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Was mache ich, wenn ich ein Verbrechen beobachte?

Jeder kann Zeuge eines Verbrechens werden. Aber wie sollte man sich in solch einer Situation am Besten verhalten, um Hilfe zu leisten, sich dabei aber nicht in Gefahr zu bringen?
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Mit diesen Tipps der Polizei wisst ihr, wie ihr euch als Zeuge eines Verbrechens verhalten müsst. Symbolfoto: Christopher Schulz
Mit diesen Tipps der Polizei wisst ihr, wie ihr euch als Zeuge eines Verbrechens verhalten müsst. Symbolfoto: Christopher Schulz

Wer Zeuge einer Straftat wird ist zunächst vor allem eins: überfordert. Viele Menschen wissen nicht, wie sie sich am Besten verhalten sollen oder haben Angst sich selbst in Gefahr zu bringen. Dadurch schreiten viele nicht zur Hilfe. Dabei sind wir verpflichtet bei einer Straftat im Rahmen unserer Möglichkeiten einzugreifen.

Mit diesen Tipps der Polizei wisst ihr, wie ihr euch in Zukunft in so einer Situation zu verhalten habt:

1. Helfen ohne sich selbst in Gefahr zu bringen

Wenn jemand Zeuge eines Verbrechens wird, ist tatenloses Zusehen oder Weglaufen keine Lösung.

Man muss zwar vorsichtig sein, da viele Täter gewalttätig sein können, aber man kann dennoch helfen. Dabei sollte Distanz zum Täter gehalten werden. Dann kann der Täter darauf aufmerksam gemacht werden, dass seine Tat nicht unbemerkt geblieben ist, indem man sich durch ein lautes Wort bemerkbar macht. Das kann den Täter verunsichern. Wenn der Täter angesprochen wird, sollte jedoch darauf geachtet werden, dass dieser nicht geduzt wird, da andere Passanten sonst einen persönlichen Konflikt vermuten könnten. Auch Provokationen gegenüber dem Täter sollten unbedingt vermieden werden, um weiteren Eskalationen aus dem Weg zu gehen. Neben diesen Schritten darf nicht vergessen werden, umgehend die Polizei alarmiert zu werden.

2. Andere aktiv und direkt zur Mithilfe auffordern

Es ist keine Seltenheit, dass Verbrechen mitten am Tag in breiter Öffentlichkeit geschehen. Dennoch greifen viele Passanten nicht ein. Deswegen solltet man den ersten Schritt machen und die anderen Passanten gezielt ansprechen und zur Hilfe auffordern.

3. Tätermerkmale einprägen

Ein Verbrechen kann binnen kürzester Zeit geschehen. Dadurch besteht oft gar nicht die Möglichkeit aktiv einzugreifen. Wenn jemand die Situation beobachtet hat, kann dieser aber dennoch helfen, indem er sich bei der Polizei meldet und dieser etwa das Aussehen des Täters oder seine Fluchtrichtung schildert.

4. Hilfe unter Notruf 110

Bei einem Verbrechen kann jede Sekunde zählen. Deswegen sollte sofort die Polizei angerufen und kurz und knapp das Geschehen geschildert werden. Dabei sollte an die Beantwortung der W-Fragen gedacht werden: wer, was, wo wann. Selbst wenn nur Vermutungen geäußert werden, können diese der Polizei bei ihren Ermittlungen helfen.

5. Um das Opfer kümmern

Im schlimmsten Fall kann jede Sekunde über Leben und Tod des Opfers entscheiden. Daher ist es wichtig den Rettungsdienst zu alarmieren und sofort Erste Hilfe zu leisten. Allein die stabile Seitenlage kann dem Opfer letztendlich das Leben retten.

6. Als Zeuge zur Verfügung stellen

Viele Zeugen melden sich nicht bei der Polizei. Das hat jedoch zur Folge, dass viele Täter ohne Strafe davon kommen, da die Polizei sie nur schwer überführen kann, wenn nicht genügend Informationen vorliegen. Deswegen ist es sehr wichtig, sich direkt bei der Polizei zu melden, wenn ein Verbrechen beobachtet wurde.



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