Anzeige
-- ANZEIGE --

Für die Zukunft gerüstet

Erneuerbare Energien erhöhen die Versorgungssicherheit und leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Fotolia/Christian Schwier
Foto: Fotolia/Christian Schwier

W ie gewinnt man aus Sonne oder Wärme Energie und wird diese traditionelle Energieträger wie Öl oder Kohle vollständig ersetzen können? Neben den bekannten erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft und Solarenergie werden im Folgenden weitere Möglichkeiten der Energiegewinnung vorgestellt.

Energie aus Biomasse

Der Alleskönner unter den erneuerbaren Energien ist die Bioenergie. Dabei werden aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse Wärme, Strom und Kraftstoffe gewonnen. In Deutschland ist der Rohstoff Holz der wichtigste Energieträger. Aber auch eigens angebaute Pflanzen wie Mais, Gras, Weizen oder Raps kommen zum Einsatz. Zudem werden organische Reststoffe wie Bioabfälle, Gülle, Festmist und Alt- und Gebrauchtholz genutzt. Auch in privaten Haushalten kann man mit Biostoffen Wärme erzeugen, nämlich mithilfe einer Pelletheizung.

Wärme aus dem Erdinneren

Die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie wird mithilfe von Bohrungen erschlossen und zur Gewinnung von Strom, Wärme und Kälteenergie genutzt. Das Potenzial der Geothermie (Erdwärme) wird als enorm hoch eingeschätzt. Die nötigen Bohrverfahren sind allerdings derzeit noch sehr kostspielig.

Vom Wasser zum Strom

Mittlerweile wird überwiegend elektrischer Strom aus Wasserkraft erzeugt. Besonders im Süden Deutschlands bietet Wasserkraft ein großes Potenzial, da der Voralpenraum günstige Gefälle bietet. Dennoch kommt auch die Wasserkraft nicht gänzlich ohne Nachteile daher. Um Energie zu gewinnen, müssen in der Regel große Staudämme errichtet werden, die Flora und Fauna schaden können und außerdem das Erscheinungsbild der Natur negativ beeinflussen.

Auch wenn die Energiewende eine wichtige Entwicklung ist, so muss bedacht werden, dass ein solcher Wandel nicht von heute auf morgen vonstattengehen kann. Es bedarf großer infrastruktureller Änderungen und trotz aller Vorteile, die erneuerbare Energien bieten, dürfen auch die Nachteile nicht außer Acht gelassen werden. Laut des Umweltbundesamtes wurde in Deutschland im Jahr 2017 mit 36 Prozent rund ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen. Hierbei ist in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Ob erneuerbare Energien traditionelle Energieträger in Zukunft vollständig ersetzen können, kann aktuell noch nicht sicher vorhergesagt werden. Die nächsten Jahre werden es jedoch zeigen. AT

Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.