Bamberg

Fetisch-Begriffe erklärt: Was bedeutet BDSM?

Spätestens seit "50 Shades of Grey" ist das Thema BDSM in der Mitte der Gesellschaft angekommen.Oder? Zum Fetischtag erklären wir, was hinter den vier Buchstaben steckt
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BDSM steht für Begriffe wie Bondage, Sadismus und Masochismus sowie Dominanz und Submission. Symbolfoto: Mirko Macari / Adobe Stock Foto: (127374976)

In den vier Buchstaben BDSM stecken einige Bedeutungen, die eine sehr vielschichtige Szene umschreiben. Es ist eine Abkürzung für "Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism". Generell kann man sagen, dass es bei all diesen Spielarten der Sexualität einen aktiven und einen passiven Part gibt. Das muss nicht immer zwingend deckungsgleich mit Herr(in) und Sklave sein.

Was heißt BDSM?

Bei einem Teilbereich des BDSM, dem Bondage, geht es um alles, was mit Praktiken der Fesselung zu tun hat. Die Utensilien reichen von Handschellen über Lederfesseln hin zu speziellen Bondage-Seilen.

Etwas ausgefallener ist die Verpackung des passiven Parts in Folie oder das Einpacken in einen sogenannten Bondagesack, aus dem nur der Kopf herausschaut. Einen ähnlichen Effekt der totalen Ausgeliefertheit bieten Vakuumbetten, bei denen man buchstäblich durch das Bett ans Bett gefesselt wird.

Doch Fesseln ist nicht gleich Fesseln: Während manch einer sein Gegenüber nur fixieren und für folgende sexuelle Praktiken an der Bewegung hindern will, besteht für andere der Reiz im Fesseln an sich.

Bestimmte Muster werden minutiös umgesetzt, um sowohl ästhetischen Ansprüchen zu genügen als auch mit Knoten Druck an den richtigen Stellen des Körpers auszuüben.

Bei Discipline geht es, wie der englische Name es sagt, um die Disziplinierung des passiven Parts. Wie immer sind die Übergänge zu anderen Bereichen des BDSM fließend: Schmerzen spielen teilweise ebenso eine Rolle wie die Unterwerfung.

Auch kommen Mittel des Bondage möglicherweise zum Einsatz. Entscheidend ist jedoch der Aspekt der Züchtigung, deren Erfüllung oder Ausbleiben zum Lustgewinn der Beteiligten beiträgt.

Rollenspiele - Oben und Unten

Dominance & Submission - zu deutsch "Dominanz und Unterwerfung" ist die Spielart, bei der es um die Verteilung der Rollen geht. Hier ist klar abgegrenzt zwischen dem aktiven Part, der als Herr(in), Dom, Top oder Domina/Dominus auftritt und dem passiven Part (Sub, Bottom, Sklave, etc.), der sich unterwirft.

Spiele der Unterwerfung sind meist als Rollenspiele angelegt, die sich teilweise über längere Zeit erstrecken. Je nach Neigung erstreckt sich das Spielen über einen Abend oder ist im Extremfall eine Dauereinrichtung.

Die Bandbreite reicht von klassischen Machtspielen, bei denen Szenen mit einem Machtgefälle nachgestellt werden, hin zur Vorführung des Sklaven oder der Sklavin vor anderen. Erniedrigung ist eine mögliche Spielart, aber kein Muss bei diesen Rollenspielen. Ebenso kein zwingender Bestandteil von Dominanz und Unterwerfung sind Fesselungen oder Schmerzen, je nach Szenario und Geschmack.

Lust-Schmerz

Am bekanntesten dürften die Begriffe Sadismus & Masochismus (SM) sein. Hier geht es um den Schmerz an sich. Nicht jeder Mensch empfindet Berührungen auf die gleiche Art und Weise. Schmerzen sind also nicht für jeden lediglich ein Warnsignal des Körpers.

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Beim Empfinden (und Zufügen) von Schmerz kann es ebenso zu einer Ausschüttung von Endorphinen kommen. Endorphine - bekannt als Glückshormone - sind endogene Morphine, Opiaten recht ähnlich.

Kurz gesagt: Beim SM werden körpereigene Drogen ausgeschüttet, die wie bei anderen sexuellen Praktiken zu einer körperlichen Ausnahmesituation führen, gerade, wenn Schmerz über einen längeren Zeitraum hinweg ausgeübt wird. Manchen Menschen ist es sogar möglich, durch den bloßen Schmerz zum Orgasmus zu kommen.

Der Begriff Sadismus leitet sich übrigens von Donatien Alphonse Francois Marquis de Sade her, in dessen pornografischen Romanen sadistische Gewaltszenen in epischer Breite zelebriert werden. Zum ersten Mal wurde der Begriff 1886 vom deutschen Psychiater und Rechtsmediziner Dr. Richard von Krafft-Ebing verwendet.

Er prägte auch den Begriff des Masochismus, der sich auf den Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch bezieht. Dieser schrieb Werke, wie etwa "Venus im Pelz", in denen er Schmerz- und Unterwerfungsszenarien schildert.

Wichtig bei BDSM: Sicherheit und Vertrauen

Für Mitglieder der vielschichtigen Szene ist BDSM aber mitnichten die Freikarte für schlechtes Betragen und das Ausnutzen vermeintlich Schwächerer. Vielmehr geht es für sie bei BDSM um Vertrauen und einvernehmlichen Sex. Erlaubt ist, worauf sich zwei (oder mehr) Beteiligte einigen. Auch wenn sie vorkommen, sind Fälle von Abhängigkeit und Grenzüberschreitung weder die Regel noch gern gesehen.

Um für die nötige Sicherheit auch während des Spielens zu sorgen, verwenden viele sogenannte "Safewords", also Begriffe, die als Notausgang dienen. Fällt ein Safeword, wird das Spiel abgebrochen, etwa wenn die körperliche oder geistige Verfassung eines der Beteiligten es notwendig machen.

Im Internet gibt es natürlich auch zahlreiche Foren und Seiten - zum Beispiel Datenschlag.org oder Schlagzeilen.com, wo sich die Szene austauscht und Gleichgesinnte nach Kontakten suchen.

 

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