wärmespender Holzofen gewöhnt hat, möchte ihn im Winter nicht mehr missen.

Schwierige Bedienung

Es ist aber nicht so einfach, einen Holzofen richtig zu bedienen. Dabei kann auch etwas schief laufen. Die Umwelt und die Nachbarschaft können bei einer ungünstigen Bestückung leiden. Beim Anschüren sollte man dem Ofen für die Verbrennung eine maximale Luftmenge geben. Wenn das Holz nicht richtig brennt, bilden sich Schadstoffe und im Ofen lagert sich Ruß ab.

Weichholz wie von Weiden und Pappeln brennt besonders schnell an. Ist genügend Glut vorhanden, können größere Scheite aus Hartholz nachgelegt werden. Diese brauchen länger, bis sie Feuer fangen. Der Ofen sollte auch nie zu voll gepackt werden, damit sich keine Holzgase bilden. Besser ist es, öfter kleinere Mengen nachzulegen. Wenn alles schön brennt, kann man die Luftzufuhr drosseln. Das Innere des Ofens sollte hell und frei von Ruß sein. Wenn auch weiße Asche zurückbleibt, hat man alles richtig gemacht.

Wer einen großen Garten, Hecken oder Wald besitzt, hat jetzt die Möglichkeit, Holz einzuschlagen. Dieser Nachwachsende Rohstoff ist aber auch im Forst durch Selbstwerbung zu bekommen. Ein Lehrgang für den richtigen Umgang mit der Motorsäge muss hier nachgewiesen werden. Dies ist auch für den privaten Bereich dringend zu empfehlen, um ide Gefahren zu minimieren. Der Zeitpunkt zum Holzmachen ist jetzt günstig, da der Saft noch kaum in das Holz gestiegen ist. Je früher im Winter eingeschlagen wird, umso besser ist die Qualität des Holzes.

Abholzen kommt Wildhecken zugute

Bei der Landschaftspflege kann man auch gezielt Gehölze verjüngen oder schöne Exemplare frei stellen. Eine fortlaufende Entnahme von überständigem Holz kommt vor allem Wildhecken zugute. Der aufsteigende Saft im Frühjahr sorgt dann für einen neuen Austrieb von der Basis her. So liefern Feldahorn, Hainbuchen, Schlehen und Weißdorn sehr harte Stämme, die einen hohen Brennwert haben. Früher wurde sogar anfallendes Reisig als "Bündla" verarbeitet. Diese sorgten für eine große Hitze im Backofen.

Grundsätzlich muss das geerntete Holz zwei Jahre lang lagern, bevor man es verwenden kann. Der Holzstoß sollte im Gelände an einem luftigen und sonnigen Platz stehen, damit er gut austrocknen kann. Oben wird er dann mit einer Plane abgedeckt, um Regen und Schnee abzuwehren. Von der Seite aber muss der Wind noch durch das Holz streichen können. Auch ist es wichtig, dem Stapel durch Unterlegung von Stämmen oder Holzpaletten Bodenfreiheit zu geben.

Wenn das Holz dann nach zwei Jahren trocken ist, werden die zirka 1,20 Meter langen Stangen oder Stämme ofengerecht klein geschnitten. Wer keine Kreissäge hat, kann diese Arbeit auch mit der Motorsäge machen. Dafür gibt es einen speziellen und zerlegbaren Sägebock. Die Scheite werden dann zuhause unter dem Dach ebenfalls luftig und trocken gelagert. Eine Unterbringung in einem Räumen über einen längeren Zeitraum ist nicht günstig. Holz sollte aber nicht zu lange gelagert werden, da es sonst im Laufe der Jahre an Qualität einbüßt.

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