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Was hilft bei Erkältungen wirklich? Stiftung Warentest rät von 3 beliebten Medikamenten ab

Die Erkältungssaison ist noch nicht vorbei. Noch immer plagen sich viele mit Schnupfen und Husten herum. Es ranken sich viele Mythen um Mittel gegen den lästigen Infekt. Honig, Knoblauch oder doch etwas aus der Apotheke? Die Stiftung Warentest gibt Tipps.
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Was hilft wirklich gegen Erkältungen? Die Stiftung Warentest und inFranken.de klären auf. Foto: sweetlouise/Pixabay
Was hilft wirklich gegen Erkältungen? Die Stiftung Warentest und inFranken.de klären auf. Foto: sweetlouise/Pixabay

Was hilft wirklich gegen eine Erkältung? Die wenigsten schaffen es ohne Erkältung durch die kalte Jahreszeit. Und ist sie einmal da, ist sie oft hartnäckig. Helfen Honig, Knoblauch, Schmerzmittel oder doch ein Rund-um-sorglos-Präparat aus der Apotheke? Die Stiftung Warentest gibt Tipps, womit Sie Ihre Erkältung wirklich loswerden.

Die Regale in den Apotheken stehen voll damit: Komplett-Medikamente, die jedes Erkältungssymptom heilen sollen. Viele schwören hingegen auf den Rat von der Oma ”einfach eine warme Milch mit Honig zu trinken”. Bezüglich der Mittel gegen den grippalen Infekt gibt es zahlreiche Meinungen und kursieren noch mehr Gerüchte. Was wirklich hilft und von welchen bekannten Medikamenten Sie besser die Finger lassen sollten, lesen Sie hier.

Stiftung Warentest: Diese gängigen Medikamente sollten Sie meiden

Die Apothekenregale stehen voll mit den beliebten Kombi-Präparaten wie Wick MediNait, Aspirin complex oder Grippostad C, die damit werben viele Erkältungssymptome gleichzeitig zu bekämpfen. Die Stiftung Warentest allerdings rät von solchen Kombi-Präparaten ab. Diese drei beliebten Medikamente beurteilt die Stiftung Warentest als ”nicht geeignet”, um Erkältungen zu behandeln.

Die Medikamente seien hierfür nicht sinnvoll zusammengesetzt, da sie viele überflüssige Stoffe enthalten und zum Beispiel Nasenspray oder Schmerzmittel die Symptome wesentlich besser bekämpfen würden. Mit diesen Medikamenten holen Sie sich also lediglich einen Cocktail an Stoffen, die Sie nicht brauchen.

Generell rät die Stiftung Warentest: Bekämpfen Sie die Symptome einzeln. Da Symptome häufig hintereinander und nicht gleichzeitig auftreten, ist es sinnvoller, sie gezielt z.B. mit Nasenspray anzugehen. Durch Einsatz von nur wenigen Stoffen ist so auch das Risiko von Nebenwirkungen geringer. Stiftung Warentest hatte bereits vor einigen Monaten Informationen zu nutzlosen Medikamenten gegen Erkältungen veröffentlicht.

Stiftung Warentest: Auf diese Medikamente sollten Sie zurückgreifen

Schnupfen bekämpfen

Es gilt also die Faustregel ”Bekämpfen Sie die Symptome einzeln”. Bei Schnupfen eignen sich zum Beispiel Nasensprays. Sind Ihre Nasenschleimhäute bei Schnupfen so stark geschwollen, dass Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben? Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen* können hier helfen.

Fühlt sich die Nase nur leicht verstopft an, so kann es reichen, Ihre Nasenschleimhaut sanft mit einem salzhaltigen Nasenspray zu spülen. Diese können Sie zuhause ganz einfach aus natürlichen Zutaten selbst herstellen. Allerdings sollten Sie aufpassen - denn Nasenspray kann süchtig machen. Wir haben Tipps für Sie gesammelt, wie Sie richtig mit Nasenspray umgehen.

Bei Husten: Der Husten ist ein häufiges Erkältungssymptom und eigentlich ein wichtiger Schutzmechanismus des Körpers vor Fremdpartikeln in der Lunge. Dennoch kann er manchmal zu übermäßigen Beschwerden führen. Diese können Sie auf verschiedene Weisen bekämpfen:

Husten bekämpfen

Bei leichten Beschwerden können Hustenbonbons den Hustenreiz lindern, da sie für eine vermehrte Speichelproduktion sorgen. Der Speichel enthält Stoffe, die Erreger abwehren können. Die Stiftung Warentest empfiehlt ausdrücklich auf zuckerfreie Hustenbonbons* zurückzugreifen. Auch heiße Getränke helfen, den Hustenreiz zu lindern, indem sie den Schleim flüssig halten und er gut abgehustet werden kann. Sie sollten aber nicht mehr trinken als üblich. Außerdem sollte Ihre Raumluft nicht zu trocken sein. Ein feuchtes Handtuch auf der Heizung oder Pflanzen können da helfen.

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Bei mittleren Beschwerden helfen warme Brustwickel mit Lavendelöl*. Diese sind nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene geeignet. Generell müssen Sie einen Husten, der im Rahmen einer Erkältung auftritt, nicht mit Medikamenten behandeln. Einen Arzt müssen Sie erst aufsuchen, wenn der Husten länger als drei Wochen anhält oder wenn er mit hohem Fieber einhergeht, das nicht nach zwei Tagen deutlich absinkt.

Behandlung mit Medikamenten: Bei einer akuten Bronchitis oder einem länger anhaltenden Husten durch eine Erkältung verschreiben Ärzte häufig Antibiotika. Da diese aber meist durch Viren verursacht sind, haben Antibiotika hier keine Wirkung. Eine chronische Bronchitis lässt sich medikamentös fast gar nicht behandeln. Für weniger schwere Fälle gibt es rezeptfreie Mittel, die Linderung versprechen. Die Wirkung von vielen dieser Mittel ist allerdings nicht bestätigt. Die Stiftung Warentest verrät, welche Mittel wirklich helfen:

Stiftung Warentest: Diese rezeptfreien Mittel helfen wirklich

Viele rezeptfreie Mittel haben keine belegte Wirkung. Ein Wirkstoff, der den Hustenreiz nachweislich unterdrückt ist Dextromethorphan*. Wenn Sie bereits Schleim abhusten, sollten Sie Dextromethorphan nicht nehmen, da sich das Sekret sonst in Ihren Bronchien sammelt. Beachten Sie, dass Sie das Mittel nur wenige Tage nehmen sollten, da eine Abhängigkeit entstehen kann. Genauere Informationen zu Dextromethorphan finden Sie auf der Webseite der Stiftung Warentest. Wir raten, Ihren Arzt zu kontaktieren, bevor Sie Dextromethorpahn einnehmen.

Ist Ihr Husten bereits produktiv, es gibt also eine Schleimproduktion, dann sollten Sie hustenlösende Mittel verwenden: In manchen Fällen können Mittel mit den Wirkstoffen Ambroxol* helfen oder auch pflanzliche Mittel beispielsweise mit Efeu*. Pflanzliche Mittel um leichten Hustenreiz zu lindern sind z.B. Eibisch* oder Spitzwegerich*. Bei starken Beschwerden ist immer ein Arzt aufzusuchen.

Halsentzündungen bekämpfen: Halsentzündungen sind ebenfalls ein häufiges Symptom bei Erkältungen. Hier gibt es viele rezeptfreie Mittel, die Erleichterung versprechen. Laut der Stiftung Warentest sind viele davon allerdings gar nicht dazu geeignet z.B. die Entzündung zu behandeln. Welche rezeptfreien Mittel bei der Halsentzündung wirklich helfen:

So bekämpfen Sie Ihre Halsentzündung wirkungsvoll

Auch bei der Halsentzündung gilt zuallererst: Regen Sie Ihre Speichelproduktion an. Bei Erkältungen kommt es oft zu einem trockenen Mund- und Rachenbereich. Die Abwehrstoffe im Speichel sind allerdings wichtig, um Erreger zu bekämpfen. Mit zuckerfreien Lutschbonbons oder Pastillen mit Esmer Salz* können Sie so Ihre Halsschmerzen lindern. Mittel mit Lidocain* sind ebenfalls eingeschränkt zur Behandlung von Halsschmerzen nutzbar.

Von Antibiotika, desinfizierenden oder antiseptischen Mitteln sollten Sie die Finger lassen, da diese auf die häufig durch Viren ausgelösten Halsentzündungen keine Wirkung haben. Sind Ihre Beschwerden stark, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Paracetamol und Ibuprofen: Gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können eingesetzt werden, um die Schmerzen zu lindern. Bei der Einnahme von Paracetamol* sollten Sie darauf achten, dass Sie pro Tag maximal viel Gramm einnehmen, da Sie ansonsten Ihre Leber schädigen können. Auch bei Ibuprofen* ist Vorsicht geboten: Nehmen Sie es nicht länger als nötig, um Ihre Magenschleimhaut nicht zu schädigen.

Stiftung Warentest: So beugen Sie einer Erkältung vor

Wir haben Ihnen einen Überblick geliefert, welche Mittel bei Erkältungssymptomen helfen können. Von welchen gängigen Mitteln gegen Erkältungen Sie laut der Stiftung Warentest besser die Finger lassen, haben wir Ihnen in diesem Artikel verraten. Doch können Sie tun, um der Erkältung vorzubeugen? Das sind die Tipps der Stiftung Warentest:

  • Hände Waschen: Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und für mindestens 20 Sekunden mit Seife, um Erreger zu entfernen. Verzichten Sie in der Erkältungssaison auf das Händeschütteln.
  • Abhärten: Um Ihren Körper gegen Infekte abzuhärten bieten sich Wechselduschen, Kneippmaßnahmen oder Saunagänge an. Diese Maßnahmen sind nur gesunden Menschen zu empfehlen.
  • Lüften: Feuchte Tücher auf der Heizung, Pflanzen und regelmäßiges Lüften befeuchten die Raumluft. Zu trockene Luft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie anfälliger für Viren.
  • Schonen: Im Erkältungsfall sollten Sie sich ausruhen, um Ihr Immunsystem zu schonen und zu helfen, den Infekt abzuwehren.
  • Trinken: Sie sollten regelmäßig Saftschorlen, Wasser oder ungesüßten Kräutertee trinken, um sich vor Flüssigkeitsverlusten bei Fieber zu schützen und ihrem Körper zu helfen, Schleim besser zu lösen. Es ist nicht notwendig mehr zu trinken als im gesunden Zustand.
  • Inhalieren: Um Schleim zu lösen und die Atemwege zu befeuchten, können Sie mit Kopftopf, Handtuch und eventuell Kräutern oder ätherischen Ölen inhalieren.
  • Lutschen: Husten-  und normale Bonbons ohne Zucker regen die Speichelproduktion an und helfen so, Erreger zu bekämpfen.

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