Es passiert während des Kochens, im Büro oder auch bei der Gartenarbeit. Wir verbrauchen Müll. Und davon immer mehr.  Zahlen der statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigen, dass der Müllverbrauch in Bayern in den letzten Jahren gestiegen ist. So lag der Wert des Aufkommens an Haushaltsabfällen 2004 bei rund 5,6 Millionen Tonnen und im Jahr 2018 bei 6,2 Millionen Tonnen.  Die Entwicklung ist zwar nicht drastisch, aber sie ist da und bewegt sich angesichts der Umweltschutzdebatte in die falsche Richtung.  Interessant ist aber auch, dass die Menge des produzierten Haushaltsmülls seit 2016 leicht rückläufig ist - spannend wird sein, ob dies ein anhaltender Trend ist oder nur kurzzeitige Stagnation. 

Auf den Karten kann man die Entwicklung des Müllverbrauchs in Bayern auf Kreisebene nachvollziehen. Durch die Farbgestaltung ist auch hier zu erkennen, dass 2018 mehr Bereiche orange bis rot markiert sind als noch sechs Jahre zuvor. In den Stadtgebieten ist das Abfallaufkommen tendenziell etwas höher als auf dem Land.

Der Landkreis Hof belegte im Jahr 2018 den letzten Platz mit einem Wert von rund 0,68 Tonnen Haushaltsabfall pro Einwohner. Spitzenreiter in Bayern war der Landkreis Freising mit einem Wert von 0,35. 

Wie kann ich Müll vermeiden? 

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gibt im Abfallratgeber Tipps zur Abfallvermeidung

  • Auf Qualität und Menge achten. 
  • Nur so viele Lebensmittel kaufen, wie auch verbraucht werden können, bevor sie verderben. 
  • Beutel, Körbe und Klappkästen zum Einkaufen mitnehmen 
  • Verpackungsarm einkaufen. Käufe beim Bauernmarkt können zum Beispiel Verpackungsmaterial sparen. 
  • Auf Mehrweg statt Einweg setzen und beispielsweise „Dauer-to-go-Becher“ aus Kunststoff oder Porzellan nutzen.