• Im Volksmund gibt es viele Mythen rund um Sommer und Hitze
  • Wir erklären Ihnen, was an den einzelnen Behauptungen wirklich dran ist 

Man hört immer wieder verschiedene Alltagsmythen. Sei es, dass spätes Abendessen zu Übergewicht führt oder dass Frühstück die mit Abstand wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Neben solchen Ernährungsmythen gibt es aber auch Behauptungen rund um den Sommer, die sich hartnäckig in den Köpfen der Menschen halten, obwohl sie womöglich überhaupt nicht stimmen.  

Fakten-Check der Sommermythen: Warum kalte Getränke bei Hitze schlecht sind

Konkret geht es Situationen im Sommer und an heißen Tagen, die jeder kennt. Zum Beispiel die eisgekühlten Getränke gegen die Hitze, das dunkle Schlafzimmer gegen die Mückeplage und das Schwimmen mit vollem Bauch. 

Doch was ist wirklich dran an den Mythen?

Der Fakten-Check von inFranken.de im Überblick.

Mythos 1:  Bei Hitze helfen kalte Getränke

Wenn es draußen mal wieder so richtig heiß ist, dann greifen viele zu kalten Getränken wie Limos*. Doch Vorsicht! Der Körper erhält dadurch das Signal: Achtung, Kälte! Also fährt er die Wärmeregulierung hoch, und man schwitzt noch mehr. Am besten trinkt man bei Hitze tatsächlich lauwarmes Wasser. Auch beim Duschen gilt: Lauwarm ist besser als kalt, denn sonst schwitzt man danach direkt wieder.

Mythos 2: Auf dem Wasser bekommt man schneller einen Sonnenbrand

"Wasser wirkt in gewisser Weise wie ein Spiegel," erklärt Physikprofessor Frank Stienkemeier von der Universität Freiburg. So bekommt man, wenn man beispielsweise auf einer Luftmatratze* über den See schippert die reflektierte Strahlung aus verschiedenen Richtungen ab und dementsprechend ist man einer höheren Strahlung ausgesetzt. Diesen Effekt sollte man unbedingt berücksichtigen und sich vor dem kühlen Sprung ins Wasser gut eincremen*. 

Mythos 3: Wenn man abends kein Licht im Schlafzimmer einschaltet, kommen keine Mücken rein

Mücken sehen nicht allzu gut. Sie orientieren sich deshalb vorwiegend an Gerüchen wie beispielsweise Schweiß oder Parfüm. Auf der Suche nach einer leckeren Mahlzeit checken die weiblichen Stechmücken, wo der Kohlendioxidgehalt in der Luft besonders hoch ist. So finden sie schlafende Personen, die CO2 ausatmen, ganz schnell. Die Lampe auszuschalten, ergibt allerdings Sinn, um andere Insekten wie zum Beispiel Motten draußen zu halten. Diese werden nämlich von Licht angezogen.

Mythos 4: Mit vollem Bauch soll man nicht ins Wasser gehen

Wenn man beim Mittagessen richtig reingehauen hat, ist Schwimmen keine gute Idee. "Bei vollem Magen nach dem Essen verwendet der Körper viel Energie auf die Verdauung. Blut wird vermehrt in den Verdauungstrakt geleitet, zulasten von Muskulatur und Gehirn," erklärt ein Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Allerdings ist ein ganz leerer Magen auch problematisch. Denn dann fehle "die nötige Energie für die Bewegung im Wasser," so die DLRG. Etwas Kleines vor dem Schwimmen zu essen, ist demnach eine gute Idee.

Mythos 5: Im Sommer sollte man keine dunkle Kleidung tragen

Weiße Kleidung wirft das Licht zurück, schwarze Kleidung nimmt es auf. Daher erscheint es logisch, bei strahlendem Sonnenschein helle Kleidung zu tragen, weil die Strahlen reflektiert werden und man deshalb nicht so schwitzt. Doch es kann noch ein anderer Faktor ins Spiel kommen: "Der Körper kühlt, indem er Wärme abstrahlt. Sie wird auf die Haut zurückgeworfen, wenn man helle Kleidung trägt," sagt Physiker Stienkemeier. Dunkle, lockere Kleidung kann also doch von Vorteil sein. Anders sieht es bei eng anliegenden Klamotten aus. "Sie heizen sich in der Sonne stark auf und geben die Wärme direkt an die Haut ab," so der Experte. Zudem ist auch die Dicke des Stoffes entscheidend: Je dünner, desto besser. 

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