Fußbodenheizungen sind im Neubau immer mehr das Heizsystem der Wahl. Vor einem nachträglichen Einbau in bestehenden Gebäuden schrecken die meisten Eigentümer jedoch zurück, da die Installation sehr schwierig und kostspielig ist. Eine gute Alternative sind nachrüstbare Systeme - sogenannte Fußbodentemperierungen. Diese ermöglichen inzwischen auch bei älteren Häusern den Einbau einer effizienten Komfortheizung ohne aufwändige Sanierungen. "Gerade aufgrund ihrer geringen Aufbauhöhe und der einfachen Verlegung eignen sich die elektrischen Fußbodentemperierungen ideal für Bestandsgebäude", betont Michael Muerköster von der Initiative Wärme+ in Berlin.

Extrem flache Heizmatten

Die extrem flachen Heizmatten mit einer Höhe von etwa drei Millimetern können ohne Probleme nachträglich eingebaut werden. Sie lassen sich auf fast jedem Untergrund wie Estrich, Spanplattenkonstruktionen, Holzdielen oder auf schon bestehende Bodenbeläge wie Stein-, Keramik- oder Kunststoffbeläge verlegen. Die Fußbodentemperierung kann man zudem mit vielen Bodenbelägen kombinieren: Fliesen, Naturstein, Parkett, Laminat oder sogar Teppich. Muerköster weist allerdings darauf hin, dass die jeweiligen Bodenbeläge ausdrücklich für Fußbodenheizungen geeignet sein müssen. Die Verlegung der Heizmatten ist selbstverständlich auch raumweise möglich. So kann die Fußbodentemperierung beispielsweise nur im Bade- oder Kinderzimmer für angenehme Wärme sorgen.

Vorteile auch im Altbau

Die Fußbodentemperierung eignet sich aber nicht nur für moderne Gebäude als ideale Zusatzheizung. Auch in Altbauten bringt sie einige Vorteile mit sich: Die elektrischen Heizmatten sind relativ leicht, sodass die Holzbalkendecken keiner übermäßigen Belastung ausgesetzt sind. Zudem lassen sich die Matten unsichtbar verlegen. Der Stil und das Ambiente des Altbaus werden daher nicht durch störende Heizkörper beeinträchtigt. djd/pt