Bei Putzmitteln und Produkten zur Körperpflege lohnt sich häufig der Griff zu den günstigeren Waren. Zu diesem Schluss kommt die Stiftung Warentest, die jetzt 21 eigene Untersuchungen von Drogerieartikeln aus den Jahren 2017 und 2018 verglichen hat. Die Produkte gehören in den Bereich Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetika, Körperpflege und Katzenfutter. In einem anderen Vergleich hat die Stiftung Warentest verschiedene Ketchups getestet.

Billigprodukte oft "sehr gut" - weniger Markenprodukte mit selbem Testurteil

An die 176 getesteten Billigprodukte wurden häufiger die Noten "sehr gut" oder "gut" vergeben als an die 195 Markenprodukte, berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift "test" (Ausgabe 5/2019). Zudem wurde von den Testern weniger oft die Note "mangelhaft" verteilt: Sie ging an 4 Prozent der Produkte bei Eigenmarken von Discountern, Drogerien und Supermärkte sowie an 11 Prozent bei den Markenherstellern.

Kopf an Kopf-Rennen: Qualität der billigen und teuren Produkte unterscheidet sich nicht besonders

Allerdings stellten die Warentester auch fest: "In jedem der ausgewerteten Tests fanden wir gute und sehr gute Marken - wie auch Handelsmarkenprodukte. In den meisten Untersuchungen liegen die jeweils Besten aus beiden Welten Kopf an Kopf".

Auch der Unterschied der Durchschnittswerte aller Qualitätsurteile ist nicht besonders groß: Die Markenhersteller erzielen einen Notendurchschnitt von 2,7 und die Handelsmarken einen von 2,5.

Große Unterschiede beim Preis - Handelsmarken doppelt bis dreifach so günstig

Dafür sind die Preisunterschiede teilweise erheblich. Beispielsweise seien die sechs günstigsten der besten Wasch- und Reinigungsmittel von Handelsmarken um 138 Prozent günstiger als die sechs besten Markenwaren, berichtet Stiftung Warentest. Bei Kosmetika betrage der Unterschied sogar 375 Prozent.

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