Nachtaktive und alle, die ein paar Wünsche offen haben, sollten die kommenden Nächte auf dem Balkon oder der Terrasse verbringen: Denn Sternschnuppen verzaubern unsere Nächte im April.

Der jeden Frühling auftretende Meteorstrom der Lyriden zieht wieder über den Himmel.

Lyriden-Maximum: Wann sieht man die Sternschnuppen am besten?

Unter sternenklarem Himmel hat man eine besonders gute Sicht auf die Sternschnuppen der Lyriden. "Alle zwei Minuten könnte man eine Sternschnuppe sehen", erklärte Ulrich Köhler vom "Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)".

Sehen Sie sich hier Sterntaufe Supernova an.

Dieses Jahr könnte es etwas schwieriger sein, die Sternschnuppen zu beobachten, da der Himmel in den kommenden Nächten überwiegend stark bewölkt sein wird, so die Prognose eines Meteorologen des "Deutschen Wetterdienstes (DWD)".

Das Sternschnuppen-Maximum erwarten viele Experten in der Nacht vom 22. auf den 23. April. Laut Meteorologen scheint sich die Wolkendecke bis dahin zu lockern, weswegen die Sternschnuppen bessern sichtbar sein können. Insgesamt sind die Lyriden bis zum 25. April dieses Jahr zu sehen - danach ist erst einmal Pause mit magischen Sternschnuppen-Nächten.

Lyriden: So schnell fliegen die Sternschnuppen

Bei den Lyriden handelt es sich um besonders schnelle Sternschnuppen. Die Meteore fliegen mit einer Geschwindigkeit um die 50 Kilometer pro Sekunde über den Nachthimmel. Das sind 180.000 Kilometer pro Stunde. Umgerechnet auf die Entfernung vom Mond zur Erde, würde eine Reise bei der Geschwindigkeit lediglich zwei Stunden dauern.

Wenn die Meteore in die Erdatmosphäre eindringen verglühen sie und bringen so die Luft zum Leuchten, was von der Erde aus als ein schneller Lichtschweif am Himmel zu sehen ist.

Lyriden wurden erstmals im 7. Jahrhundert v. Chr. von einem chinesischen Beobachter entdeckt. Dieser glaubte beim Anblick des Feuerwerks am Himmel, dass die Sterne vom Himmel fallen würden.

Schwaches Mondlicht erhöht Chancen auf Sternschnuppen

Der Neumond und damit schwächeres Licht, lassen eine gute Sicht auf die Leuchtstreifen zu. Die Erde durchquere um diese Zeit den Schweif eines Kometen. Dieser sei 1861 im Sonnensystem entdeckt worden. "Jedes Jahr so am 21., 22., 23. durchquert die Erde den Rest dieses Kometenschweifs", so Köhler. Dabei kämen Staubpartikel in die Erdatmosphäre. Durch das Auftreffen verglühten die Partikel und Sternschnuppen seien sichtbar.

Der Astronom empfiehlt das Beobachten von erhöhten Punkten, in einem Park oder außerhalb der Stadt, da dort weniger Streulicht von Stadtlichtern die Sicht auf die Sternschnuppen erschwere. Ein dunkler Beobachtungspunkt ein Blick in den nördlichen Sternenhimmel sind also die besten Voraussetzungen.

Beim Suchen des perfekten Beobachtungspunktes könnte die durch Corona verordnete nächtliche Ausgangsbeschränkung einen Strich durch die Rechnung machen. Demnach gilt gemäß aktuellen Corona-Bestimmungen beispielsweise in Bayern eine Ausgangssperre in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen der Inzidenzwert von 100 überschritten ist, von 22 bis 5 Uhr. Wer sich dennoch das Sternschnuppen-Spektakel nicht entgehen lassen möchte, kann seinen Blick auch von dem Balkon, der Terrasse oder von dem Garten aus in den Himmel richten, um die Lyriden zu sehen.

 

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