Die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel machen sich nicht nur im Supermarkt bemerkbar, sondern auch an der Kasse der großen Fast-Food-Ketten. Ob bei Burger King oder McDonald's: Überall müssen Kund*innen inzwischen mehr Geld für Burger, Pommes und Co. hinlegen.

Kentucky Fried Chicken hat jüngst bereits zu drastischen Mitteln gegriffen und eine wichtige Zutat auf seinen Burgern ausgetauscht - und so für Empörung gesorgt.

Drastische Preiserhöhung bei McDonald's: 30 Cent mehr für den Cheeseburger

Von der Sauce bis zum beliebten Cheeseburger: Bei McDonald's wurden die Preise erneut angezogen. So müssen Kund*innen, die  für Produkte, die über die Coupon-Aktionen bei McDonald‘s beworben werden, in letzter Zeit mehr zahlen als früher. Gestiegen ist etwa der Preis für eine 20er Packung Chicken McNuggets: statt früher 4,99 Euro kostet sie nun 5,99 Euro. Ein Cesar Salad war früher für 3,99 Euro  zu haben - nun kostet er mit McDonald's-Gutschein 4,99 Euro.

Ein Preis-Check in der McDonald's-App hat außerdem gezeigt, dass auch die regulären Preise für Cheeseburger und Chickenburger erneut erhöht wurden. In einer Bamberger McDonald's-Filiale beispielsweise müssen Kund*innen für die beiden Verkaufsschlager nun stolze 1,99 Euro statt zuletzt 1,69 Euro zahlen. Auch McFlurry, Saucen und Menüs haben preislich zugelegt. 

Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte die McDonalds-Unternehmenszentrale, dass die "unverbindliche Preisempfehlung" für manche Produkte kürzlich erhöht wurde. Genauere Angaben zur Höhe und dem Umfang der Preisanpassungen wollte das Unternehmen jedoch nicht machen. Es wies außerdem darauf hin, dass die McDonald's-Schnellrestaurants in Deutschland überwiegend von Franchise-Nehmer*innen geführt werden, denen die Preisgestaltung selbst obliegt. Die Preise in einzelnen McDonald's-Schnellrestaurants können also variieren. Dennoch ist davon auszugehen, dass viele die neue Preisrichtlinie umsetzen. Als Begründung für die Erhöhung nannte McDonald's die Preisschwankungen für Energie und Rohware.  

Kentucky Fried Chicken- Burger jetzt mit Kohl statt Salat

In Australien sind die Preise für Kopfsalat zuletzt massiv angestiegen: Mehr als 11 Euro kostete ein einzelner Salatkopf in manchen Regionen. Der Fast-Food-Riese Kentucky Fried Chicken (KFC) kündigte deshalb an, in seinen australischen Filialen fortan Kohlblätter statt wie sonst üblich Salatblätter auf die Burger zu legen.

Das Unternehmen sorgte damit für reichlich Empörung. "Kohl ist nicht das Gleiche wie Salat. Das ist einfach falsch", kommentierte etwa der australische Premierminister Anthony Albanese die Entscheidung.

Neben den weltweit hohen Kraftstoffpreisen liegt der massive Preisanstieg beim Kopfsalat auch in den schweren Überschwemmungen begründet, die Australien heimgesucht haben. Dazu kam, dass das Wetter ungewohnt kalt ist und die Ernten dadurch schlechter ausfallen.

Preisanstieg beim Fast Food: Burger im April 2022 fast einen Euro teurer als 2020

Laut Berichten des Portals Chip.de gibt es mehrere Preistreiber, die schuld sind an höheren Preisen auch bei Burger King und McDonald's: „Die Energiekosten wie bei Strom und Erdgas sind ein großer Preistreiber, bei anderen Rohstoffen wie zum Beispiel Rindfleisch fiel der Preisanstieg um 50 Prozent teilweise sogar noch stärker aus“, so der Bundesverband der Systemgastronomie. Das bedeutet aber auch, dass nicht nur Fleischprodukte betroffen sind, sondern auch Backwaren und Soja. Vegetarische Gäste bleiben also nicht verschont von höheren Ausgaben fürs schnelle Essen. 

Konkret sind die Preise für Burger bei den beiden beliebtesten Fast-Food-Ketten in Deutschland deutlich gestiegen: So kosten sowohl Big Mac als auch der Whopper im April bereits 5,49 Euro. Das ist fast ein Euro mehr als noch vor zwei Jahren. Im Verlauf des letzten Jahres ist der Preis um ganze 50 Cent gestiegen. 

Da nicht nur Sonnenblumenöl und Mehl teurer geworden sind, sondern auch Kartoffeln, kosten auch Pommes - beliebte und klassische Beilage zum Burger - deutlich mehr als noch im Vorjahr. So war eine große Portion Pommes Frites im April bereits 50 Cent (Burger King) sowie 70 Cent (McDonald's) teurer geworden. Gerade bei Kartoffeln zeigten sich Auswirkungen von Effekten, die bereits weit vor dem Ukraine-Krieg begonnen haben. So war die Kartoffelernte im Vorjahr aufgrund des Wetters sehr schlecht und somit das Angebot deutlich geringer als sonst. Bei weiter hoher Nachfrage waren die Preise für Kartoffeln dazu verdammt zu steigen, ganz ohne Krieg. 

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