Ob Klemm-, Gelenk- oder Kassettenmarkise, die Auswahl beim Kauf des perfekten Sonnenschutzes für Terrasse, Balkon und Wintergarten ist groß. Dabei bestehen die größten Unterschiede in Konstruktion und Material. Markisen können sowohl manuell als auch vollautomatisch bedient werden. Die vollautomatische Variante ist mit einem Getriebe mit abnehmbarer Kurbel und einem Elektromotor ausgestattet. Für einen optimalen Bedienkomfort sorgt ein in der Markise integrierter Funkmotor, der per Funk-Handsender gesteuert werden kann. Zusätzlich ist die Integration von Wind-, Sonnenlicht- oder Regensensoren möglich, die die Markise je nach Wetterlage selbstständig ein- oder ausfahren.

Klemmmarkise: einfach und flexibel

Eine einfache und flexible Handhabung verspricht die Klemmmarkise. Da für ihre Anbringung keinerlei Bohrungen an der Hauswand notwendig sind, erfreut sie sich großer Beliebtheit. Besonders Bewohner von Häusern und Wohnungen, bei denen Bohrungen an der Fassade nicht erwünscht oder erlaubt sind, greifen gerne auf die Klemmmarkise zurück. Sie muss nicht dauerhaft an der Hauswand befestigt werden, sondern wird durch einfaches Spannen der Standrohre vor der Fassade aufgestellt. Bei der Montage auf dem Balkon werden die Spannstützen zwischen Boden und Decke geklemmt. Dank ihrer simplen Mechanik ist sie zudem leicht auf- und abbaubar.

Die meisten Klemmmarkisen sind fünf Meter lang, haben eine Ausladung von 150 Zentimetern und verfügen über einen Volant. Sie lassen sich durch Betätigen einer Langhandkurbel auf die gewünschte Position einstellen oder gegen einen Aufpreis durch einen Elektromotor steuern. Das Gestänge besteht in der Regel aus verzinktem und pulverbeschichtetem Stahl. Die Markisen-Bezüge sind in verschiedenen Farben und Designs erhältlich und können nach Belieben zusammengestellt werden.

Gelenkmarkise: der Klassiker

Die wohl gängigste Markisenart ist die Gelenkmarkise. Aufgrund ihres Einsatzorts trägt sie häufig auch die Bezeichnung Terrassen-Markise. Für den Balkon ist die Gelenkmarkise allerdings ebenso gut geeignet. Der Stoffbezug der Markise wird zwischen eine Rolle und einen Metallstab gespannt, welche über Gelenkarme miteinander verbunden sind. Verfügt das Gelenk über eine zusätzliche Neigung, sodass das Markisendach zuerst waagerecht verläuft und dann nach unten abknickt, vergrößert sich die Schattenfläche. Doch Vorsicht: Ist die maximale Ausladung zu kurz, hilft auch die zusätzliche Neigung im Markisengelenk wenig. Deswegen sollte darauf geachtet werden, dass die maximale Ausladung für den Balkon oder die Terrasse ausreicht, um genügend Schatten zu spenden. Die Ausladungsweite kann zwischen 150 Zentimetern und 500 Zentimetern variieren. Für welche Ausladungsweite man sich entscheidet, hängt in erster Linie von den baulichen Begebenheiten, der Ausrichtung des Balkons oder der Terrasse und den vorherrschenden Schatten- bzw. Sonnenverhältnissen ab.

Je nach Modell besitzen die Gelenkarme weitere Stützbalken, um der Konstruktion zusätzliche Stabilität zu verleihen. Die Gelenkstangen bestehen zumeist aus Aluminium. Da das eingefahrene Tuch und die Technik offen liegen und so den Witterungsverhältnissen ungeschützt ausgesetzt sind, empfiehlt es sich, Gelenkmarkisen in einem geschützten Bereich, beispielsweise einer Außenwand mit Dachüberstand anzubringen, um den Stoff vor starken Wettereinwirkungen zu schützen.

Kassettenmarkise: besonders langlebig

Die Kassettenmarkise verfügt, wie auch die Gelenkmarkise, über eine Gelenkkonstruktion, durch die sich das schattenspendende Tuch an einer Rolle ein- und auswickeln lässt. Im Vergleich zur Gelenkmarkise hat sie jedoch einen entscheidenden Vorteil: Dank der Kassette werden Tuch und Gelenkarme in ungenutztem Zustand umschlossen. Die Kassette schützt nicht nur vor Witterung, Schmutz und Sonne, sondern lässt die eingefahrene Markise optisch unauffällig wirken. Diese Art von Markisen sind mit Hand- oder Elektroantrieb zum Ein- und Ausfahren des Sonnenschutzes erhältlich. Auf Wunsch und gegen Aufpreis kann die Kassettenmarkise sogar mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet werden.

Markisenstoffe: von Acryl bis Nano-Material

Die meisten Markisentücher bestehen aus 100 Prozent Markenacryl. Das Material ist spinndüsengefärbt, lichtecht, wetterbeständig und reißfest. Verschiedene Hersteller verwenden aber auch Polyesterfasern oder Polypropylen. Durch Imprägnierung sind die Tücher schmutzabweisend, luftdurchlässig, schnelltrocknend, verrottungssicher sowie wasserabweisend und bis zu einem bestimmten Neigungswinkel bei leichten Niederschlägen regenbeständig. Mit Teflon beschichtete Tücher können einem Wasserdruck von bis zu 330 Millimeter Wassersäulenhöhe standhalten. Neuerdings sind auf dem Markt auch Markisentücher aus Nano-Materialien erhältlich. Diese bestechen durch Langlebigkeit und bieten zudem einen zuverlässigen UV-Schutz. DT