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Kindermatratzen bei Stiftung Warentest: Ersticken droht - die Hälfte ist "mangelhaft"

Kindermatratzen sollten einiges aushalten, außerdem müssen sie frei von Schadstoffen sein. Die Stiftung Warentest hat Kindermatratzen getestet - leider ist die Hälfte der Matratzen "mangelhaft". Sogar Ersticken droht.
 
Kindermatratzen bei Stiftung Warentest: Ersticken droht - die Hälfte ist "mangelhaft"
Stiftung Warentest hat 14 Kindermatratzen getestet. Jede zweite davon schneidet "mangelhaft" ab. Vor allem der neue "Kugeltest" liefert erschreckende Resultate. Symbolfoto: Unsplash.com / Dakota Corbin
  • 14 Matratzen für Babys und Kinder von Stiftung Warentest untersucht
  • Testkriterien: Liegeeigenschaften, Haltbarkeit, Sicherheit, Bezug, Handhabung, Deklaration und Werbung, Gesundheit und Umwelt.
  • Ernüchterndes Ergebnis: Jede zweite Matratze ist mangelhaft

Die Stiftung Warentest hat 14 Matratzen für Babys und Kinder getestet. Fünfmal konnten die Tester ein "Gut" vergeben. Sieben Matratzen patzten allerdings bei der Sicherheit und erhielten ein Mangelhaft. Vor allem der neue "Kugeltest" liefert teils erschreckende Ergebnisse: Im schlimmsten Fall kann das Kind ersticken. Auch der jüngste Kindermatratzentest zeigt: Qualität ist nicht an hohe Preise gebunden. Eine sehr günstige Matratze kann sich vorne im Testfeld einreihen. Eine Kindermatratze für 179 Euro landet hingegen weit hinten. Hier lesen Sie unter anderem, wie Ikeas "Skönast"*, "Jonas"* aus dem Dänischen Bettenlager und Träumelands "Schlummerstern"* abgeschnitten haben.

Neu im Matratzen-Test 2019: Gewinner, Verlierer, Preistipp

Ein Großteil der als mangelhaft bewerteten Matratzen fällt besonders im Prüfpunkt "Sicherheit" durch und ist daher nicht zu empfehlen. Zu den Modellen zählt unter anderem die Max-Matratze von Alvi, Dr.Lübbe Air Plus von Julius Zöllner und die Kindermatratze Kokos/Latex von Waschbär, die zusätzlich zu einer der teuersten zählt.

Testsieger (1,8) ist Jonas aus dem Dänischen Bettenlager*, eine harte Schaumstoffmatratze. Beide Seiten sind für Kinder und Babys geeignet. Positiv: Die Matratze hat eine seitliche Trittkante. Auch Lena von Hessnatur (2,0) überzeugt mit mittelharter Kokosseite und weicher Latexseite. Zwar ist sie die schwerste Matratze im Test mit circa 7 Kilogramm, hat jedoch eine sehr gute Haltbarkeit.

Die Matratze Skönast von Ikea* schneidet nicht nur gut (2,0) ab, sondern ist mit 70 Euro auch der Preis-Leistungs-Sieger*. Die mittelharte Schaumstoffmatratze knistert deutlich, der Kern wird unter dem Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur etwas weicher.

Babymatratzen im Test: Darauf sollten Sie achten

Eltern sollten sich Zeit nehmen, um die beste Kinderbettmatratze zu finden. Die Stiftung Warentest hat sich diese Zeit ebenfalls genommen. "Unsere Tester haben 15.000 Mal über die Matratzenkerne gewalzt, haben die Babymatratzen in Klimakammern gesteckt, ihren Kern freigelegt und die Liegeeigenschaften untersucht."

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Worauf Sie speziell bei Kindermatratzen achten müssen: Die beste Matratze für Kinder ist mittel­hart und besteht den Normtest. Der Härtegrad hingegen ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass sich Ihr Kind auf der Matratze wohlfühlt. Lassen Sie Ihr Kind nach Möglichkeit probeliegen, bevor Sie eine Kinderbettmatratze kaufen. Und lassen Sie sich nicht von knackigen Werbeversprechen beeindrucken. Kindermatratzenkauf ist Vertrauenssache.

Für einen guten Schlaf kommt es übrigens nicht nur auf die Matratze an: Auch beim Kissenkauf gibt es einiges zu beachten.

Matratzenkauf: Sicherheit ist messbar

Immer wieder testet die Stiftung Warentest Matratzen - Kindermatratzen, Babymatratzen, Kinderbettmatratzen (Matratzen 70 x 140 Zentimeter). "Alle Matratzen durchlaufen unser strenges Testprogramm. Wie üblich testen wir auf Schadstoffe, Haltbarkeit, Komfort - und Sicherheit." Neu aber ist der Kugeltest: Er stammt aus einer Norm, die seit August 2017 in Kraft ist. 

Der Kugeltest simuliert, was geschehen kann, wenn sich Kinder im Schlaf auf den Bauch drehen. Der Testaufbau soll das Einsinken des Kopfes in die Matratze nachstellen. Bedauerlich: Sechs der 14 Babymatratzen im Test scheitern an dieser Prüfung. Im schlimmsten Fall kann das Kind auf einer solchen Matratze in Bauchlage ersticken.

Übrigens: Die beste jemals von Stiftung Warentest getestete Matratze für Erwachsene heißt "Bodyguard"*, kostet nur 199 Euro und ist bei Amazon erhältlich*.

Fazit: Jede zweite Matratze ist mangelhaft

Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass jede zweite der 14 Matratzen im Test mangelhaft ist, fünf Modelle erhalten immerhin ein "gut". Beim Test zeigt sich, dass teuer nicht unbedingt besser ist. Bestes Beispiel hierfür ist die Ikea-Matratze "Skönast", die gut bewertet wird und dabei gerade einmal 70 Euro kostet.

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  • Testsieger: "Jonas" von Dänisches Bettenlager*
  • sieben Matratzen fallen durch: sie bieten zu wenig Sicherheit für das Kind
  • Vor dem Kauf sollten Sie Ihr Kind Probeliegen lassen

Den vollständigen Test sowie weitere Tipps für einen gesunden Schlaf lesen Sie kostenpflichtig auf der offiziellen Webseite der Stiftung Warentest.

 

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