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Pflegeleicht und stilvoll

Fugenlose Bäder sind eine gute Alternative zur herkömmlichen Variante
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Foto: Fotolia/denisismagilov
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Das Badezimmer ist längst mehr als bloß ein Raum, in dem man seiner Körperpflege nachgeht. Es gleicht einem wohnlichen Ort, an dem man entspannt, sich wohlfühlt und verweilen möchten. Das Bad von heute als Lebensraum muss deshalb ganz neuen optischen und praktischen Ansprüchen genügen. Fugenlose Bäder stellen immer häufiger eine attraktive und funktionale Alternative zu herkömmlichen Fliesenbelägen mit Fugen dar. Denn fugenlose Bäder haben gegenüber dem klassischen Kachel-Look gleich mehrere Vorteile: Zum einen bieten Fugen jede Menge Angriffsfläche für Schmutz und Schimmel, denn in ihnen lagern sich Rückstände ab, die sich mit der Zeit kaum noch entfernen lassen. So werden die Fugen nicht nur zu unansehnlich schwarzen Zwischenräumen an Wänden, Decken und Böden, sondern verwandeln sich in eine regelrechte Brutstätte für Bakterien und Schimmelsporen. Ein fugenloses Bad ist deshalb pflegeleicht und hygienisch. Zum anderen macht ein fugenloses Design optisch einiges her. Die herkömmlichen Kacheln erscheinen oft bieder und können vor allem in kleinen Räumen beengend wirken. Fugenlose Wände hingegen strecken den Raum optisch. Sie sind stilvoll und lassen das Badezimmer ruhiger und größer aussehen.

Vielfalt an Materialien

Für den Bau eines fugenlosen Badezimmers kommen verschiedene Materialien in Frage. Ein beliebter Werkstoff hierfür ist Steinspachtel. Dieser besteht aus unterschiedlichen natürlichen Substanzen, die mit Harz gebunden sind. Steinspachtel ist atmungsaktiv und sehr feuchtigkeitsverträglich, weswegen er sich bestens für Oberflächen im Badezimmer eignet. Die feine Struktur von Steinspachtel kann farblich beliebig gestaltet werden und sorgt für eine lebendige Ausstrahlung. Ein Vorteil ist, dass er sich meist problemlos auf alte Fliesen auftragen lässt. So spart man sich die Entfernung der alten Fliesenschicht, die nicht nur Kosten, sondern auch einen Haufen Dreck und Staub verursacht.

Eine weitere Variante beim Bau eines fugenlosen Bades ist Kalkputz. Wie Steinspachtel ist Kalkputz ein Naturprodukt und damit wohngesund und ökologisch. Da der Putz in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und anschließend poliert, verdichtet und mit einer Glätteseife aus Olivenöl überzogen wird, ist das Verarbeiten von Kalkputz sehr zeitintensiv. Die Wand muss außerdem regelmäßig gepflegt und mit einer speziellen Seife behandelt werden, damit die Oberfläche wasserabweisend und schmutzunempfindlich bleibt.

Holz: Rustikal und natürlich

Wer es authentisch-rustikal mag, greift auf Holz zurück. Neben seiner behaglichen Optik und der Natürlichkeit, die es ausstrahlt, bildet Holz zudem einen angenehmen Kontrast zu weißer oder glänzender Badkeramik. Ein weiterer Vorzug: Holz fühlt sich auch bei niedrigeren Temperaturen immer angenehm warm an und sorgt so für eine wohlige Atmosphäre im Bad. Zudem ist es stark dämmend, sodass das Bad kaum hallt. Im Vergleich zu anderen natürlichen Materialien haben diese Vorzüge allerdings auch ihren Preis.

Eine Alternative zu natürlichen Stoffen ist Kunstharz. Dieses synthetische Material eignet sich sowohl für Boden- als auch für Wandoberflächen. Es ist wasserdicht, robust und besonders leicht zu reinigen. Zudem lässt es sich wie Steinspachtel und Kalkputz einfach auf bereits vorhandene Fliesen auftragen.

Wer an industriell inspirierten Designs Gefallen findet oder sein Badezimmer besonders futuristisch einrichten möchte, kann auf Beton Ciré zurückgreifen. Dieser polymermodifizierte, wasserfeste Feinputz ist in zahlreichen Farbvarianten erhältlich und besticht durch seine sichtbetonähnliche Optik.

Fugenlos auch ohne Putz

Wer sich ein fugenloses Bad wünscht, muss allerdings nicht immer zu Putz und Spachtel greifen. Eine Möglichkeit bieten Feuchtraumtapeten. Diese speziellen, wasserresistenten und abwaschbaren Tapeten eignen sich aufgrund ihrer besonderen Beschichtung für Badezimmerwände. Im direkten Spritzbereich, wo eine hohe Feuchtigkeit herrscht, sollten sie jedoch nicht angebracht werden. Der große Vorteil von Feuchtraumtapeten: In Sachen Farbe, Muster und Strukturen sind die Gestaltungsmöglichkeiten nahezu grenzenlos. Sie sind zudem eine günstige Alternative und können auch ohne fachmännische Hilfe angebracht werden. Dabei muss lediglich beachtet werden, dass auch der verwendete Tapetenkleister gegen Feuchtigkeit beständig ist.

Eine ähnlich flexible Lösung sind Dekorplatten aus Glas, Acryl oder Aluminium, die direkt auf die Wand geklebt werden. Da Dekorplatten problemlos auch im Spritzbereich angebracht werden können, sind sie eine ideale Ergänzung zu Feuchtraumtapeten. Häufig lassen sich die Dekorplatten sogar individuell bedrucken und gestalten.

Wem die Fliesen-Optik gefällt, sich jedoch an den Fugen stört, hat die Möglichkeit, Fliesen "auf Stoß", also ohne Zwischenfugen zu verlegen. Hierfür eignen sich großformatige Fliesen ab einer Breite von etwa 60 Zentimetern. Bei dieser Variante sind lediglich an den Rändern Dehnungsfugen aus Silikon von Nöten. So kann man die Vorzüge eines fast fugenlosen Bades genießen und trotzdem den Kachel-Look beibehalten. Unabhängig von der Wahl des Materials sollte man sich bei allen Varianten informieren, welche Pflege die Oberflächen benötigen, in welchen Bereichen des Bades eine fugenlose Wandgestaltung Sinn macht und welche Kosten zu erwarten sind. Dann steht einem fugenlosen Badezimmer nichts mehr im Wege. Dennis Tuczay

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