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9 No-Gos bei der Wohnungsbesichtigung: Darauf achten Vermieter

Der erste Eindruck zählt - das ist auch beim Vermieter so. Wir wissen, welche Fettnäpfchen es bei der Wohnungsbesichtigung zu vermeiden gilt und haben die besten Tipps für dich, wie du deine Traum-Wohnung bekommst.
 
Gut vorbereitet zu sein, ist der Schlüssel zum Erfolg. In diesem Falle: Zur neuen Wohnung.
Gut vorbereitet zu sein, ist der Schlüssel zum Erfolg. In diesem Falle: Zur neuen Wohnung. Foto: PhotoMix-Company
  • Darauf achten Vermieter: 9 No-Go's bei der Wohnungsbesichtigung
  • Viele Mitbewerber
  • Aus der Masse der Bewerber stechen
  • Fettnäpfchen vermeiden
  • überzeugend sein

Aufgrund von Wohnungsmangel ist der Wohnungsmarkt ein besonders stark umkämpfter Markt. Auf jede Wohnung kommen in der Regel mittlerweile sehr viele Bewerber und eines ist klar: Jeder möchte die Wohnung für sich in Anspruch nehmen. Wohnungsbesichtigungen gleichen deswegen gar schon richtigen Vorstellungsgesprächen, bei denen man statt beim Arbeitgeber beim Vermieter vorspricht. Die Wohnungsnot ist für den suchenden Mieter schlecht, für den Vermieter ist die Situation dagegen super, weiß die MLP Finanzberatung. Er kann sich seinen Top-Bewerber unter einer Vielzahl Vorstelliger aussuchen. Wie du zum Top-Bewerber wirst und welche Fettnäpfchen du besser vermeidest, haben wir für dich herausgefunden. Mehr zum Thema erfährst du des Weiteren beim Verbraucherschutz-Magazin.

1. Ein ordentliches Outfit

Ganz klar, der erste Eindruck zählt. Das ist auch beim Vermieter oder beim Makler so. Deshalb solltest du auf ein gepflegtes Äußeres achten. Überlege dir am besten schon im Vorfeld, was du anziehen möchtest und kontrolliere dein Outfit auf Flecken oder Knitterfalten.

Bei der Kleiderauswahl solltest du dich für ein moderates, schickes Outfit entscheiden, dass jedoch nicht overdressed sein soll. Gedeckte Farben kommen in der Regel beim Gegenüber besser an, als grelle Farben oder wilde Muster.

Natürlich sollte dein Outfit auch nicht zu leger sein, deshalb bleibt die Jogginghose am besten, zusammen mit den Turnschuhen, im Schrank. Saubere Schuhe, eine ordentliche Frisur, sowie gepflegte Fingernägel und einem angenehmen Körpergeruch runden das Erscheinungsbild ab. Empfehlung: Wie du dich gegen Mietwucher wehrst, erfährst du in unserem Artikel.

2. Vorbereitet sein

Gut vorbereitet zu sein, heißt pünktlich zu erscheinen. Es hilft, vor der Wohnungsbesichtigung schon mal vor Ort gewesen zu sein, und die Umgebung des Besichtigungsobjektes zu kennen. So kann man die Parksituation oder eventuelle Laufwege schon vorweg einschätzen und riskiert nicht, deswegen wertvolle Zeit zu verlieren und den Makler oder Vermieter warten zu lassen.

Den Namen des Maklers oder Vermieters zu kennen, macht sympathisch. Normalerweise erfolgt eine nette Begrüßung mit einem aussagekräftigen Händedruck, einem netten Lächeln und Blickkontakt. In Corona-Zeiten schickt es sich meist jedoch besser, den Ellbogen anzubieten.

In der Regel kommt es sehr gut an, wenn man vor dem Besichtigungstermin eine Bewerbungsmappe zusammenstellt und sie am Ende der Besichtigung dem Vermieter oder Makler überreicht. So kann man sich nochmals in Erinnerung bringen und hebt sich von den Mitbewerbern ab.

3. Pünktlich sein

Niemand wartet gern auf sein Gegenüber. Auch nicht der Makler oder der Vermieter. Kommst du zu spät, wirft das einen sehr negativen Eindruck auf dich. Bei Gruppenbesichtigungen wird in der Regel nicht besonders lange auf zu spät kommende Mitbewerber gewartet.

Das Zuspätkommen signalisiert Unzuverlässigkeit und Desinteresse, egal welche Ausreden du parat hast. Um ein Zuspätkommen zu vermeiden, solltest du dich über die Bedingungen deiner Anreise zur Wohnungsbesichtigung informieren.

Wo kannst du parken? Wie lange dauert die Anfahrt mit dem Rad? Welche Ampelzeiten musst du einkalkulieren? Wie fährt der Bus, die Bahn, etc.? Denke immer daran: Fünf Minuten vor der Zeit ist die wahre Pünktlichkeit.

4. Gutes Benehmen

Bist du beim Besichtigungsobjekt angekommen und hast eine erfolgreiche Begrüßung des Maklers oder des Vermieters hinter dir, solltest du nicht gleich "mit der Tür ins Haus fallen". Nimm dir erst einmal Zeit für ein bisschen Smalltalk mit deinem Gegenüber.

Das schafft eine entspanntere Atmosphäre, bevor es losgeht. Klug ist es, vorweg einen Einzeltermin zur Wohnungsbesichtigung zu vereinbaren, denn somit hast du den Makler oder Vermieter während dieser Zeit für dich alleine.

Zum guten Benehmen gehört es des Weiteren, vor dem Eintreten zu fragen, ob du deine Schuhe ausziehen sollst? Auch einfach fotografieren oder Schränke aufzumachen, ohne vorher zu fragen, wäre äußerst unhöflich und übergriffig. Des Weiteren solltest du bei der Begehung dem Makler oder Vermieter den Vortritt zu den Räumen lassen.

5. Nicht nörgeln

In der Regel kommt es gar nicht gut an, wenn man während des Wohnungsbesichtigungstermins die ganze Zeit herumnörgelt oder Ansprüche stellt. Hier sollte man mit Bedacht vorgehen. Riecht oder sieht man Schimmel in der Wohnung, ist es ganz klar, dass das angesprochen werden muss.

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Auch gröbere Beschädigungen, etwa am Balkongeländer oder am Fußboden, sollten angesprochen werden und eventuell mittels einer Fotografie dokumentiert werden. Aber selbst hier macht auch wieder der Ton die Musik. Was jedoch meistens gar nicht geht, ist beispielsweise wegen kleineren Verschmutzungen herumzunörgeln oder irgendwelche horrenden Forderungen zu stellen, was der Eigentümer vor deinem Einzug alles zu verbessern oder anzuschaffen hat.

Der geforderte Mietpreis sollte den Rahmen des Preis/Leistungs-Verhältnisses entsprechen. Wenn du die Wohnung willst, ist es manchmal besser, alle Fünfe mal gerade sein zu lassen und nicht direkt alle Bagatellen anzusprechen.

6. Nicht lügen oder sich verstellen

Authentisch sein überzeugt wesentlich mehr, als sich zu verstellen oder sich dem Makler oder Vermieter anzubiedern. Dein Gegenüber merkt das. Lügst du noch dazu und verschweigst dem Eigentümer eventuell Haustiere oder du flunkerst wegen deines Verdienstes, wird das ziemlich sicher auffliegen.

Natürlich bist du nicht verpflichtet, dein ganzes Privatleben offenzulegen. Lügst du aber bei wichtigen Fragen, bei denen du verpflichtet bist, sie wahrheitsgemäß zu beantworten, kommt es wahrscheinlich zur Anfechtung des Mietvertrags. Ein Klassiker ist beispielsweise das Verneinen von Rauchern, zu rauchen.

Hast du den Mietvertrag bereits unterschrieben, kann deine Lügerei zur fristlosen Kündigung des Mietvertrages führen. Welche Fragen du wahrheitsgemäß beantworten musst und welche nicht, weiß unter anderem immowelt.de.

7. Nicht tratschen und lästern

Genauso wenig wie in den meisten anderen Situationen im Leben kommt es bei der Wohnungsbesichtigung genauso negativ an, wenn man über andere Leute tratscht und lästert.

Verkneife es dir also, über ehemalige Nachbarn, Vermieter oder Mietverhältnisse herzuziehen. Auch über das Umfeld der Wohnung zu tratschen und zu lästern, etwa über den Lärm des benachbarten Kindergartens oder die laute Straße, kann bereits negativ vom Makler oder Vermieter gewertet werden.

Auch von irgendwelchen Partyplänen zu erzählen, die künftig in der Wohnung stattfinden sollen, ist ein No-Go. Des Weiteren kommt es oft nicht gut an, ungefragt über seine Haustiere zu reden.

8. Langfristiges Mietverhältnis

Selbstverständlich ist jedem Immobilieneigentümer ein zuverlässiger und langfristiger Mieter lieber, als einer, der die Wohnung nur als Übergangslösung für die nächsten paar Monate nutzt.

Betonst du, dass du dir ein langfristiges Mietverhältnis wünscht, sammelst du Pluspunkte beim Makler oder Vermieter. Willigt der Makler oder Vermieter in ein Mietverhältnis ein, ist es vorteilhaft, eine rasche Zusage zu machen.

Am besten erfolgt die Zusage nach einer kurzen Bedenkzeit telefonisch. Das ist sympathisch und man gewährleistet, dass die Zusage direkt und schnell beim Empfänger ankommt und nicht irgendwo unbemerkt in einem Spam-Ordner versumpft.

9. Neugierig sein

Während der Besichtigung kommt es in der Regel gut an, dem Makler oder Vermieter sachliche Fragen zur Wohnung und den Rahmenbedingungen des Objektes zu stellen. Das setzt natürlich voraus, dass man genügend Zeit zu dem Besichtigungstermin mitbringt und kein Zeitdruck entsteht.

Sachliche Fragen zeigen dem Gegenüber ernsthaftes Interesse und dass man sich entsprechend vorbereitet hat. Mietrecht.org hat 21 Fragen zusammengestellt, was man den Vermieter vor Vertragsabschluss fragen darf oder sollte.

Um das Interesse an der Wohnung zusätzlich zu unterstreichen, sollte man im Gegenzug bereits alle nötigen Dokumente zur Selbstauskunft für den Makler oder Vermieter parat haben. Lese-Tipp: Ob eine Immobilie besser vererbt oder verschenkt werden sollte, erfährst du in unserem Artikel.

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