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Bauen/ Wohnen - Fenster

Fensterrahmen im Überblick

Beim Fensterrahmen kommt es auf die Wahl des richtigen Materials an
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Foto: Luigi Bertello - stock.adobe.com
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Ein gutes Fenster bietet Schutz vor Wind und Wetter, dämpft den Lärm der Straße und fügt sich im Idealfall in die Gesamtgestaltung des Raumes ein. Doch wenn die Fenster veraltet sind, wird es Zeit für einen Austausch. Das richtige Fensterglas ist meist schnell gefunden. Schwieriger ist da die Entscheidung bei der Wahl des Materials für den Rahmen.

Ein Fensterrahmen besteht aus zwei Teilen - dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen. Der Blendrahmen ist der äußere Rahmen des Fensters und an der Wand befestigt. Der Flügelrahmen hingegen hält die Glasscheibe und ist mit Scharnieren an dem Blendrahmen befestigt, wodurch sich das Fenster öffnen und schließen lässt.

Holz sorgt für ein behagliches Ambiente

Fensterrahmen aus Holz zeichnen sich durch ihre hohen Dämmwerte und den natürlichen Schimmelschutz aus, der durch die Aufnahme von Feuchtigkeit zustande kommt. Außerdem tragen sie zu einem angenehmen Raumklima bei und durch die Maserung und Färbung des Holzes ist jedes Fenster einzigartig. Die natürliche Optik sorgt für ein behagliches Ambiente. Den Vorteilen des Holzes stehen jedoch auch einige Nachteile gegenüber. Holz hat einen hohen Pflegebedarf und eine geringe Witterungsbeständigkeit, was regelmäßiges Lackieren beziehungsweise Instandsetzung voraussetzt. Zudem sind sie im Vergleich zu Kunststofffenstern relativ teuer in der Anschaffung.

Der Klassiker in Deutschland ist Kunststoff

Kunststoff ist das in Deutschland am häufigsten genutzte Material für Fensterrahmen. Kunststofffenster bestehen meist aus sogenanntem PVC, also Polyvinylchlorid. Hatten sie früher den Ruf, nicht klimafreundlich zu sein, hat sich dies im Laufe der Zeit geändert. Mittlerweile können alte Kunststofffenster zu nahezu 100 Prozent wiederverwertet werden. Auch die hohe Einbruchsicherheit und die guten Werte bei Dämmung und Schallschutz, die durch die Mehrkammerkonstruktion zustande kommen, sind ein großer Vorteil von Kunststoffrahmen. Zudem sind sie sehr pflegeleicht, sehr einfach zu reinigen und für jeden Geldbeutel geeignet,

Da das Aussehen des Fensters ebenfalls eine große Rolle spielt, eignen sich Kunststofffenster für eine individuelle Einrichtung, da sie sich in verschiedenen Formen und Farben herstellen lassen - sogar mit Holzdekor. Als Nachteil lässt sich jedoch die Empfindlichkeit gegenüber Kratzern und Macken anführen. Solche Schäden lassen sich nur schwer ausbessern. Im schlimmsten Fall muss das Fenster sogar komplett ersetzt werden. Außerdem neigt das Material dazu, sich über die Jahre zu verziehen, wodurch sich die Fenster nicht mehr richtig öffnen und schließen lassen.

Werkstoffkombinationen als beste Lösung?

Metallfenster aus Aluminium sind eine weitere Möglichkeit. Durch ihr geringes Gewicht, die dauerhafte Farbechtheit und die Pulverbeschichtung, die sie unempfindlich gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung macht, dominieren sie vor allem im Fassadenbau. Allerdings besitzen Aluminiumfenster eher schlechte Dämmwerte und sind relativ teuer. Doch es lassen sich auch Fenster aus Werkstoffkombinationen herstellen, die jeweils die besten Vorteile der verschiedenen Materialien kombinieren. Ein Beispiel sind Fensterrahmen aus einer Kombination von Holz und Aluminium, die weniger pflegebedürftig als reine Holzfenster sind. Bei dieser Kombination ist das Holz meist innenliegend und mit einer Schicht aus Aluminium bedeckt. Jedoch sind solche Kombinationen häufig die teuersten auf dem Markt.

Hat man eine große Fensterfläche und möchte den Ausblick ohne störenden Rahmen genießen, sind rahmenlose Fenster eine gute Alternative zu gewöhnlichen Modellen. Der Unterschied liegt beim Blendrahmen. Wo er sonst recht breit und dick ist, ist er bei rahmenlosen Fenstern sehr schmal. Zudem ist die Verglasung vollflächig auf dem Rahmen aufgeklebt und die Rahmenprofile und Führungsschienen können in Wänden, Decken oder Bö den versteckt werden.

Sicherheitsglas sorgt für mehr Schutz vor Einbrüchen

Bei dem Design sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, da viele verschiedene Formen und Größen möglich sind. Zum Beispiel kann ein Eckfenster im Prinzip eine ganze Hausecke ersetzen. Aber auch Minimalfenster oder Schiebefenster sind eine Möglichkeit, das Haus zu erhellen. Die Schiebefenster lassen sich entweder per Hand oder mit einem eingebauten Elektromotor per Fernbedienung öffnen und schließen. Dank Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas sind die Fenster sehr einbruchsicher. Hohe Kosten und großer Aufwand beim Einbau sind allerdings die Nachteile der großflächigen Aussicht.

Die Wahl des Materials ist meist eher eine preisliche und ästhetische Frage, denn im Prinzip lässt sich jedes Material für fast jedes Haus verwenden. Doch sollte man bei der Auswahl stets die Dämmeigenschaften beachten - denn bei guter Dämmung spart man sich jährlich viele Heiz kosten.

Mareike Schäper

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