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Sicheres Zuhause

Endstation Eingang

Einbruchschutz beginnt schon bei der Tür
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Foto: 135pixels - stock.adobe.com
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Haustür, Wohnungstür, Kellertür, Terrassentür: Jeder Zugang zum Zuhause lockt auch unwillkommene Besucher. Weil eine Tür immer nur so sicher ist wie ihr schwächstes Bauteil, sollte ganzheitlich geplant werden. Ob Neubau, Anbau oder Nachrüstung - bei den einbruchshemmenden Elementen raten Polizei und Sicherheitsexperten erstens zu geprüfter Sicherheitstechnik nach relevanter DIN-Norm, weil diese im Detail nach unterschiedlichen Anforderungen gecheckt wurde und zweitens zu mechanischer Sicherheitstechnik als Basis-Schutz, weil dadurch schon bis zu 90 Prozent der Einbrüche verhindert werden. Und drittens dazu, alles einschließlich ergänzender Elektronik nur von geschulten Fachhandwerkern einbauen zu lassen. Denn: Auch die beste Technik offeriert nur bei professioneller Montage professionellen Schutz.

Einbruchhemmende Türen halten gewalttätigen Einwirkungen von außen länger stand. Der Einbrecher macht Lärm und verliert Zeit - und während seiner Versuche steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er bei seinem Vorhaben gestört wird oder ab bricht.

Die Klassifizierung einbruchhemmender Türen und Fenster nach DIN EN 1627 gilt inzwischen europaweit: Seit 2011 heißt die Widerstandsklasse offiziell Resistance Class und zertifiziert die Gesamtkonstruktion von Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag graduell nach dem geprüften Sicherheitswert. Am wenigsten Schutz bietet hier RC 1 N, am meisten RC 6: Je höher die Widerstandsklasse, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein möglicher Einbruch verhindert wird. Oder anders formuliert: Je höher die Resistance Class, desto mehr Zeit kostet es den Täter und desto raffiniertere Werkzeuge braucht er, um ins Haus zu gelangen. Für Privathäuser gelten übrigens RC 2 bis 3 als ausreichend. Innerhalb dieses Bereiches kann das eigene Sicherheitsbedürfnis oder auch das zur Verfügung stehende Budget den Ausschlag geben, für welche Ausstattung man sich entscheidet.

Mechanische Faktoren

Komplette Sicherheitstüren erreichen ihre Einbruchhemmung durch verstärkte Türblattkonstruktionen, Beschläge, Bänder, Scharnierseitensicherungen, Schlösser und Schließbleche sowie robuste Schutzbeschläge, Profilzylinder oder sogar Querriegelschlösser. Eine Verbesserung des Einbruchschutzes ist aber auch ohne kompletten Türtausch möglich - wenn es sich bei der Bestandsversion um eine widerstandsfähige Grundkonstruktion handelt. Auch die Elemente zur Nachrüstung oder ganze Nachrüstsätze müssen passen oder sinnvoll abgestimmt sein, sind dementsprechend nach DIN geprüft und zertifiziert und können ebenfalls nur bei fachgerechter Montage zuverlässigen Einbruchschutz bieten. Die Profis geben natürlich auch Tipps zum Schutz von zerbrechlichen Teilen: Einbruchhemmende Verglasungen erschweren zum Beispiel das Einschlagen von Fenstern oder Glaseinsätzen in Türen und schützen gegen Täter, die das Glas in Reichweite von Griffen zerschlagen wollen. Gegen die viel verbreitete Aufhebel-Technik von Glastüren rund ums Haus helfen wiederum Beschläge und Schlösser.

Apropos Terrasse und Balkon: Hier bieten sich sogar komplette einbruchhemmend gestaltete Fenstertüren an. Diese Teile werden in allen gefragten Materialien wie Holz, Kunststoff oder Metall angeboten und sind optisch nicht von Fenstern ohne Sicherheitstechnik zu unterscheiden. Darüber hinaus ist die Nachrüstung vorhandener Glastüren mit zertifizierter durchwurfhemmender Sicherheitsfolie empfehlenswert. Einbruchhemmende Rollläden bieten komplett verglasten Türen einen zusätzlichen Schutz. Im Idealfall werden diese mit einem Mechanismus ausgestattet, der ein Hochschieben von außen verhindert.

Förderangebot der KfW

Ein Basis-Sicherheitspaket rund um einbruchhemmende Türen für ein Einfamilienhaus kostet immer mehr als die Standardausrüstung - entsprechend auch die Nachrüstung für einen Altbau oder eine andere Wohneinheit. Aber: Der Einbau von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren und mehr kann mit einem speziellen Zuschussprogramm der KfW gefördert werden. Konkret gilt der staatliche Zuschuss für Privatpersonen, die ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzen oder erwerben und sanieren möchten. Auch Mieter oder Privatleute, die Mitglieder in einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind, gelten als förderberechtigt. Die Höhe der Förderung liegt abhängig von der Investitionssumme zwischen 50 und höchstens 1600 Euro pro Wohneinheit - einschließlich Handwerkerkosten. Auf die ersten 1000 Euro der förderfähigen Investitionssumme gewährt die KfW 20 Prozent, auf jeden weiteren Euro 10 Prozent. Wer also beispielsweise 4500 Euro in den Einbruchschutz investiert, erhält demnach 550 Euro Zuschuss.Annette Gropp

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