Laden...
Anzeige
Berlin
Corona-Kündigungen

Bald Corona-Kündigungen? Bund erwägt Finanzspritzen oder Schutz für Mieter

Einkünfte brechen weg. Aufträge bleiben aus. Der Kontostand fällt rasant. Mietern droht beim Verlust des Einkommens schnell der Verlust der Wohnung. Forderungen nach staatlichen Hilfen werden laut. Diese Möglichkeiten könnte es geben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Gibt es bald Obdachlose aufgrund von Corona? Etlichen Mietern droht die Zahlungsunfähigkeit aufgrund wegbrechender Einnahmen.
Gibt es bald Obdachlose aufgrund von Corona? Etlichen Mietern droht die Zahlungsunfähigkeit aufgrund wegbrechender Einnahmen. Foto: Wokandapix (Pixabay)

Da unzählige Mieter ihre Wohnung wegen der Corona-Krise bald nicht mehr zahlen können werden, erwägt die Bundesregierung Hilfen. Das Justizministerium prüft nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ bereits Optionen, „wie Mieterinnen und Mieter, die infolge der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten kommen, vor dem Verlust der Mietwohnung geschützt werden können“. Günstige Wohnung finden: Mit immo.inFranken.de! Das könnte etwa auf eine vorübergehende Aussetzung der geltenden Kündigungsregeln hinauslaufen. Doch auch finanzielle Unterstützung ist denkbar.

Keine Kündigungen während Corona-Krise

Der Deutsche Mieterbund sprach sich bereits dafür aus, Kündigungen für die Zeit der Krise auszuschließen und eine Stundung der Miete zu ermöglichen. Die Linksfraktion geht noch einige Schritte weiter und fordert im Bundestag, Mieten einzufrieren. Außerdem sprach sich die Partei für ein Verbot von Strom- und Wassersperren aus.

Eine Berufsgruppe treffen die Folgen des Coronavirus auf den Arbeitsmarkt besonders schwer. So warnte Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten: „Freiberufler, Kleingewerbetreibende, Künstler und Menschen, die von Kurzarbeit oder Arbeitsplatzverlust betroffen sind, müssen befürchten, durch die Corona-Krise ihre Wohnung zu verlieren.“

Betroffene Mieter sollten Ihre Vermieter in jedem Fall so früh wie möglich über wegbrechende Einnahmen in Kenntnis setzen, empfiehlt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immobilienverbände. So könne frühzeitig nach einer individuellen Lösung gesucht werden. „Jetzt kommt es mehr denn je auf Gemeinsinn an bei Vertragspartnern, die zumeist ein schon sehr langjähriges, harmonisches Mietverhältnis verbindet“, erklärte Verbandschef Axel Gedaschko.

Staatliche Hilfen – Was viele Mieter gar nicht wissen

Viele bereits existierende staatliche Hilfen sind unzähligen Mietern nach wie vor noch nicht bekannt. Der Eigentümerverband Haus & Grund verwies etwa auf das staatliche Wohngeld. „Vielen Mietern ist gar nicht bewusst, dass der Staat Menschen mit niedrigen Einkommen hilft, weiterhin ihre Miete zu zahlen“, betonte Verbandspräsident Kai Warnecke.

Weitere interessante Artikel, Tipps und Fakten zum Thema Wohnen:

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.