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Neubau   Berufsbildungszentrum

Das neue BBZ

Imposant, modern ausgestattet und lichtdurchflutet: Beste Bedingungen zum Lernen
 
In der letzten Woche herrschte noch reges Kommen und Gehen und Werkeln der am Bau beteiligten Unternehmen jetzt sind die Bauarbeiten am Berufsbildungszentrum (BBZ) in Münnerstadt fertig, nach den Herbstferien startet der Betrieb.   Fotos: Anja Vorndran
In der letzten Woche herrschte noch reges Kommen und Gehen und Werkeln der am Bau beteiligten Unternehmen jetzt sind die Bauarbeiten am Berufsbildungszentrum (BBZ) in Münnerstadt fertig, nach den Herbstferien startet der Betrieb. Fotos: Anja Vorndran
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Im Erdgeschoss schiebt ein Mitarbeiter einer Reinigungsfirma eine Bodenreinigungsmaschine durch den Gang und beseitigt so die letzten Spuren der Bauphase. Im Eingangsbereich wird noch ein Kabel angeschlossen, dann ist alles soweit fertig: Zweieinhalb Jahre nach dem Spatenstich im April 2018 ist das neue Berufsbildungszentrum (BBZ) Münnerstadt bezugsfertig. Ein imposantes Gebäude, das von außen vor allem durch viel Glas und eine klare Struktur ins Auge sticht.

Der Weg hinein führt direkt zum zentralen Punkt des BBZ: der Aula. Eine offen gestalteter, lichtdurchfluteter Raum, auf den man von den oberen Stockwerken aus hinunterblicken kann. Nicht nur ein Treffpunkt für die Schülerinnen und Schüler, sondern vor allem auch ein Veranstaltungsort - den man nach Belieben erweitern kann. Denn rechts und links schließen sich Musik- und Mehrzweckräume an, die man beispielsweise als Bühne mit einbinden kann.

"Damit haben die Architekten Gunther Benkert und Marcel Schäfer aus München ein besonderes Anliegen der Schule umgesetzt", sagt Schulleiter Georg Gißler und, "jetzt haben wir multifunktionale Räume, die wir zum Beispiel als Musikraum oder Theaterbühne bespielen können - so können wir variantenreicher arbeiten und unsere Schülerinnen und Schüler können sich viel besser entfalten." Insgesamt hat der Neubau rund 30 Millionen Euro gekostet.

Gravierende Mängel

Die Baumaßnahme sei dringend notwendig gewesen, nachdem das alte Gebäude fast nicht mehr nutzbar ist. "Die Mängel sind so gravierend, dass eine Generalsanierung nicht ausgereicht hätte", so Gißler. Zudem sei das alte BBZ nicht barrierefrei gewesen. "Für uns ein großes Problem, vor allem auch, weil wir junge Menschen ausbilden, bei denen Inklusion im Berufsbild verankert ist, darunter auch Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger."

Die alte Schule habe keinen Aufzug gehabt und sei damit für Rollstuhlfahrer unerreichbar gewesen. Jetzt sind alle Geschosse mit einem Aufzug zu erreichen. "Außerdem war es wichtig, dass es nirgendwo Schwellen gibt, die beispielsweise für Rollstühle ein großes Hindernis darstellen können", erklärt Architekt Gunther Benkert. "Und es war wichtig, dass alles sowohl taktil als auch visuell gut wahrgenommen werden kann." Das würde die Orientierung für sehbehinderte Menschen enorm erleichtern. Insgesamt sei es den Architekten bei der Planung wichtig gewesen, "ein angenehmes und leistungsfähiges Umfeld für die Lehrer und Schüler in ihrer neuen Schule zu schaffen". Fenster zwischen den Klassenräumen und den Gängen lassen viel Tageslicht ins Gebäude und machen es im wahrsten Sinne des Wortes transparent. Mit Holz, Beton und Glas wurden natürliche und zugleich robuste Materialien verwendet.

Lernlandschaften

Obwohl das neue BBZ relativ mächtig erscheint, kann man sich doch gut darin orientieren. Das haben die Architekten erreicht, indem sie das Gebäude in fünf einzelne Lernhauscluster gegliedert haben, "die entlang einer Erschließungsachse den Campushof und die zentrale Aula der Schule formen". So sind lichtdurchflutete Lernlandschaften entstanden - ein pädagogisches Konzept, das Schulleiter Gißler als "sehr gelungen" lobt. "Jedes Lernhaus muss man sich vorstellen wie einen Würfel, in jeder Geschossfläche gibt es das gleiche Grundprinzip", erläutert Gißler. "Räume, die thematisch zusammenpassen, liegen eng beieinander. Die Schülerinnen und Schüler haben nur noch kurze Wege zwischen den Klassen- und Fachräumen und müssen nicht mehr quer durchs ganze Schulhaus laufen." Träger des BBZ sind der Landkreis Bad Kissingen und die Caritas-Schulen gGmbH. "Die Kooperation lief sehr gut", freut sich Landrat Thomas Bold. "Wir waren uns einig, dass wir für die Schülerinnen und Schüler nicht nur neue Räumlichkeiten schaffen, sondern ihnen auch eine attraktive Lernatmosphäre bieten wollen." Deshalb wurde das BBZ mit modernster digitaler Medientechnik ausgestattet. Kein Wunder, dass Schulleiter Gißler sich sehr auf den Umzug freut, der in den Herbstferien stattfinden wird. Nathalie Bachmann

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