Nicht nur von Menschen, die an Aliens glauben, war dieser Bericht der US-Regierung mit Spannung erwartet worden: "Nicht identifizierte Luftphänomene" untersucht das nun veröffentlichte Pentagon-Papier - aber vieles bleibt weiter unklar.

Die US-Regierung hat einem mit Spannung erwarteten Bericht zufolge zumindest bislang keine Erklärungen für rund 140 Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass hinter den unter anderem von Piloten der US-Marine beobachteten "nicht identifizierten Luftphänomenen" geheime Technik etwa von China oder Russland oder außerirdische Raumfahrzeuge steckten - das lasse sich aber auch nicht ausschließen, hieß es in dem Bericht, der am Freitag vom US-Verteidigungsministerium in einer neunseitigen freigegebenen und als "vorläufige Bewertung" bezeichneten Version veröffentlicht wurde.

Außergewöhnlicher Pentagon-Bericht: Manche UFOs widersprechen Gesetzen der Physik

Nur eines der 144 untersuchten Phänomene habe identifiziert werden können, nämlich als "Ballon, aus dem die Luft entwich". Alle anderen könnten zumindest bislang nicht erklärt werden. 18 Vorfälle fielen zudem durch "unübliche Bewegungsabläufe oder Flugcharakteristika" auf. Beispielsweise  sei die Geschwindigkeit und Wendigkeit mancher Flugobjekte im Widerspruch mit den physikalischen Gesetzen, wie das ZDF in einem Beitrag schreibt.

Problem bei der Untersuchung seien vor allem nicht ausreichende Daten, hieß es im Bericht. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass diese Phänomene ein Sicherheitsrisiko für den Flugverkehr seien und möglicherweise auch ein nationales Sicherheitsrisiko für die USA darstellen könnten. Deswegen solle nun ein Plan entworfen werden, wie sie besser untersucht und verstanden werden könnten.

Der Bericht der "Unidentified Aerial Phenomena Task Force", der vom Verteidigungsministerium in Zusammenarbeit mit Geheimdiensten entstand, war mit großer Spannung erwartet worden. Unter anderem hatte der frühere US-Präsident Barack Obama die Faszination angeheizt, als er in einer TV-Show sagte, dass es "Bildmaterial und Aufzeichnungen über Objekte am Himmel gibt, von denen wir nicht genau wissen, was sie sind. Wir können nicht erklären, wie sie sich fortbewegen, ihre Flugroute. Sie hatten kein einfach erklärbares Muster".

UFOs werden mittlerweile als UAPs bezeichnet

Ein zumindest teilweise öffentlicher Bericht über ihre Arbeit war der Task Force gesetzlich vorgeschrieben worden. Der US-Senator Mark Werner, der dem Geheimdienst-Ausschuss des Senats vorsitzt, bezeichnete den Bericht via Twitter als "eher ergebnislos". Er markiere aber nur den Beginn der Anstrengungen, diese Vorfälle zu verstehen und zu beleuchten.

Das Pentagon und andere Experten bezeichnen  UFOs, deren Abkürzung für "Unidentified Flying Objects" steht mittlerweile übrigens als UAP, was "Unidentified Aerial Phenomena" bedeuten soll. Wie das ZDF berichtet, solle die neue Bezeichnung seriöser klingen.