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Tag des Bades

Eine echt schräge Angelegenheit

Die Gestaltung eines Bades mit Dachschrägen bringt einige Herausforderungen mit sich
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Foto: Photographee.eu - stock.adobe.com
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Wohnräume mit Dachschräge sind oft besonders gemütlich und haben eine besondere Atmosphäre. Mitunter kann die Gestaltung jedoch ziemlich schwierig werden. Gerade im Badezimmer, in dem die Sanitäranlagen alle einen passenden Platz finden müssen, kann dies zu Kopfzerbrechen führen. Allerdings ist die Planung eines Bades mit Dachschräge keine unlösbare Aufgabe, wenn man einige wichtige Aspekte beachtet.

Bestmöglich platzieren

Ein zentrales Element eines jeden Badezimmers ist der Waschtisch. Er kann durchaus unter einer Dachschräge platziert werden. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass zwischen Kopf und Decke mindestens 40 Zentimeter Freiraum vorhanden sind. Besonders schön ist es, wenn man den Waschtisch mit seitlichem Fensterblick einbaut, damit der Bereich stets lichtdurchflutet ist. Speziell unter Dachschrägen eignen sich asymmetrische Waschtische, die seitlich angebrachte Armaturen und Ablageflächen haben, sehr gut.

Auch die Duschkabine möchte einen passenden Platz finden. Für sie sollte man in jedem Fall das Fleckchen mit der größten Raumhöhe reservieren. Eine Stehhöhe von 2,30 Meter ist die Mindesthöhe, damit man bequem in der Dusche stehen und sich die Haare waschen kann. Sollten die seitlichen Schrägen zu niedrig sein, so kann man die Dusche in die Mitte des Raumes verlegen.

Der Duschboden sollte so flach wie möglich sein, damit man nicht unnötig Platz verliert. Wenn es rund um die Dusche generell etwas eng ist, so sind Pendeltüren, die sich nach innen öffnen lassen, ratsam. Wer keine passende Duschkabine im Handel findet, der kann sich diese auch maßanfertigen lassen. Dafür sind zum Beispiel eine Glaserei oder ein Duschkabinenhersteller die richtigen Ansprechpartner.

Oft führen kleine und enge Treppen ins Dachbadezimmer. Ist dies der Fall, so sollte man bei der Planung unbedingt sichergehen, dass die einzelnen großen Teile, wie zum Beispiel die Duschwände, problemlos nach oben transportiert werden können.

Der richtige Platz für das stille Örtchen

Auch die Platzierung des WCs kann etwas kompliziert sein. Es soll natürlich diskret platziert werden, gleichzeitig wird jedoch eine Stehhöhe von mindestens 1,90 Meter benötigt.

Dieses Maß wird an der vorderen WC-Kante gemessen. Bei der Planung der Maße rund ums stille Örtchen helfen bestimmte Richtwerte. So wird empfohlen, dass links und rechts neben der Toilette mindestens 20 Zentimeter freier Platz sein sollte. Vor der Vorderkante sollten mindestens 60 Zentimeter für die Beine frei sein. Die Höhe des WCs beträgt idealerweise 40 Zentimeter vom Boden bis zur Oberkante des Deckels.

Das Toilettenpapier sollte auf einer Höhe von etwa 65 bis 95 Zentimetern angebracht werden. Wenn es möglich ist, kann man die Toilette auch direkt unters Dachfenster platzieren. Dort findet man zusätzlichen Platz nach oben und schlechte Gerüche ziehen besonders schnell durchs offene Fenster ab. Sollte sich partout keine Lösung finden lassen, so kann ein WC auch in einem separaten Raum installiert werden, wenn es die baulichen Gegebenheiten zulassen.

Sternenhimmel

Ob eine Badewanne das Bad komplettieren soll, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben und der Statik des Hauses. Damit es rein baulich möglich ist, muss die Geschossdecke unter dem Bad so stabil sein, dass sie auch eine gefüllte Badewanne tragen kann. Bezüglich der Raumhöhe ist die Platzierung der Badewanne nicht allzu kompliziert. Man sollte aber natürlich darauf achten, dass man bequem ein- und aussteigen kann. Möchte man die Badewanne auch zum Duschen nutzen, so sollte man sich natürlich an den Standard-Vorgaben für normale Duschen orientieren. Ideal ist es, wenn man die Badewanne unter einem Dachfenster platzieren kann. Entspannende Bäder mit Blick in den Sternenhimmel sind etwas ganz Besonderes und eine wahre Oase der Erholung.

Auch wenn viele Menschen freistehende Badewannen wegen ihrer Optik toll finden, sollte man sich in einem Bad mit Dachschrägen eine solche Anschaffung gut überlegen. Eine Platzierung mitten im Raum ist kein Problem, soll die Wanne jedoch an der Wand einer Dachschräge stehen, so ist es schwierig, in der Spalte dahinter zu putzen.

Ecken und Nischen sinnvoll ausnutzen

Bäder unterm Dach bieten oft viele kleine Ecken und Nischen. Diese sollte man nicht einfach einstauben lassen, sondern zum Verstauen von Handtüchern oder anderen Kleinigkeiten nutzen. Damit keine Unordnung entsteht, empfiehlt sich die Anschaffung von dekorativen Kisten und Körben, in denen man allerlei Dinge ordentlich verstauen kann. Auch Rollcontainer sind gut geeignet, da man sie flexibel platzieren und einfach unter der Schräge hervorholen kann.

In puncto Farbkonzept gibt es ebenfalls einiges zu beachten. Dachschrägen sollten nie zu dunkel gestrichen werden, da dies den Raum optisch nach unten drückt. Somit wirkt das Bad noch niedriger und kleiner. Besser eignen sich helle Farben und Naturtöne. Abgerundet wird das schöne Ambiente des Dachgeschossbades mit dem passenden Lichtkonzept. Anna Traut

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