• Risikofaktor Hygiene
  • Regelungen zur Farbe
  • Tattoo-Stil 
  • Fazit 

Mit dem Plan, dich tätowieren zu lassen, geht auch die Suche nach einem passenden Tattoo-Studio einher. Dieses sollte für ein präzises und gut gestochenes Tattoo professionell sein und hohe Qualität aufweisen. Wir verraten dir, woran du ein gutes Tattoo-Studio erkennen kannst.

Mögliche Risiken in Tattoostudios

Besonders in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen sind Tattoos beliebt: Rund 26 Prozent haben mindestens ein Tattoo, ergab eine Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov. Aus der Umfrage ging ebenfalls hervor, dass die Ästhetik der Hauptgrund für das Stechen der Tattoos ist. Damit deine Körperverzierung wirklich präzise gestochen wird und langfristig schön bleibt, ist es wichtig, dass du ein gutes Studio wählst.

Besonders wichtig ist die Hygiene, die im Tattoo-Studio vorherrscht. Ist die Nadel beispielsweise nicht sauber, könntest du dir eine Entzündung oder im schlimmsten Fall sogar eine Infektion wie HIV oder Hepatitis einholen, warnt die Verbraucherzentrale.

Die Website safer-tattoo.de, eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und des Verbraucherschutzes, gibt dir Hinweise, wie du die Hygiene prüfen kannst: Zunächst müssen die Oberflächen und Böden leicht abwischbar sein, außerdem sollten sich Einwegtücher auf der Liege befinden. Die Tätowier-Maschine sollte hygienisch in Plastik verpackt oder abwischbar sein; des Weiteren sollte die tätowierende Person mit Einmalhandschuhen und sterilen Nadeln, bestenfalls sogar mit Mundschutz, arbeiten.

Die Wahl des Studios: Das ist außerdem wichtig

Zudem ist es wichtig, dass du dich über die Farben, die in dem Studio verwendet werden, im Voraus informierst. Seit Januar 2022 gibt in der EU gesetzliche Anforderungen an Tattoo-Farben. Es dürfen der Richtlinie zufolge beispielsweise keine Stoffe in den Farben enthalten sein, die als krebserzeugend oder erbgutschädigend eingestuft sind; dadurch werden insgesamt mehr als 4.000 Substanzen verboten oder beschränkt. Lasse dir von dem Studio bestätigen, dass die Regelungen eingehalten werden. Die Tattoo-Farben sollten Etiketten besitzen, auf denen Angaben zur Herstellung, zur Haltbarkeit, der Chargennummer und den Inhaltsstoffen zu finden sind. Da einige Farben Allergien auslösen könnten, ist die Frage nach der Farbe besonders wichtig. In der Regel fragen dich gute Künstler*innen nach bestehenden Allergien.

Ein wichtiger und nicht zu vernachlässigender Aspekt ist der Tattoo-Stil der Tätowierenden: Möchtest du ein eher filigranes und kleines Tattoo, ist ein Studio, welches sich vorwiegend auf großflächige Tattoos spezialisiert, wahrscheinlich nicht die richtige Anlaufstelle. Dies ist wichtig, denn häufig entwerfen die Tätowierenden die Motive oder ändern Ideen-Skizzen leicht ab; im Normalfall geschieht dies in Absprache mit dir. 

Bei der Wahl des Motivs solltest du dir genügend Zeit lassen. Deine Körperbemalung bleiben ein Leben lang und lassen sich oft nicht ganz spurlos entfernen. Die Kosten für eine spätere Entfernung musst du selbst zahlen. In einem guten Studio, kannst du davon ausgehen, dass sie dir ehrlich sagen, wenn dein Wunsch-Motiv nicht gut aussieht oder die von dir gewählte Körperstelle ungünstig ist.

Fazit

Zusammengefasst kann das Stechen eines Tattoos diverse gesundheitliche Risiken mit sich bringen, welche du durch die bewusste Auswahl eines guten Studios minimieren kannst. Die ausführliche Checkliste für die Studio-Wahl findest du auf der Informationsseite von safer-tattoo. Du solltest alle Fragen mit JA beantworten können, bevor du dich für ein Studio entscheidest.