• Bäume kommunizieren miteinander
  • Pilze und Wurzeln sind ihr Wood Wide Web
  • Die Intelligenz der Pflanzen
  • Warum Urwälder auch bei uns wichtig sind
  • Monokulturen und Nutzforsten fehlt das soziale Netzwerk
  • Mutterbäume beschützen ihren Nachwuchs

Es mag esoterisch klingen, aber Forscher, Biologen und Förster sind sich einig: Bäume kommunizieren miteinander, haben ein soziales Bewusstsein und verfügen sogar über ein Gedächtnis. Mutterbäume beschützen ihren Nachwuchs und gesunde Bäume helfen kranken Bäumen mit der Zufuhr von Baumsäften und nahrhaften Lösungen.

Wie Pflanzen sich "unterhalten"

Auch über die Luft können Bäume Botenstoffe aussenden und kommunizieren. Wissenschaftler nennen dies "Intelligenz der Pflanzen" und fordern mehr Achtung und Wertschätzung für das Ökosystem Wald.

Ein Baum ist beispielsweise in der Lage, Informationen von den Wurzeln in seine Blätter zu schicken. Finden die Wurzeln zu wenig Wasser, bekommen die Blätter das Signal, alle Poren zu schließen, damit kein unnötiges Wasser aus diesen verdampft.

Einige Untersuchungen belegen sogar, dass Bäume sich über Schädlinge oder Wildverbiss austauschen.

Wood Wide Web - das Netzwerk der Bäume

Bäume besitzen keine Sprache oder Lautäußerungen wie wir Menschen oder Tiere. Dennoch kommunizieren sie miteinander. Die Kommunikation erfolgt mittels eines Pilzgeflechtes und einem Netzwerk aus Wurzeln, die sich flächendeckend über und unter dem Waldboden erstrecken. Dazu senden die Bäume elektronische Signale über die Wurzeln in das vernetzte Erdreich. Forscher sprechen von der teils flächendeckenden Vernetzung im "Wood Wide Web".

Forscher und Biologen sind sich sicher: Bäume tauschen neben elektrischen Signalen Baumsäfte und Nährstoffe aus. Baumstümpfe, in denen nach einer Fällung vor unzähligen Jahren noch Leben herrscht, lassen sich nur auf diese Weise erklären. Sie werden von der umliegenden Baumverwandtschaft versorgt. Sonst wäre ein Leben in einem Stumpf, der ohne Blätter keine Photosynthese betreiben kann, nicht möglich.

Forscher, Biologen und Förster reden von sogenannten Mutterbäumen, die ihren Nachwuchs mit Baumsäften stärken und ernähren. Mutterbäume schützen ihren Nachwuchs außerdem vor der Sonne, damit die jungen Bäume langsam wachsen. Ein langsames Wachstum ist für die Bäume gesünder, als in kurzer Zeit schnell groß zu werden. Kranke Bäume werden durch die Zufuhr von Baumsäften und Nährstoffen ebenfalls von umliegenden Bäumen unterstützt.

Warum Urwälder auch bei uns so wichtig sind

Das Phänomen der Kommunikation von Bäumen lässt sich bislang nur in alten, gesunden und naturgewachsenen Urwäldern beobachten. In Monokulturen und Nutzwäldern gab es bislang noch keine Hinweise auf das Netzwerken der Bäume. Erklärt wird der Umstand durch das Fehlen des unterirdischen Pilzgeflechtes und des Wurzelwerks, dass es in sehr jungen Wäldern oder Monokulturen nicht gibt.

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Bäume, die in Monokulturen oder in Nutzforsten zur Holzgewinnung aufwachsen, sind in der Regel deutlich anfälliger für Krankheiten als vernetzte Bäume in einem Urwald. Ein weiterer Schaden für das unterirdische Pilzgeflecht und Wurzelwerk entsteht durch die Arbeit mit schweren Geräten, die den Waldboden verdichten oder das fragile System zerstören. Genauso schädlich sind Pestizide und der Einsatz von Chemie. Mit solchen eingesetzten Mitteln besteht für den Wald kaum eine Möglichkeit, sich zu regenerieren.

Holzrückepferde und der Verzicht auf Chemie wären auf Dauer die weit schonendere Lösung für die Gesundheit alter Wälder. Für die Industrie zählt bislang als Endprodukt nur die Qualität und die Menge des Holzes. Das kann auf Dauer dazu führen, dass es bald gar keine gesunden Wälder mehr gibt, in denen Bäume netzwerken und miteinander interagieren.

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