Lavaplaneten sind die kargsten und ödesten Planeten, die es gibt - und somit am wenigsten geeignet, um Lebewesen zu beheimaten. Sie kreisen sehr nahe an ihrem Wirtsstern und sind in einigen Regionen komplett mit geschmolzener Lava bedeckt.

Forscher der McGill University und der York University aus Kanada haben eine Studie in der Fachzeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht. Sie haben de Wetterbedingungen eines feurig heißen Himmelskörpers näher untersucht und haben die bisher extremsten bekannten Bedingungen festgestellt.

Verdampfende Felsen

Laut Phys.org wurden die Wetterbedingungen des erdgroßen Lavaplaneten K2-141b mittels Computersimulation untersucht und dabei Felsenregen und Überschallwinde mit einer Geschwindigkeit von 5000 Kilometer pro Stunde gemessen. Zudem befindet sich auf diesem Exoplaneten laut Wissenschaftler auch ein 100 Kilometer tiefer Lava-Ozean

Auch dieser Planet ist seinem Wirtsstern sehr nahe. Etwa zwei Drittel des Lavaplaneten, der aus Felsen besteht, wird durchgehend mit Tageslicht bestrahlt. So erreichen die Temperaturen auf der Tagesseite bis zu 3000 Grad Celsius, was die Felsen nicht nur schmelzen, sondern sogar verdampfen lässt.

Aus dem verdampfenden Gestein entsteht ein Mineraldampf aus Natrium, Siliziummonoxid und Siliziumdioxid. Dieser Mineraldampf wird von Überschallwinden auf die Minus 200 Grad kalte Nachtseite gespült. Durch die extremen Temperaturunterschiede entstehen aus dem Wasserdampf wieder kleine Felsen oder Steine. Diese "regnen" in einen Lava-Ozean und fließen zurück auf die Tagesseite des Exoplaneten, um anschließend erneut zu verdunsten. Dieser Kreislauf ist mit dem Wasserkreislauf auf der Erde zu vergleichen, in dem Wasser verdunstet, in die Atmosphäre aufsteigt, kondensiert und als Regen zurückfällt. 

Einblick in Planetenentwicklung

Lavaplaneten könnten uns einen seltenen Einblick in die Planetenentwicklung geben, denn alle felsigen Planeten und somit auch die Erde, hätten als geschmolzene Welten begonnen, seien dann aber schnell abgekühlt und hätte sich verfestigt, so der Planetenwissenschaftler Nicolas Cowan. 

Den Teleskop-Bestseller direkt auf Amazon bestellen

Die Forscher hoffen nun, dass Teleskope der nächsten Generation, wie zum Beispiel das James Webb Weltraumteleskop der NASA, den Exoplaneten genauer erfassen können. Dabei kann sich dann herausstellen, ob ihre Computersimulationen korrekt waren.

Das könnte Sie auch interessieren: Studentin entdeckt 17 neue Planeten. Einer davon könnte eine zweite Erde sein,

* Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser – nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis.