Anzeige
Insektenschutz

Kein Zutritt für Plagegeister

Wenn der Vermieter bauliche Veränderungen für Fliegenschutzgitter verbietet, müssen andere Lösungen her, um die Insekten fernzuhalten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Insektenschutz_Fotolia
Foto: Fotolia

Der Sommer kommt und mit ihm die lästigen Plagegeister: Stechmücken, Wespen und Motten fliegen nur zu gerne durch geöffnete Fenster und stiften Unfrieden im Haus. Niemand teilt sein Schlafzimmer gerne mit nervtötenden Stechmücken oder den Kuchen am Nachmittag mit einem Schwarm aggressiver Wespen, doch was tut man dagegen? Nicht jeder hat die Möglichkeit, Löcher in die Fensterrahmen zu bohren, um ein Fliegenschutzgitter anzubringen. Viele Vermieter verbieten derlei bauliche Veränderungen sogar im Mietvertrag. Dennoch können alle Mieter aufatmen: Es gibt Alternativen zum festgeschraubten Insektenschutz, die garantiert keine Schäden am Fenster hinterlassen und trotzdem Ruhe vor lästigem Getier bescheren.

Einfach und schnell: Klettband

Die wohl kostengünstigste und einfachste Variante sind Fliegengitter, die mit Klettband am Fensterrahmen befestigt werden. In den meisten Fällen ist das Klettband mit einer Klebefolie ausgestattet, mittels derer man den Klettstreifen am Fenster montiert. Es ist lediglich darauf zu achten, dass das Klettband lückenlos am Rahmen festgeklebt wird. Anschließend drückt man das Fliegennetz am Klett fest. Die Anschaffung ist einfach und günstig, einen derartigen Insektenschutz gibt es in jedem Baumarkt für wenig Geld. Um eine dauerhafte Wirksamkeit zu gewährleisten, muss regelmäßig geprüft werden, ob das Netz flächendeckend am Klettband haftet und keine Löcher hat. Fliegen nutzen jede noch so kleine Lücke, um ins Haus und an Blut zu gelangen, also sollte man hier Sorgfalt walten lassen.

Nachteil dieser Lösung ist, dass das Fenster dauerhaft geschlossen ist. Natürlich kann das Fenster geöffnet werden, doch hindurch greifen kann man aufgrund des Netzes nicht mehr. Wer keine Pflanzen außen auf dem Fensterbrett stehen oder Blumenkästen daran hängen hat, den dürfte das aber nicht einschränken. Bei Bedarf kann das Fliegengitter auch einfach vom Klettstreifen gelöst und hochgerollt werden.

Vorhänge und Co.

Lamellen- und Netzvorhänge werden, ähnlich wie Fliegengitter im Fenster, in der Regel mit Klettstreifen oder Schienen befestigt. Meistens werden diese für Terrassentüren oder häufig frequentierte Fenster verwendet. Sie sind flexibel und können bei Bedarf einfach abgenommen werden. Nachteile sind die wenig reizvolle Optik und die geringe Zuverlässigkeit. Durch die Schlitze im Vorhang, die zum Hindurchlaufen notwendig sind, gelangen nicht nur Menschen, sondern auch das ein oder andere Insekt ins Haus.

Lamellen- und Netzvorhänge sind eine günstige Lösung, die sich für Räume eignet, in denen die ein oder andere Stechmücke kein Drama ist. Gut für die Küchentür zum Balkon, nicht aber für das Schlafzimmerfenster.

Fliegengitter mit RahmenIm Gegensatz zur Montage mit Klettband ist das Anbringen von Fliegengittern mit festen Rahmen eine dauerhaftere und zuverlässigere Lösung. Es gibt Fliegengitter mit Rahmen, die festgebohrt werden müssen und solche, die man mittels Spannmechanismen in den Fensterrahmen klemmt. Beide Methoden versprechen einen lang anhaltenden, stabilen Insektenschutz, der nicht so wartungsintensiv wie das Fliegengitter am Klettband ist. Den Nachteil, dass man nicht hindurch greifen kann, teilen beide Lösungen.

Lösungen vom Fachmann

Wer einen dauerhaften und komfortablen Schutz vor Insekten wünscht, der sollte sich an einen Fachhandel wenden. Zahlreiche Firmen haben sich auf die professionelle Installation von Fliegengittern spezialisiert und bieten attraktive Lösungen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse an. Hierbei hat der Kunde eine breite Auswahl an Möglichkeiten. Spannrahmen sind dank ihrer schadenfreien Montage ein beliebtes Produkt. Sie werden in den Fensterrahmen geklemmt und eignen sich für alle Fenster. Der Vorteil dieser ist die lange Haltbarkeit und die große Verlässlichkeit. Ähnlich wie Spannrahmen funktionieren Drehrahmen. Diese werden ebenfalls fest am Fensterrahmen montiert, können aber, wie das Fenster an sich, aufgemacht werden. Drehrahmen eignen sich vor allem für Fenster, die oft geöffnet werden müssen und durch die man hindurch greifen muss. Noch ein Stück flexibler sind Rollos mit Insektenschutzgittern, da man diese je nach Bedarf einfach hoch- oder herunterziehen kann.

Modernste Gewebe sorgen zudem für einen optimalen Sehkomfort: Viele Firmen bieten mittlerweile Fliegengitter an, die kaum sichtbar sind und die Aussicht nur geringfügig trüben.

Dadurch kommt mehr Licht und Luft durch das Gitter als bei herkömmlichen Lösungen aus dem Baumarkt. Ein Fliegengitter vom Fachmann kostet in jedem Fall mehr als eines, das man selbst montiert. Der Komfort, die lange Haltbarkeit und die hohe Verlässlichkeit sind Argumente, die die höheren Kosten rechtfertigen und aufwiegen.

Vanessa Höfner

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.